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Chausseehaus - Georgenborn - "Diebsweg"

Diese Wanderung, überwiegend im Dotzheimer Waldgebiet, lässt sich gut über die Wege beschreiben:

Karl-Mollath-Weg - Kornweg - Dotzheimer Weg - Weißer Weg (ehemals "Diebsweg")
(Januar 2025)

Vom Chausseehaus ging's zunächst über den Karl-Mollath-Weg (im Hintergrund) Richtung Joseph-Baum-Haus. In der Nähe der Streitwiese verlaufen parallel zum Mollath-Weg alte Wegrinnen, die offenbar zur Lahnstraße gehören (Route Wiesbaden - Kemel - Lahnstein). 


Heute habe ich mir erstmals den Verlauf des Mollath-Wegs nördlich vom Joseph-Baum-Haus angeschaut, im Flurstück Erlenborn. Er bietet Anschluss an den Kornweg.  


Zwischen der heutigen Lahnstraße und dem Kornweg gibt es ein teils recht tiefes Hohlwegbündel = originale Wegrinnen der historischen Lahnstraße - mehr dazu siehe dort


Abstecher in den östlichen Rumpelskeller - hier mit temporärem Schmelzwasser-Bach


Der Hauptquellarm des Weilburger Bachs entspringt im Südhang der Hohen Wurzel, und fließt durch den Rumpelskeller. So gesehen zeigt das Bild einen Abschnitt des oberen Weilburger Tals


zurück auf dem Kornweg - hier die westliche Verlängerung zum Ortsrand Georgenborn


Teichanlage mitten in Georgenborn... einige Wohngrundstücke grenzen mit Garten oder sogar Hauseingang direkt an - wie schön!


Am Georgenborner Friedhof hat der Dotzheimer Weg seinen westlichen Beginn; das Bild zeigt einen Wegabschnitt im Eichelgarten (nahe Langwies). 


Südlich der Langwies kreuzt der Dotzheimer Weg den Lippbach. Ich nehme an, dass der Bach hier einst kanalisiert wurde - im aktuellen Zustand ist der Dotzheimer Weg völlig durchnässt und eigentlich nicht nutzbar. 

Der Dotzheimer Weg endet an der Alten Rheingauer Straße, nahe Klingengrund.
Auffälligkeit: Der Dotzheimer Weg liegt praktisch in einer Linie mit dem historischen Diebsweg (Wie). Der Diebsweg verband Schierstein über Dotzheim mit der Alten Rheingauer Straße, der Dotzheimer Weg wiederum bot die Verlängerung nach Georgenborn. 


Weißer Weg zwischen Klingengrund/Hämmereisen - entspricht etwa der Route des historischen Diebsweges. 


Weißer Weg am Golfplatz "Rheinblick" mit Alfred-Schumann-Hütte


Im angrenzenden Flurstück Pfuhl ist ein schmales Bündel von Altwegen zu erkennen - ich interpretiere diese als Originalspuren des Diebsweges. 


Der Weiße Weg vom Fichtenkopf nach Dotzheim ist hässlich geteert und verfügt zum Glück über parallele Pfade. 

Der südliche Teil des Diebswegs verlief laut Egon Eichhorns Altstraßenkarte etwa gleichlaufend mit der heutigen Freudenbergstraße. 
Diebsweg (Wie)

Alte Rheingauer Straße #3 - Frauenstein & Dotzheim

Dieser Post ist Teil #3 einer Ende 2025 entstandenen Fotoserie über die Alte Rheingauer Straße: 

#3: Frauenstein & Dotzheim

Hinter diesem Link sind alle Artikel am Stück zu sehen. 

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Von Eltville bzw. Walluf kommend, erreicht die Alte Rheingauer Straße nach circa 5-6 Kilometern am Friedwald "Terra Levis" die Gemarkungsgrenze Wiesbadens. Nachfolgend zeige ich den Straßenverlauf bis zur Krauskopfstraße nahe Joseph-Baum-Haus (ca. 4 km). 

