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Tour nach Nastätten (meine Premiere!)

Grebenroth - Grauer Kopf - Kastell Holzhausen - Hessenstraße - Hollerberg

Der überwiegende Teil dieser Wanderung (April '26) fand im Bereich der Verbandsgemeinde Nastätten statt. Kulturhistorisch gesprochen bin ich in der Kemeler Heide gestartet, und war danach im Blauen Ländchen unterwegs. 


Sehr schön. Die Buslinie 275 fährt teils nach Nastätten und klappert auf dem Weg dorthin diverse kleine Dörfer in der Kemeler Heide ab. Startpunkt heute war Grebenroth. Im Bild befinde ich mich am nördlichen Ortsende, und im Hintergrund sind einige Windräder des Windparks Heidenrod zu sehen. 


Ich kreuze die B260 a.k.a. Bäderstraße


In unmittelbarer Nähe des Berges "Grauer Kopf" befindet sich der Limes und das Kastell Holzhausen


Zunächst mache ich aber einen kleinen Abstecher per Hessenstraße nach Norden (etwa Richtung Rettert). 


zurück am Limes


und nochmal: Grauer Kopf


rekonstruiertes Gebäudeteil im Kastell Holzhausen


Schutzwall am Römerkastell Holzhausen


Per Hessenstraße ging's wieder zurück zur Bäderstraße. 


Jenseits des Gewerbegebiets mit Eaton etc.: Auf dem Scheitelpunkt des Mückenhügels verlaufend, liegt dieser Feldweg vermutlich auf der ehemaligen Trasse der Hessenstraße


Für mich ging's weiter nach Westen, hier auf der Hessenstraße in ihrer heutigen Form, parallel zur B274. 


Blick von einer angrenzenden Wiese über's Bärbachtal hinweg - ich bin mir nicht sicher, welche Erhebungen ich hier sehe (ich tippe auf Geiskopf und Grauer Kopf bei Zorn). 


Hessenstraße in ihrer heutigen Form (Richtung Heidehof)


Hügelgrab im nördlich angrenzenden Waldstück


Weiter nach Westen, auf dem Weg nach Nastätten via Fluggelände, ist mir diese hübsche Eiche aufgefallen.


Am Fluggelände auf dem Grenzweg Nastätten/Buch; die Berge am Horizont liegen jenseits des Rheins. 


besagter Grenzweg Richtung Hollerberg (rechts als sanfter Bergrücken erkennbar)


Aussicht von dort nach Norden: rechts vorne ist der Weißküppel zu sehen, der kleine Berg dahinter ist wohl eine namenlose Anhöhe im Nastätter Stadtwald. 


auf dem Hollerberg


Blick auf Nastätten


Grauer Kopf stark herangezoomt vom Hollerberg aus

unterwegs in der Kemeler Heide

 Anfang Oktober 2025: 

Bäderstraße - Stoffelswald/Bärbachtal - Römerkastell Holzhausen
 - Rettert - Berndroth - Laufenselden

Ich bin an der Bushaltestelle Heidenrod-Mappershain Bundesstraße ausgestiegen. Direkt dort geht von der B 260 (a.k.a. Bäderstraße) der abgebildete Wirtschaftsweg ab nach Mappershain (laut Google "Am Tripp").
Im Lidar-Scan ist zu sehen, dass dieser Abzweig gesäumt wird von zahlreichen alten Wegrinnen. Auch führt dieser Weg entlang auf der Wasserscheide zwischen Wisper und Dörsbach. Und schließlich gibt es im weiteren Verlauf ein Schild "alter Post- und Handelsweg". Die Sache erscheint mir also ziemlich klar: 


Zwischen Mappershain und Egenrother Stock verläuft nicht die B 260, sondern dieser Waldweg auf der Originalroute der historischen Bäderstraße! Die heutige Bäderstraße/B 260 hingegen ist parallel auf knapp vier Kilometer ganz gerade in die Landschaft gesetzt, mit bis zu 400 Metern Abweichung nach Nordost, ohne den ursprünglichen Schlenker nördlich vorbei am Mappershainer Kopf. 
Auch wenn der abgebildete Weg natürlich nicht aussieht wie die frühere Bäderstraße, wäre es passender, in diesem Abschnitt statt der B 260 diesen Wirtschaftsweg als Bäderstraße zu bezeichnen. 


