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Alte Rheingauer Straße #5 - Taunusstein

Dieser Post ist Teil #5 einer Ende 2025 entstandenen Fotoserie über die Alte Rheingauer Straße: 

#0: Einführung
#5: Taunussteiner Abschnitt

Hinter diesem Link sind alle Artikel am Stück zu sehen. 

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Nachfolgend geht es um das etwa, 3,5 km lange Teilstück Eiserne Hand bis Taunusstein-Wehen. In dieser Laufrichtung sind auch die folgenden Fotos (Nov. 2025) geordnet. 

An der Eisernen Hand kreuzt die Alte Rheingauer Straße von Süden/Dotzheim kommend Elzeweg und Blettweg. 

Diese Schneise im nördlich angrenzenden Ochsenstück sieht zwar schön urig und alt aus, aber ich denke nicht, dass sie dem Verlauf der Alten Rheingauer entspricht. 


Eigentlich müsste der Verlauf der Alten Rheingauer Straße das Ochsenstück in Richtung Nordnordost queren, und die B54 kreuzen.  Allerdings finde ich weder im Lidar-Scan noch im Gelände vor Ort entsprechende ausgerichtete Wege bzw. Wegrinnen. 


Dieser Forstweg im nördlichen Ochsenstück läuft parallel zur Aarstraße/B54. Zum Queren der B54 muss ich nach rechts, kurz querfeldein. 

kleiner Exkurs: Mir sind im Ochsenstück schwach vertiefte Wegrinnen aufgefallen, die nicht mit dem Verlauf der Rheingauer zu vereinbaren sind, sondern vielmehr westlich parallel zur B54 verlaufen. Jüngst wurde mir klar, dass die B54/Aarstraße dem Verlauf der historischen Eisenstraße folgt - so erscheint es mir nunmehr möglich, dass es sich bei den Altwegen im Ochsenstück um ehemalige Spuren der Eisenstraße handelt! 


Zurück zur Alten Rheingauer Straße: Das Lokal Waldgeist rechts liegengelassen, geht's östlich der B54 weiter im Bereich Lautererlen (links) und Altenstein (rechts). 


Alte Rheingauer Straße westlich am Berg (und Walddistrikt) Altenstein


Ähnlich - in diesem Bereich zwischen den Distrikten Hirschgasse und Altenstein hat's rechts am Weg erkennbare alte Wegrinnen, die sind photografisch allerdings kaum darstellbar. 


ähnlich


Kurz vor der Kreuzung mit dem Eschbachweg wird zum Zeitpunkt der Wanderung fleißig gebaut - es entsteht ein neuer Hochbehälter HB Eschbach. 


Zwischen Eschbachweg und dem Eschbach selbst sind in einem Abschnitt rechts der Straße...


... einige deutlich eingeschnittene Wegrinnen der tatsächlich alten Alten Rheingauer Straße zu sehen. 


Diese Altwege sind meiner Erinnerung nach weniger als einen Meter tief, aber ich stufe sie als Jahrhunderte alte Relikte ein. Ich bin begeistert.


Beim Überqueren des Eschbachs bündelt sich heutzutage die Alte Rheingauer zu diesem Pfad mit kleiner Brücke. 


Nördlich vom Eschbachtal macht der heutige Wegverlauf einen Schlenker mit Anschluss an den südlichen Wehener Ortsrand. Spuren der originalen Route finden sich rechts vom Weg...


... im Gebüsch. Hier sind Hohlwegrinnen von rund zwei Metern Tiefe erhalten geblieben. 


Etwas weiter oben, schon nahe Ortsrand Wehen, ist der Hauptgraben weniger bewachsen und übersichtlicher.  


Bevor sich die Alte Rheingauer Straße im Ort Wehen quasi "auflöst", führt sie als gut ausgebaute Wirtschaftsstraße...


... vorbei am Bettelmannsbaum (mit Wehener Friedhof im Hintergrund). Von rechts mündet hier der Wiesbadener Weg ein - ebenfalls eine spannende Altstraße (vor allem im Osten, am Abzweig von der Platter Straße - check this out). 

Die Alte Rheingauer Straße findet nördlich von Wehen mit der alten Wehen-Limburger-Straße (an der Lummach) ihre Fortsetzung Richtung Hühnerstraße und Zugmantel. 