Im Flurstück Nonnenrech gibt es ein breites Altwegbündel - der Lidar-Scan legt nahe, dass es Originalspuren der Alten Rheingauer sind. Im Bild sind im Verlauf des Pfades rechts neben der Bank leichte Bodenwellen zu erkennen - besser habe ich die Rinnen nicht fotografiert bekommen.
Da der Friedwald "Terra Levis" genau um dieses Waldstück erweitert wurde, wäre es für mich vielleicht eine Option, später unter der historischen Rheingauer Straße beigesetzt zu werden. Wie man hier im Blog sieht, finde ich sie recht faszinierend, ein guter und vertrauter Ort. 


Die Alte Rheingauer Straße verläuft durch's Areal des Terra Levis.


Bald trifft sie auf den Felsen Grauer Stein und die Ludwig-Schwenck-Hütte. 


zwischen Spechtesteinkaut (links) und Koppel (rechts)


Jenseits der L 3441 trennt die Alte Rheingauer Straße die Flurstücke Eichelgarten (links) und Kohlhag (rechts). In diesem Abschnitt gibt es schwach erkennbare Parallelspuren zum befestigten Forstweg, aber das müssen nicht zwangsläufig jahrhundertealte Wegspuren sein. 


Im Bereich "Auf der Unter"...


... gibt es links ...


... und rechts von der Alten Rheingauer Verläufe im Gelände, die man als alte Parallelspuren interpretieren kann. Hier ist im Hintergrund nun die Wiese "Auf der Unter" persönlich zu sehen, dahinter liegt das obere Lippbachtal


Wenige hundert Meter später mündet von rechts der Weiße Weg ein. Dieser scheint mir, basierend auf der Eichhorn-Karte, etwa dem Verlauf vom historischen Diebsweg zu entsprechen (kommt von Schierstein, etwa via Freudenbergstraße). 

War ich bisher im Frauensteiner Wald unterwegs, geht's nun weiter in der Gemarkung Dotzheim


Am Klingengrund ist die Rheingauer in ihrer heutigen Form als geteerter Wirtschaftsweg ausgebaut - und bereits mehrfach in diesem Blog vertreten. Viel spannender: In dem links/nördlich angrenzenden Grünstreifen ist eine prägnante alte Wegrinne zu erkennen. In diesem Bild ist es eher noch ein kleines Rätsel: Während am Rand ausgewachsene Bäume stehen, sind in der Mitte viel jüngere versammelt - das war bis vor einigen Jahrzehnten die Wegtrasse der Alten Rheingauer Straße, und erst mit Anlage der befestigten modernen Parallelstraße ist diese mutmaßliche Originalspur allmählich verbuscht. 


Rund 100 Meter weiter marschiert, ist die vertiefte alte Wegrinne gut zu erkennen.  


Die Alte Rheingauer Straße kreuzt am Klingengrund einen Quellarm des Weilburger Bachs. Im Hintergrund macht die Straße eine markante Kurve... 


... und rechts an dieser Kurve ist ein etwa einen Meter vertieftes altes Wegstück zu sehen (am Hüttenhag).


ähnlich links von der Straße im Distrikt Brücher


Die Alte Rheingauer Straße in ihrer heutigen Form trennt die Flurstücke Brücher (links) und Hüttenhag (rechts).


Der Rheingauer Pfad kreuzt.


Die letzten rund 200 Meter der Rheingauer bis zur L 3038/Krauskopfstraße sind eher unauffällig - links von ihrem befestigten Verlauf gibt es nochmals eine nicht mehr genutzte Parallelspur. 

Weiter geht's dort ab Joseph-Baum-Haus vorbei am Schläferskopf zur Eisernen Hand

unterwegs im Dotzheimer Wald

- Anfang März '24 -

Startpunkt war die Bushaltestelle Schlossallee in Georgenborn, nahe Friedhof. Im Foto Blick vom Dotzheimer Weg nach Osten, im waldigen Bereich links saftelt sich der Rechtebach zusammen.


Dotzheimer Weg nach Osten


Kleiner Abstecher zur Langwies' bzw. Langwiese; hier fließt der frisch aus dem Rotekreuzkopf-Südhang entquollene Lippbach entlang.


Am mittleren Abschnitt des Dotzheimer Wegs, im Flurstück Eichelgarten, sind mir heute erstmals diese kleinen Quelltümpel aufgefallen.


