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östliche Rentmauer + zwei Wiesbadener Raritäten

Im Zusammenhang mit der Rennrodelbahn Hohe Wurzel hatte ich eine anregende Korrespondenz mit Oliver. Wenig später berichtete er mir vom Kisselbornstollen und der Villa Waldfriede - das sind die beiden im Titel erwähnten "Wiesbadener Raritäten" (weil wohl nur ausgebufften Kennern des hiesigen Taunus bekannt).
Im Kern geht's bei dieser Tour (Anfang Oktober '21)  von der Platte in's Adamstal - beides sehr beliebte und bestens bekannte Ausflugsziele Wiesbadens. Die Distanz habe ich allerdings recht konsequent über eher obskure Wege zurückgelegt:

Wilder biker trail im östlichen Zipfel der Rentmauer, noch nahe Platte; wenn man links den Hang hinunterpurzelt, landet man praktisch direkt auf der Platter Straße.


Holzdinge laden zur Rast ein: "Hallo du, mach mal Rast!"


biker trail in der östlichen Rentmauer


ähnlich, hier Blick entgegen der Fahrt-/Laufrichtung; die sichtbare Kahlfläche grenzt links direkt an den oberen Rentmauerweg an (a.k.a. Rheinhöhenweg und Wanderroute "gelber Balken")


biker trail trifft Wiesbadener Weg


Hohlweg in der Rentmauer (ein kleines "Portrait" dazu gibt es hier)


Im Hang oberhalb des Hohlwegs, gar nicht weit entfernt vom Rentmauerweg, hat's einige metergroße Vertiefungen - ich nehme an alte Pingen.


- und direkt daneben ein alter Meilerplatz - hier war mal richtig was los!


Blick vom Hang der östlichen Rentmauer über's Flurstück Oberer Gewachsenestein


kurz nach Osten über die Platter Straße gehüpft: Kisselbornstollen im Flurstück Kisselborn (ca. 1km südwestlich von der Platte)


Blick in ein altes Wasserbecken, zum Kisselbornstollen gehörend; ich will gar nicht genauer beschreiben, wo sich dieses Ding befindet, da die Stelle nicht abgesperrt/abgesichert ist - mir erscheint dieses Loch aber ziemlich gefährlich! Wenn man da reinfällt, hat man wahrscheinlich ein echtes Problem.


oberer Kisselbornweg (führt zum Parkplatz Rabengrund)


Kaputte Eiche am Gewachsenesteiner Kopf - ein fettes Teil!
Ich glaube der große senkrechte Riss durch die Basis ist neu :o(


Der oben bereits erwähnte biker trail kreuzt am Gewachsenesteiner Kopf einen ~1m tiefen Altweg.


Oberer Teufelsgraben - das ist mal ein Hohlweg!
Im Rücken hat's die Platter Straße und den Himmelsborn.



Überreste der Villa Waldfriede im Flurstück Poths'scher Wald, angrenzend an's Adamstal; im Bild die ehemalige Teichanlage mit der einstigen "Insel der Seligen" (rechts vom Bildzentrum)

Hohlweg in der östlichen Rentmauer

Das Schöne an diesem Blog ist, dass ich beim Erstellen neuer Inhalte selber ständig dazulerne. Und so kann ich im März '26 ein update zum folgenden Post hinzufügen: Der gezeigte Hohlweg ist Teil einer alten Route "Wiesbaden-Wehener-Weg", eine Verbindung von der Platter Straße (über den Bergsattel in der Rentmauer) zur Alten Rheingauer Straße (Bettelmannsbaum in Wehen). Der heutzutage noch so genannte Wiesbadener Weg ist ein Überbleibsel davon. 


Originaltext 2020: 
Der Distrikt Rentmauer (= der Südhang des Taunushauptkamms westlich der Wiesbadener Platte) ist in diesem Blog gut vertreten - siehe hier. Den Hohlweg im östlichen Bereich der Rentmauer (nahe Platter Straße) habe ich erst im Dezember 2020 auf einer Karte entdeckt, und kurz danach vor Ort begutachtet und fotografiert. 
Die Reihenfolge der Fotos verläuft in südwestlicher Richtung hangabwärts, Fotos mit entgegengesetzter Blickrichtung sind mit einem (<) markiert.

Soweit ich überblicke, vertieft sich der flache Altweg zur Hohle im Waldstück zwischen Rentmauerweg, Platter Straße und dem heutigen Wiesbadener Weg (bzw. seiner östlichen Verlängerung) - also Südwestwest von der Platte aus, etwa 700 Meter entfernt; im Bild ein Stückchen der Hohle oberhalb des Wiesbadener Wegs. (<)


direkt unterhalb des Wiesbadener Wegs hangabwärts (Richtung Flurstück Obere Gewachsenestein)


Der Abstand zur Platter Straße beträgt nur etwa 100-150 Meter, auch verläuft ein wilder biker trail in direkter Nachbarschaft, von der Platte mit Schlenker über den Gewachsenesteiner Kopf. (<)


Hier geht mir das Herz auf :o)


Google Maps find ich ja eher doof, aber mir scheint, dieser Hohlweg ist
tatsächlich - mit etwas abweichendem Verlauf - dort eingezeichnet!



