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Alte Rheingauer Straße #3 - Frauenstein & Dotzheim

Dieser Post ist Teil #3 einer Ende 2025 entstandenen Fotoserie über die Alte Rheingauer Straße: 

#3: Frauenstein & Dotzheim

Hinter diesem Link sind alle Artikel am Stück zu sehen. 

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Von Eltville bzw. Walluf kommend, erreicht die Alte Rheingauer Straße nach circa 5-6 Kilometern am Friedwald "Terra Levis" die Gemarkungsgrenze Wiesbadens. Nachfolgend zeige ich den Straßenverlauf bis zur Krauskopfstraße nahe Joseph-Baum-Haus (ca. 4 km). 

Im Flurstück Nonnenrech gibt es ein breites Altwegbündel - der Lidar-Scan legt nahe, dass es Originalspuren der Alten Rheingauer sind. Im Bild sind im Laufe des Pfades rechts neben der Bank leichte Bodenwellen zu erkennen - besser habe ich die Rinnen nicht fotografiert bekommen.
Da der Friedwald "Terra Levis" genau um dieses Waldstück erweitert wurde, wäre es für mich vielleicht eine Option, später unter der historischen Rheingauer Straße beigesetzt zu werden. Wie man hier im Blog sieht, finde ich sie recht faszinierend, ein guter und vertrauter Ort. 


Die Alte Rheingauer Straße verläuft durch's Areal des Terra Levis.


Bald trifft sie auf den Felsen Grauer Stein und die Ludwig-Schwenck-Hütte. 


zwischen Spechtesteinkaut (links) und Koppel (rechts)


Jenseits der L 3441 trennt die Alte Rheingauer Straße die Flurstücke Eichelgarten (links) und Kohlhag (rechts). In diesem Abschnitt gibt es schwach erkennbare Parallelspuren zum befestigten Forstweg, aber das müssen nicht zwangsläufig jahrhundertealte Wegspuren sein. 


Im Bereich "Auf der Unter"...


... gibt es links ...


... und rechts von der Alten Rheingauer Verläufe im Gelände, die man als alte Parallelspuren interpretieren kann. Hier ist im Hintergrund nun die Wiese "Auf der Unter" persönlich zu sehen, dahinter liegt das obere Lippbachtal


Wenige hundert Meter später mündet von rechts der Weiße Weg ein. Dieser scheint mir, basierend auf der Eichhorn-Karte, etwa dem Verlauf des historischen Diebsweges zu entsprechen (kommt von Schierstein, etwa via Freudenbergstraße). 

War ich bisher im Frauensteiner Wald unterwegs, geht's nun weiter in der Gemarkung Dotzheim


Am Klingengrund ist die Rheingauer in ihrer heutigen Form als geteerter Wirtschaftsweg ausgebaut - und bereits mehrfach in diesem Blog vertreten. Viel spannender: In dem links/nördlich angrenzenden Grünstreifen ist eine prägnante alte Wegrinne zu erkennen. In diesem Bild ist es eher noch ein kleines Rätsel: Während am Rand ausgewachsene Bäume stehen, sind in der Mitte viel jüngere versammelt - das war bis vor einigen Jahrzehnten die Wegtrasse der Alten Rheingauer Straße, und erst mit Anlage der befestigten modernen Parallelstraße ist diese mutmaßliche Originalspur allmählich verbuscht. 


Rund 100 Meter weiter marschiert, ist die vertiefte alte Wegrinne gut zu erkennen.  


Die Alte Rheingauer Straße kreuzt am Klingengrund einen Quellarm des Weilburger Bachs. Im Hintergrund macht die Straße eine markante Kurve... 


... und rechts an dieser Kurve ist ein etwa einen Meter vertieftes altes Wegstück zu sehen (am Hüttenhag).


ähnlich links von der Straße im Distrikt Brücher


Die Alte Rheingauer Straße in ihrer heutigen Form trennt die Flurstücke Brücher (links) und Hüttenhag (rechts).


Die Alte Rheingauer Straße kreuzt den Rheingauer Pfad.


Die letzten rund 200 Meter der Rheingauer bis zur L 3038/Krauskopfstraße sind eher unauffällig - links von ihrem befestigten Verlauf gibt es nochmals eine nicht mehr genutzte Parallelspur. 