Eisenstraße (Kettenbach - Hahn)

Die [Michelbacher] Hütte war ein seit 1656 betriebenes landesherrliches Eisenhüttenwerk der Grafen von Nassau-Idstein im Tal der mittleren Aar zwischen Aarbergen-Michelbach und Kettenbach im westlichen Hintertaunus. Sie ist Ausgangspunkt der Eisenstraße nach Taunusstein. (Wikipedia)
Bei Wingsbach kreuzt eine weitere Eisenstraße, sie führt von Niederseelbach über den Lenzenberg und Zugmantel nach Born. 

Michelbacher Hütte/Eisenstraße ist mal wieder so ein Themenkomplex, zu dem es viel zu lesen und zu schreiben gibt. Darauf möchte ich hier verzichten. Ein Gedanke aber: Die Eisenverhüttung hängt direkt mit der in dieser Region weit verbreiteten einstigen Köhlerei zusammen (bei Wanderungen sehen wir noch heute alte Meilerplätze). Auch gehören Limburger Straße bzw. Hennethaler Landwehr in diesen Kontext, aber um näher darauf eingehen zu können, müsste ich erst recherchieren. 

Ende März 2025 bin ich die Route nach Hahn komplett entlanggelaufen (rund 16 Kilometer). 

Ich habe für den Beginn der Eisenstraße an der Michelbacher Hütte keinen eindeutigen Eintrag in einer Karte gefunden, gehe allerdings davon aus, dass hier im Foto der erste Serpentinenschlenker der Eisenstraße abgebildet ist. Für den untersten Abschnitt, hier rechts, gibt es noch eine "nördliche" Alternative, die liegt allerdings eingezäunt auf Privatgrundstück. Von hier jedenfalls ging's links weiter...


... im Flurstück Hüttenwald, hier mit Blick zurück. Rechts ist eine alte, leicht vertiefte Parallelspur erhalten, im Hintergrund ist durch die Bäume über's Aartal hinweg der Landstrich östlich vom Schnepfenkopf/Galgenkopf zu sehen.
Dieser Abschnitt ist Teil der Routen "E1" und "schwarzer Keil". Da mein Interesse an den ausgewiesenen Taunusrouten schwindet, habe ich die Schilder im weiteren Verlauf der Wanderung kaum mehr beachtet - die meisten bekannten Markierungen wird es eh bald nicht mehr geben... 


Aus dem Hüttenwald führt die Eisenstraße auf eine große Freifläche östlich von Michelbach. 


Auf der Freifläche mit Blick zurück: Links haben wir irgendwie Mühlberg, Schnepfenkopf und Galgenkopf (letzterer schon nahe Katzenelnbogen), mittig sieht man schön die Senke des Aartals (circa bei Hahnstätten), rechts ist ein Teil von Kettenbach zu sehen. 


"Am Borgetser Berg"


Eisenstraße auf Höhe des Segelflugplatzes; in einigen hundert Meter mündet von links die alte Limburger Straße ein. 


Höhe Wacken - hier spielt eigentlich immer irgendwo im Gebüsch eine Heavy Metal-Band auf:
From the land of dark forests. Kingdom of snow and frost. Where true evil dwells.
Boah - schnell weiter. :oD


Unsilent winds strike this pagan landscape. Where gods sit high on the oaken thrones.


Eisenstraße "Vor Wacken" - aus der Ferne, teils unverständlich: Where black satanic [...] baptized in blood [...] northern winds [...]. Von rechts mündet der Hohensteiner Reitrundweg ein. 


Ich muss mir immer wieder klar machen, dass Altstraßen wie die Eisenstraße früher völlig anders aussahen. Schroff vertiefte Hohlwegrinnen habe ich zwar diesmal nicht gesehen - wahrscheinlich, weil der Verlauf kaum nennenswerte Steigungen hat (welche Hohlwegbildung begünstigen). Aber der Laserscan des Geländes zeigt an einigen Abschnitten der Eisenstraße Reste parallel verlaufender Wegspuren - z.B. hier im Waldstück Breitloh. 


Ähnlich - in den letzten drei Bildern zeigt sich ganz schön, dass die Eisenstraße (teilweise) ein typischer Höhenweg ist. Manche der über Bergrücken verlaufenden "Hohen Straßen" gibt es seit Jahrtausenden, und so ist auch hier anzunehmen, dass diese Route bereits weit vor Inbetriebnahme der Michelbacher Hütte genutzt wurde (laut Hohensteiner Infotafel "mindestens eisenzeitlich"). Dafür sprechen wohl auch die angrenzenden Hügelgräber. 


Blick von der Breitloh nach Westen über Holzhausen hinweg: Oberholz, Rotenberg, Eberne


Im Bereich Breitloh gibt es einen Hügelgräber-Rundweg. 


