Es folgen Fotos von einer kürzeren Tour im Wiesbadener Wald (Anfang März '26):
Chaisenweg - Im Trockenborn - Wellborns Dickung - Flachsland
Beim ersten Teil der Tour war meine Freundin dabei, das Auto hat sie nahe Wilhelm-Kempf-Haus abgestellt. Dort sind mir im Randbereich vom Judenhaag, zwischen L 3027 und Chaisenweg, die abgebildeten Wegrinnen aufgefallen. Egon Eichhorn spricht in "Zur Topographie der mittelalterlichen Fern- und Landstraßen..." von Vizinalwegen - also alten Verbindungen zwischen benachbarten Orten. Ich nehme an, die flachen Gräben im Bild sind, als Vorläufer der L 3027, historische Artefakte einer solchen Vizinalroute zwischen Naurod und Niedernhausen.
Weiter ging's auf dem Chaisenweg nach Westen, im Bild mit Wolfgang-Nickel-Bank.
Wann immer ich auf die Kellershohl treffe, suche ich in der Umgebung nach alten Wegrinnen. Im Bereich Bechtewald habe ich einen kleinen Graben neben dem befestigten Hauptweg gefunden. Laut Eichhorn war die Kellershohl einst Teilstück der Frühen Mainzer Straße (mit Anschluss an den Rennpfad und den Taunushauptkamm).
Trockenbornweg - ab hier bin ich im Rambacher Wald unterwegs.
an der Wiese Im Trockenborn mit Blick zum Kellerskopf
unterer Rasselweg
In der Wellborns Dickung (westlich vom Wenzenrod) ist mir heute erstmals ein Altwegbündel aufgefallen.
Der benachbarte Hauptweg ist auf einer historischen Rambacher Karte als "Bergswerkweg" eingezeichnet. Da diese Wegrinnen etwa parallel dazu verlaufen, vermute ich, dass sie im Zusammenhang mit dem Bergwerksweg stehen (und ebenso mit einem mutmaßlich existierenden ehemaligen Bergwerk irgendwo nordwestlich von Rambach?)
herangezoomter Blick vom Flachsland zum Kellerskopf
ähnlich - und aufgrund der anderen Lichtverhältnisse doch ganz anders
Heppendriesch - mitten in Rambach
Der Wortteil "Heppen-" bezieht sich wahrscheinlichst auf das sichelähnliche Buschmesser namens Hippe/Heppe. "Driesch" (oder Triesch) meint brachliegendes Ackerland.
Der Wortteil "Heppen-" bezieht sich wahrscheinlichst auf das sichelähnliche Buschmesser namens Hippe/Heppe. "Driesch" (oder Triesch) meint brachliegendes Ackerland.