Weiter geht's dort ab Joseph-Baum-Haus vorbei am Schläferskopf zur Eisernen Hand

unterwegs im Frauensteiner Wald

 Mitte November '23, ein kleiner aber hübscher Spaziergang von Schlangenbad-Georgenborn nach Wiesbaden-Frauenstein:

Nonnenstein im Nonnenbuchwald am Rheinsteig nahe Georgenborn


Der Rheinsteig trifft auf's obere Rechtebachtal.


im Flurstück Spechtesteinkaut


Den hier haben wir im Blog aber schon oft gesehen! - Grauer Stein


Alte Rheingauer Straße am Terra Levis (Blick entgegen der Laufrichtung)


An der Kreuzung Alte Rheingauer Straße/Gebück-Wanderweg hat's im Quellbereich des Erlenbachs die abgebildete kleine Wasseransammlung. Diese ist auf einer Karte des Frauensteiner Waldes von 1840 sogar prominent eingezeichnet. In einer Karte von 1865 wiederum steht an dieser Kreuzung "Entenpfuhl", ebenso auf der Karte von Georg Schott (circa 1912). Da ich im Lidar-Scan in diesem Areal keine andere teichartige Vertiefung sehe, nehme ich an, dass genau dieser kleine Teich der in den alten Karten vermerkte Entenpfuhl ist. Heutzutage zieht sich von hier zum Birkenkopf hin ein Flurstück namens Entenpfuhl - offenbar nach dieser größeren Pfütze benannt!


Suderwiese (NSG)


Blick in den Graben des Erlenbachs


Im unteren Erlenbachtal - meine Freundin hat selten die Geduld zu warten, wenn ich ein Foto mache, und latscht mir manchmal in's Bild.


unterer Beginn Schlangenpfad

Frauensteiner Quarzgang (Grauer Stein & Co)

Zwischen Frauenstein und Schlangenbad zieht sich ein Quarzgang durch den Boden, wobei der Frauensteiner Teil etwa 4 Kilometer lang ist. Das Schöne dabei: Es gibt diverse Stellen, an denen das Quarzgestein durch Verwitterung aus dem umgebenden Erdreich herausgearbeitet wurde. Am bekanntesten ist wohl der Graue Stein, auch in diesem Blog bereits mehrfach vertreten. Es sind aber noch weitere Felsen (mehr oder weniger) bekannt, die in der folgenden (im Frühling 2020 entstandenen) Fotoserie gezeigt werden. Vollständigkeit ist damit aber immer noch nicht erreicht...

Bevor ich nun mit dem eigentlichen Post loslege, möchte ich noch auf den Artikel von Günter Sterrmann "Die Quarzgänge von Wiesbaden" hinweisen, herausgegeben in "Streifzüge durch die Natur von Wiesbaden und Umgebung" (Nassauischer Verein für Naturkunde). Weitere Publikationen Herrn Sterrmanns sind in meiner Quellenliste bei den Webseiten zu finden. Jenes Material ist the real deal zu dieser Thematik! Zurück nach Frauenstein:


Besagter Quarzgang hat seinen südöstlichen Beginn am/im Frauensteiner Berg Spitzer Stein. Es gibt dort alte Quarzsteinbrüche und im Nordhang einige aufgeschlossene Quarzfelsen, hier ohne Foto.

Die benachbarte Burg Frauenstein ist auf einem Sporn des Quarzganges errichtet (der Fels hat laut Sterrmann die Höhe von 10-12 Metern).


Eine weitere Felsformation befindet sich etwa 1 Kilometer nordwestlich, etwa auf Höhe der Revierförsterei Frauenstein. Dieser Fels ist direkt von der L 3441/Georgenborner Straße zu sehen.


ähnlich


Der nordwestlich in nur 200 Metern Entfernung gelegene Nachbar krönt eine kleine Anhöhe, die einst Koppel genannt wurde. In manchen Karten ist Koppel auch der Name des Felsens (was ich gerne hier im Blog übernehme). Heutzutage heißt der gesamte Walddistrikt bis hoch zum Grauen Stein "Koppel".


Koppel


So wie ich verstehe, stehen die Begriffsvarianten Koppel, Kippel, Köppel und Küppel für Kopf/Kuppe. Beim Betrachten des abgebildeten oberen Teils vom Frauensteiner Felsen Koppel denke ich an "Köpfchen" - so kann ich mir den Namen gut merken.