Etwas weiter unten sickert bzw. fließt das Wasser grad den Dotzheimer Weg entlang - der ist hier natürlich sehr matschig und im Grunde nicht mehr nutzbar. Querliegendes Sturmholz tut sein Übriges dazu. Im Stadtplan noch als Hauptweg eingezeichnet, ist dieser Abschnitt des Dotzheimer Wegs inzwischen eher etwas für Forschende mit Gummistiefeln.


Der Oberlauf des Lippbachs kreuzt den Dotzheimer Weg. Ich bin hier schon einige Male entlang gelaufen, kann mich allerdings nicht daran erinnern, in der Vergangenheit über einen so breiten Wasserlauf hüpfen zu müssen. Für mich geht das Lippbachtal irgendwie südlich der Alten Rheingauer Straße los, aber eigentlich gehört diese Senke zwischen Schnepfenbusch und Eichelgarten bereits dazu.


Dotzheimer Weg, unterer Abschnitt


Von rechts mündet hier der Dotzheimer Weg in die Alte Rheingauer Straße, links hat's die Wiese "Auf der Unter".

War ich bis hier in den Gemarkungen Schlangenbad und Frauenstein unterwegs, geht's nun im Dotzheimer Wald weiter:



Im Lippbachtal mit Blick den Hang vom Hämmereisen hinauf - hier stand vor wenigen Jahren noch ein schöner Fichtenwald.


im Distrikt Hämmereisen mit Blick über's Lippbachtal hinweg zum Flurstück Beilstein


kleiner Schlenker zur Luja-Hütte am Weißen Weg


Im Westhang vom Hämmereisen - heute ist mir aufgefallen, wie segmentiert einzelne Bereiche dieses Distrikts mit verschiedenen Baumarten bepflanzt sind. Gut, mit den Fichten hat's nicht geklappt, es gibt noch einen kleinen Kiefern/Brombeeren-Bestand, oben ist Buchenwald zu sehen, in Richtung Golfplatz dominieren in einem dunklen Eck wieder eher dichtgesetzte Nadelbäume.


Im Gipfelbereich vom Hämmereisen sind verstreut kleine Quarzblöcke zu sehen - durch die Anhöhe zieht sich ein kleiner Quarzgang. Auf alten Karten ist das Flurstück Hämmereisen als Berg eingezeichnet, passend dazu gibt es noch heute einen trigonometrischen Punkt - ein "verschwundener Berg".


Alfred-Schumann-Hütte am Weißen Weg


Blick über den blöden Golfplatz zum Frauensteiner Berg "Spitzer Stein" mit Aussichtsturm


Wasserbehälter bzw. Pumpstation (?) an der Bergnase Fichtenkopf


Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier schonmal war - diese Schneise verläuft östlich vom Fichtenkopf zum Dotzheimer Waldfriedhof (der befindet sich rechts auf der Anhöhe).


Parallel zum Weg fließt ein Nebenarm des Weilburger Bachs. Aus den mir vorliegenden Karten geht nicht klar hervor, um welches Flurstück es sich hier handelt - möglicherweise südlicher Bereich Weißer Berg?


Räuberstein (im unteren Weilburger Tal nahe Kappesmühle)


Dotzheimer Steinkopf von der Siedlung Schelmengraben aus herangezoomt


Der Schelmengraben höchstselbst - wenn ich eine für mich neue Stelle entdecke, labere ich schamlos alle möglichen Leute an, ob sie etwas darüber wissen. Zwei Herren berichteten mir von der alten Dotzheimer Ziegelei (der Flurname "Ziegelhütte" und die "Ziegelhüttenstraße" erinnern daran). Dabei waren sie sich sicher, dass dieser große Graben damit zu tun hatte. Im Lidar-Geländescan sieht's allerdings eher nach einem Erosionsphänomen aus (Runse?). Auf der 1819er-Militärkarte ist der Graben bereits eingezeichnet, vielleicht wurde er bald auch mit Wegen versehen.
Ein gelbes stilisiertes "R" am Baum sagt uns, dass hier ein Rheinsteig-Zuweg entlangführt.