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von Rückershausen nach Hahnstätten

- unterwegs Anfang November '25:

Sauerbornswald - Schliembachtal - Barbarastollen - Hohlenfelsbachtal

Das ist vor allem westlicher Hintertaunus, speziell Aartaunus, mit einem Schlenker in den Einrich. 

Startpunkt war die Bushaltestelle in Rückershausen. Am Südzipfel vom Sauerbornswald treffe ich auf einen Weg, welcher Teilstück der Routen Aarway to Heaven, Sprudelweg und Kleiner Pilgerweg ps 96 ist. Zwischendrin, nahe Sportplatz, ergibt sich der Blick in die abgebildete Runse


Besagter Weg verläuft ein Stück rechts die Aar hinab. 


Etwa ab Höhe Johannisbrunnen (siehe unten) habe ich den Sauerbornswald bergan zur östlich angrenzenden Freifläche durchquert.


Runse im östlichen Teil vom Sauerbornswald


Zurück zur Aar ging's teils über den Kleinen Pilgerweg ps 96 (= Psalm 96) und einer mit "B1" bezeichneten lokalen Route. Im Bild der Johannisbrunnen. 

In der Ortschaft Zollhaus überquere ich die Aar und die Aartalbahn Richtung Westen, und bin somit für den Rest der Tour (bis kurz vor Ende) im Einrich unterwegs. 

Im Schliembachtal weiter hinauf Richtung Barbarastollen - in der Bildmitte verläuft diagonal die ehemalige Trasse der Nassauischen Kleinbahn


Blick auf die nördliche Seite des Tals


nochmals die ehemalige Nassauische Kleinbahn, etwa auf Höhe einer Vereinsanlage für Hunde 


Blick auf die benachbarte Freifläche, nördlich von Mudershausen


ähnlich, aber hier mit der Trasse der Nassauischen Kleinbahn im Vordergrund


Dort gibt es Fotos vom Portal zum Barbarastollen mitsamt Umgebung. Bei der heutigen Tour habe ich mir das Runsensystem südlich vom Barbarastollen angeschaut, Distrikt "Die tiefen Gräben". Was im Bild wie ein kegelförmiger Hügel aussieht, ist die Stirnseite eines Erdwalls zwischen zwei Runsengräben. 


In diesem Areal gibt es einige Stolleneingänge, die mit dem weit verzweigten unterirdischen System des Barbarastollens zusammenhängen (wahrscheinlich z.B. der Rösche II-Stollen). 


Ansonsten hat mich hier vor allem die schiere Größe des Runsensystems beeindruckt - wohl das mächtigste und tiefste, welches ich bislang gesehen habe! 


Kurzer Abstecher in den Landgraben - im nördlichen Hang habe ich diesen Stolleneingang erspäht. Weiter allerdings in entgegengesetzter Richtung...


In der Nähe der ehemaligen Ziegelhütte hat's im Hang "In der Oberau" einen alten gemauerten Turm. Wahrscheinlich hängt der ebenfalls mit dem Erzbau im benachbarten Areal zusammen. 


Nach Überqueren der B 274 gab's eine kurze Rast auf einer Bank mit Aussicht auf Burg Schwalbach. Spannender fand ich allerdings das angrenzende Hohlwegbündel = alte Wegrinnen der hier verlaufenden Hessenstraße = eine historische Altstraße.


Im nördlich angrenzenden Flurstück Schloßberg verläuft ein Teilstück der ehemaligen Kleinbahntrasse Richtung Burg Hohlenfels. 


Dieses torbogenartige Bauwerk hat offenbar mit der Burg Hohlenfels zu tun. Ich habe neulich über die Bedeutung dieses Gemäuers gelesen, kann mich allerdings grad nicht mehr an Details erinnern. Die Straße führt zur Burg Hohlenfels. Für mich geht's allerdings rechts weiter durch's Hohlenfelsbachtal nach Hahnstätten. 


Burg Hohlenfels vom Hohlenfelsbachtal herangezoomt


im Hohlenfelsbachtal an der "Brücke mit Durchblick" (Blick zurück zur Burg)


Hohlenfelsbach


Hohlenfelsbachtal


Der Weg rechts das Tal hinab ist Teil irgendeines Waldlehrpfads. Derweil mündet der Hohlenfelsbach in Hahnstätten in die Aar. 