Kitzels-Lei im benachbarten Distrikt Heide


Aussicht vom angrenzenden Waldweg in den nördlichen Wispertaunus und darüber hinaus in den Binger Wald (am Horizont); mittig rechts sieht man einige Häuser von Langschied. Weiter ging's über den Egenrother Stock zum...


... Streichwiesenberg, hier mit Aussicht nach Südwest (keine Ahnung, was da zu sehen ist).


am Stoffelswald mit Blick nach Südwest (wohl über Egenroth hinweg)


Am westlichen Rand vom Stoffelswald gibt es eine schöne Bank mit schöner Aussicht auf Grebenroth und Landschaft. Rechts hinter dem sanften Hügel dürfte Nastätten liegen, und ich kenne diese Gegend überhaupt nicht.
Zwischendurch ist ein Bus X76 durch's Bild gefahren, von Wiesbaden nach Mielen. Boah, den merke ich mir! 


Unterwegs im Bereich zwischen Stoffelswald und Bärbachtal - ich möchte jenseits der B 260 zum Windpark Heidenrod.


Oberes Bärbachtal - im Hintergrund windparkt es bereits.


Einmal über die B 260 gehüpft, befinde ich mich mitten im Windpark Heidenrod. 


Per Limeswanderweg geht es weiter nach Norden mit dem Römerkastell Holzhausen als nächstes Ziel. Auf dem Weg dorthin habe ich noch Markierungen gesehen zu den Routen "Pilgerweg Schönstatt (Rhein)" und "Ultratrail Rauer Kopf".
Nach der Wanderung fiel mir auf einer Karte auf, dass westlich parallel die Kohlstraße verläuft = eine Abzweigung von der Bäderstraße Richtung Rettert... schön, noch eine Altstraße, guck ich mir später an. 


Impression auf dem Holzhäuser Weg, bereits in unmittelbarer Nähe des Römerkastells; hier etwa überquere ich die Grenze zur Rheinlandpfalz, Verbandsgemeinde Aar-Einrich.


Das Kastell ist umgeben von einem Wall, und hier sehen wir ein Teilstück davon. 


nachgebildete Bauten im Römerkastell Holzhausen


ähnlich 


Weiter ging's über die Kohlstraße nach Norden Richtung Rettert, zwischendrin kreuzt der Limes. 


Kohlstraße nach Rettert


Blick von der heutigen Version der Hessenstraße nach Rettert


Hessenstraße (entgegen der Laufrichtung) - diese Route ist Jahrhunderte alt, und sah früher natürlich ganz anders aus. Bis zum Bau befestigter Chausseen bestanden die Altstraßen oft aus mehr oder weniger breiten Bündeln von Wegrinnen und Hohlen. In Waldarealen sind viele davon noch erhalten, aber auf landwirtschaftlich genutzten Flächen wie hier sind alle Unregelmäßigkeiten und Spuren längst eingeebnet. 


Nahe Waldeslust geht's rechts ab Richtung Berndroth. 


Blick von der K 53 nach Süden zurück zum Windpark Heidenrod


Die Ausfallstraße westlich von Berndroth (Rheinstraße/K 53) ist im Kern ein Hohlweg. 


Der Rest der Wanderung war zum Vergessen: Ich bin auf der K 53 südwärts nach Laufenselden gehetzt - hier mit Blick auf eine Wiese am Hof Hasenberg. 


Jenseits der waldigen Anhöhe, und der Landesgrenze zurück nach Hessen bzw. Heidenrod, ergibt sich etwa "Oben am alten Berndrother Weg" (Flurname) ein schöner Blick über Laufenselden und Aartal hinweg zum Hochtaunus - mit Großer Feldberg, Kleiner Feldberg, Altkönig


im Tal des Wöllbachs, am Ortsrand von Laufenselden (weiter zur Buslinie 275)