Die größte Tiefe des Hohlwegs beträgt etwa drei Meter. (<)


Im unteren Bereich der Hohle gibt es am Hang (im Bild rechts) starke Geländeverformungen. Hier war möglicherweise einst ein Steinbruch? Im Lidar-Scan dieses Areals sind weiterhin einige runde Vertiefungen zu erkennen, die man als Pingen deuten kann - das wäre ein Hinweis auf Bergbau. Letztere muss ich mir bei Gelegenheit gezielt anschauen.
Und ja: In besagtem Areal gab es einst eine römische Siedlung. Ich bekomme nicht zusammen, wie jene in die heute noch sichtbaren Geländeformen passt.


zurück zum Hohlweg - unterer Abschnitt, deutlich flacher


Das flache Endstück der Hohle trifft auf den (nur in diesem Blog so genannten) Unteren Rentmauerweg. Links geht's direkt zur Platter Straße, jenseits des Weges, im Flurstück Oberer Gewachsenestein,  schließt ein flaches Altwegbündel an = der aufgefächerte Übergang zur Platter Straße.

Die Platter Straße war einst der Wiesbadener Abschnitt der Hühnerstraße (Richtung Limburger Becken). Ab Platte bis zu Nordfriedhof gibt es zahlreiche alte Wegrinnen in den angrenzenden Waldbereichen, meist östlich zum heutigen Verlauf verschoben - ein spannendes Thema für sich! 

Weitere Posts zum Thema Hohlwege gibt es hier.
Alte Rheingauer Straße

Theißtal-Mix (2016-20)

Mit jener umfangreichen Bilderserie gehört das (überwiegend Niedernhauser) Theißtal zu den Taunusarealen, die in diesem Blog durch Fotos am besten repräsentiert sind - ein Grund, noch mehr zu zeigen. Da hinter dem Theißtal-Link oben detaillierte Beschreibungen zu finden sind, halte ich's im Folgenden bei den Bildkommentaren eher kurz. Die Bildreihenfolge ist grob talabwärts sortiert.

in Quellnähe: Blick vom unteren Theißtalweg die Gasleitungsschneise entlang zur (naturgeschützten) Theißwiese und Hoher Wald


Selbe Blickachse andersrum, vom Weher Weg aus; der gegenüberliegende Hang gehört zum Rambacher Berg Rassel.


"In der untern Theiß"


Verbindungsweg von "In der untern Theiß" zum Unteren Theißtalweg; auf der anderen Talseite führt dieser Weg als Goßweg zur Kreuzung Rennpfad/Kellershohl.


Boah, den hier hab ich im Blog tatsächlich mal als "Grenzsteinweg" verlinkt - das ist keine amtliche Bezeichnung!! Hier entlang geht's aus dem Theißtal in den Cäsarshaag.


Diese kleine Wiese am Unteren Theißtalweg hat für mich eine gewisse Prägnanz, da ich bei meiner allerersten Tour in's Theißtal (im März 2016) hier umhergestromert bin.


im nördlichen Talhang: Schönwässerchen


Noch weiter oben im Hang: Über die Route "Keiler" gelangt man vom Theißtal zur Hohen Kanzel.


Blöder Brunnen am Theißtalsee - blöd, weil außer den Mitgliedern des Angelsportvereins niemand Zutritt zu diesem Bereich hat. Abgesperrt. Das finden alle total doof.


Theißtalsee


Mauerreste der ehemaligen Pappendeckelfabrik "Lumpenmühle"


Blick zur Theiß


im südlichen Talhang den Hahnberg hinauf: markantes Teilstück des Vogelpfads


auf der nördlichen Talseite: Weher Weg mit Gedenkstein "Arbeitsdienstweg"


Rundweg "Forelle" im unteren Theißtal


Ähnlich - diese Ecke ist nicht weit vom Jacobipark entfernt.


Theißbach im unteren Theißtal


am unteren Theißtal mit Blick vom Nordhang zum Hahnberg


In der Ecke gibt es einen Walddistrikt "Wiesbadener Weg", dort guck ich immer mal wieder nach diesem flachen Hohlweg.


Am Waldrand Wiesbadener Weg mit Blick über's untere Theißtal; links in der Ferne sind einige Gipfel des Vordertaunus zu sehen (bei den beiden größten tippe ich auf Staufen und Judenkopf).


am Talende mit den Theißtalbrücken (A3 und ICE)


Hier drüber braust der ICE nach Köln. Das Theißtal ist aber viel schöner als Köln.

Wo ein Weg ist (VIII) - Kesselbachweg

- Teil dieser Serie mit Waldwegen

Es gibt im Blog weitere Posts über das Kesselbachtal.


Kesselbachweg kreuzt Wiesbadener Weg (hier auch Taunushöhenweg)


 Kesselbachweg Höhe Wehener Wand (links), hier auch Wanderroute "gelber Balken (2)"


ähnlich


 dito, andere Blickrichtung


ähnlich


  etwas weiter unten; etwa hier verläuft die Grenze zwischen Taunusstein (bisherige Fotos) und Wiesbaden (folgende)


 prägnante Kurve oberhalb der zwei Kesselbachweiher


 Kesselbachweg am oberen Teich


 unterhalb der Teiche, kurz vor der Gabelung in "Unterer Kesselbachweg" und "Oberer Kesselbachweg; auffallend finde ich hier den Allee-artigen Charakter mit Kastanienbäumen zumindest auf einer Seite - offenbar ein durchaus traditionsreicher Weg.


Unterer Kesselbachweg Höhe Bleidenstadter Kopf Richtung Fischzucht bzw. Aarstraße; hier quasi "Zwangsholzernte" nach den üblen Sturmschäden Anfang August 2017