Ich bin durchaus motiviert, die Landschaft um Hahnstätten herum zu erkunden, hatte allerdings bisher stets Pech mit dem Bus - so auch heute. Schlecht organisierter ÖPVN ist schlecht für den lokalen Tourismus. 
Schliembachtal Schliembachtal

unterwegs in der Kemeler Heide

 Anfang Oktober 2025: 

Bäderstraße - Stoffelswald/Bärbachtal - Römerkastell Holzhausen
 - Rettert - Berndroth - Laufenselden

Ich bin an der Bushaltestelle Heidenrod-Mappershain Bundesstraße ausgestiegen. Direkt dort geht von der B 260 (a.k.a. Bäderstraße) der abgebildete Wirtschaftsweg ab nach Mappershain (laut Google "Am Tripp").
Im Lidar-Scan ist zu sehen, dass dieser Abzweig gesäumt wird von zahlreichen alten Wegrinnen. Auch führt dieser Weg entlang auf der Wasserscheide zwischen Wisper und Dörsbach. Und schließlich gibt es im weiteren Verlauf ein Schild "alter Post- und Handelsweg". Die Sache erscheint mir also ziemlich klar: 


Zwischen Mappershain und Egenrother Stock verläuft nicht die B 260, sondern dieser Waldweg auf der Originalroute der historischen Bäderstraße! Die heutige Bäderstraße/B 260 hingegen ist parallel auf knapp vier Kilometer ganz gerade in die Landschaft gesetzt, mit bis zu 400 Metern Abweichung nach Nordost, ohne den ursprünglichen Schlenker nördlich vorbei am Mappershainer Kopf. 
Auch wenn der abgebildete Weg natürlich nicht aussieht wie die frühere Bäderstraße, wäre es passender, in diesem Abschnitt statt der B 260 diesen Wirtschaftsweg als Bäderstraße zu bezeichnen. 


Kitzels-Lei im benachbarten Distrikt Heide


Aussicht vom angrenzenden Waldweg in den nördlichen Wispertaunus und darüber hinaus in den Binger Wald (am Horizont); mittig rechts sieht man einige Häuser von Langschied. Weiter ging's über den Egenrother Stock zum...


... Streichwiesenberg, hier mit Aussicht nach Südwest (keine Ahnung, was da zu sehen ist).


am Stoffelswald mit Blick nach Südwest (wohl über Egenroth hinweg)


Am westlichen Rand vom Stoffelswald gibt es eine schöne Bank mit schöner Aussicht auf Grebenroth und Landschaft. Rechts hinter dem sanften Hügel dürfte Nastätten liegen, und ich kenne diese Gegend überhaupt nicht.
Zwischendurch ist ein Bus X76 durch's Bild gefahren, von Wiesbaden nach Mielen. Boah, den merke ich mir! 


Unterwegs im Bereich zwischen Stoffelswald und Bärbachtal - ich möchte jenseits der B 260 zum Windpark Heidenrod.


Oberes Bärbachtal - im Hintergrund windparkt es bereits.


Einmal über die B 260 gehüpft, befinde ich mich mitten im Windpark Heidenrod. 


Per Limeswanderweg geht es weiter nach Norden mit dem Römerkastell Holzhausen als nächstes Ziel. Auf dem Weg dorthin habe ich noch Markierungen gesehen zu den Routen "Pilgerweg Schönstatt (Rhein)" und "Ultratrail Rauer Kopf".
Nach der Wanderung fiel mir auf einer Karte auf, dass westlich parallel die Kohlstraße verläuft = eine Abzweigung von der Bäderstraße Richtung Rettert... schön, noch eine Altstraße, guck ich mir später an. 


Impression auf dem Holzhäuser Weg, bereits in unmittelbarer Nähe des Römerkastells; hier etwa überquere ich die Grenze zur Rheinlandpfalz, Verbandsgemeinde Aar-Einrich.


Das Kastell ist umgeben von einem Wall, und hier sehen wir ein Teilstück davon. 


nachgebildete Bauten im Römerkastell Holzhausen


ähnlich 


Weiter ging's über die Kohlstraße nach Norden Richtung Rettert, zwischendrin kreuzt der Limes. 


Kohlstraße nach Rettert


Blick von der heutigen Version der Hessenstraße nach Rettert


Hessenstraße (entgegen der Laufrichtung) - diese Route ist Jahrhunderte alt, und sah früher natürlich ganz anders aus. Bis zum Bau befestigter Chausseen bestanden die Altstraßen oft aus mehr oder weniger breiten Bündeln von Wegrinnen und Hohlen. In Waldarealen sind viele davon noch erhalten, aber auf landwirtschaftlich genutzten Flächen wie hier sind alle Unregelmäßigkeiten und Spuren längst eingeebnet. 


Nahe Waldeslust geht's rechts ab Richtung Berndroth. 


Blick von der K 53 nach Süden zurück zum Windpark Heidenrod


Die Ausfallstraße westlich von Berndroth (Rheinstraße/K 53) ist im Kern ein Hohlweg. 


Der Rest der Wanderung war zum Vergessen: Ich bin auf der K 53 südwärts nach Laufenselden gehetzt - hier mit Blick auf eine Wiese am Hof Hasenberg. 


Jenseits der waldigen Anhöhe, und der Landesgrenze zurück nach Hessen bzw. Heidenrod, ergibt sich etwa "Oben am alten Berndrother Weg" (Flurname) ein schöner Blick über Laufenselden und Aartal hinweg zum Hochtaunus - mit Großer Feldberg, Kleiner Feldberg, Altkönig


im Tal des Wöllbachs, am Ortsrand von Laufenselden (weiter zur Buslinie 275)