Eisenstraße ein Stückchen vor dem Röllberg mit den zwei Windkraftanlagen


jenseits der Anhöhe Bembach


Ich erinnere mich, in dieser Ecke Schilder gesehen zu haben: Strinzer Drachenrunde. Da ich die Umgebung von Strinz-Margarethä kaum kenne, könnte ich die Runde tatsächlich bald mal laufen. 


am Strütchen (nahe Steckenroth), Blick zurück


Blick von der Aussichtsstelle nahe Muckerdelle zur Bembach; rechts neben der Bildmitte ist schmal die Eisenstraße zu sehen.  


Eisenstraße Höhe Muckerdelle

Zwischen diesem und dem folgenden Bild hat die Eisenstraße die eingangs erwähnte Abzweigung. Die Ostroute ist zunächst gleichlaufend mit der Grenze zwischen Hohenstein und Taunusstein. 

Eisenstraße zwischen Wingsbach und Watzhahn - das Waldstück rechts heißt "Kotzebach", eben jener hat dort sein östliches Quellgebiet. 


Eisenstraße oberhalb vom Dieling


Am Dieling - im überbelichteten Hintergrund sind Eichelberg und Altenstein zu sehen. 


Blick vom Dieling über das Wingsbachtal hinweg zum Hopfenstein


Endabschnitt der Eisenstraße vor Hahn


Ich habe mir einen Spaß daraus gemacht, an der Michelbacher Hütte irgendetwas stählernes aus dem Müll zu fischen, und in bester Tradition über die Eisenstraße nach Hahn zu transportieren. 
Ab Hahn führt die Route der Eisenstraße etwa entlang der heutigen B54/Aarstraße nach Wiesbaden. 


Die Textzitate stammen von Behemoth "Moonspell Rites". Ich bin kein Fan. 
Wenn ich heavy will, geh ich lieber in diese Ecke des Musikuniversums. 
- eine Big Band, die mehr rohe Energie erzeugt als jede Heavy Metal-Band!

kleine Taunussteiner Runde #5

 Im Juni '24 habe ich, gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe, lediglich fünf kürzere Wanderungen im Bereich Taunusstein gemacht. Alle Fotos dieser thematisch zusammenhängenden Reihe gibt's hinter diesem Link.

diesmal:
Hopfenstein - Haideköpfchen - Dieling

Wirtschaftsweg am Hopfenstein; da die angrenzenden Flurstücke bezeichnet sind als "links vom Orler Weg" und "rechts vom Orler Weg", nehme ich stark an, dass Orler Weg der alte Wegname ist, und den werde ich nun glatt übernehmen! 


Blick vom Orler Weg in's Tal westlich am Hopfenstein; hinten links ist das Haideköpfchen zu sehen (dort verläuft die Eisenstraße).


auf dem Hopfenstein


Ritterweg nach Norden (alternativ auch Rittelweg genannt)


Blick vom Ritterweg auf den nördlichen Bereich vom Hopfenstein ("Unterforst"); in diesem Areal hat der Wingsbach sein Hauptquellgebiet.


Eisenstraße am Haideköpfchen


Blick von der Eisenstraße in's Wingsbachtal; dieses Foto ist gewissermaßen das Gegenstück zum zweiten Bild oben.


Eisenstraße nach Süden Richtung Dieling/Hahn; ich erinnere mich an ein Infoschildchen, auf dem steht, dass ein Gesangsverein (der Wingsbacher?) die junge Alleebepflanzung vorgenommen hat, die Details bekomme ich allerdings nicht mehr zusammen.


Der Borner Weg führt von der Eisenstraße nach Wingsbach.


Aussicht vom Flurstück "links dem Borner Weg" über Wingsbach hinweg zum Hopfenstein


ehemalige Steinkaut am Wingsbacher Friedhof


Hangweg von Wingsbach nach Hahn; einige der umliegenden Flurnamen beinhalten "Hufnagel". Im Hintergrund ist der Altenstein zu sehen.


Blick in's Wingsbachtal; vorne zu sehen Hardt und der Hasengarter Berg, im Hintergrund - Teil des Taunushauptkamms - Eichelberg und Altenstein


am Dieling


Blick vom Dieling zum Risselstein. Dieser kleine Taunussteiner Berg taucht im Blog bereits im Zusammenhang mit dem Kotzebachtal auf.
Und ja - es gibt Kleiner Risselstein, Großer Risselstein und Risselstein.