Ähnlich - gehen wir von hier weiter nach Nordwest Richtung Parkplatz Monstranzenbaum, kommen wir an einigen kleineren Felsen und Felsblöcken vorbei.


Jenseits des Parkplatzes hat's nach rund 200 Metern am Rheinsteig diesen eher kleinen Felsen.


Etwa 200 Meter weiter nordwestlich befindet sich eine größere Formation - der direkte Nachbar des Grauen Steins. Dieser Felsen wird bisweilen als "Beilstein" bezeichnet, die zuständige Försterei jedoch hat mir bestätigt, dass dieser Name falsch ist. Es gibt in der Nähe den Wanderparkplatz "Beilstein", und einige Wandersleut verbinden mit diesem Namen offenbar den abgebildeten Felsen. "Beilstein" ist jedoch der östlich benachbarte Walddistrikt. Im dortigen Osthang befindet sich ebenfalls ein hübscher (Schiefer-)Felsen, den kennt nur kaum jemand.
Jetzt wird's kompliziert: Es gibt sehr wohl einen Felsen namens Beilstein, der liegt jedoch im Wald bei Glashütten


nochmals der "graue Nachbar"


Detail


ähnlich


Grauer Stein, südlicher Teil


ähnlich


Grauer Stein auf der Rheinsteig-Seite




Hier habe ich versucht, den Grauen Stein von einer frisch kahlgeschlagenen Fläche im Koppel in seiner kompletten Länge abzubilden.


"Rückseite", also vom Rheinsteig abgewandte Seite des Grauen Steins - sehr beliebt bei Kletterern


... und Boulderern.


Vom Grauen Stein per Rheinsteig weiter nach Georgenborn passieren wir zunächst die Schwenk-Herrmann-Hütte. Im anschließenden oberen Bereich des Rechtebachtals hat's viele kleine Gangquarzbrocken.


Auf einer alten militärischen Karte ist der abgebildete Felsen als Nonnenstein bezeichnet - ein etwa 4 Meter hohes Gangquarzgebilde, rund 300 Meter vom Georgenborner Ortsrand entfernt im nordöstlichen Bereich vom Nonnenbuchwald. Im Lidar-Scan auf windrosen.hessen.de ist in direkter Nachbarschaft ein Steinbruch zu erkennen (den habe ich aber noch nicht in natura begutachtet).

Westlich von Georgenborn und des Walluftals setzt sich der Quarzgang fort, und hat bei Schlangenbad z.B. mit den im Adelheidtal liegenden Felsbrocken oberflächliche Ausformungen.
Grauer Stein Grauer Stein

Wiesbaden-Mix (April/Mai)

Frühling 2020 - vieles, womit man sonst so seine Freizeit verbringt, war in diesen Monaten Corona-bedingt nicht möglich. Das hatte den positiven Effekt, dass meine Freundin (bei Boulder-Entzug) häufiger Lust hatte, mit mir in den Wald zu gehen. So ergaben sich zwischen meinen aufwändigeren Solo-Touren in den Rheingau bzw. Hinterlandswald einige kürzere Ausflüge in das Wiesbadener Umland, die sich zeitlich auch mal flexibel vor meinen beruflichen Kram legen ließen. 


Grauer Stein, westliche Seite; die Perspektive täuscht - verglichen mit W. links unten scheint 
der Felsen im Vordergrund monströse 20-30 m hoch zu sein (sind aber nur 12).


Hügelgrab in Flurstück Fasanerie


der Nebenhohlweg im Bossenwändchen (führt in's Weilburger Tal) - "Portrait" dieses Hohlwegs hier


Steuobstwiesen östlich am Kastanienberg (mit einem der Hesslocher "Haselnuss"-Rundwege)


am Flurstück "Im Schweiker" (östlich von Hessloch)


Aussichtseiche (Rambach); weitere "Baumprominenz" der Region hier


Auf der Rentmauer sind immer noch die Spuren des Waldbrands Ende August 2018 zu sehen.


Bergfeld stark herangezoomt von der Rentmauer aus


Hauptweg über den kleinen Berg bzw. das Flurstück Beilstein


ok - das hier gehört nicht zu Wiesbaden, sondern zu Taunusstein
kleiner Teich im Quellgebiet vom Roßbach (direkt am Mainzer Weg)