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Nerotal (Fotos 2017-20)

Alte Karten belegen, dass das Wiesbadener Nerotal bereits im 18 Jhd. kultiviert war, ein Stadtplan von 1799 beispielweise zeigt einen "Promenadenweg" im unteren Talabschnitt. Ab ca. 1900 wurde das Nerotal waldtouristisch stark aufgehübscht, und gilt als vielleicht das populärste Naherholungsgebiet Wiesbadens.
Die parkartigen Nerotalanlagen inmitten des Villenviertels spare ich aus, nachfolgend (und eigenlich immer hier im Blog) behandele ich nur den "Waldabschnitt" oberhalb der Nerobergbahn. Die Fotos sind grob talaufwärts sortiert mit einigem Hin und Her zwischen westlicher und östlicher Talseite. Ich bin mir nicht sicher, bis wo das Nerotal wirklich reicht - ich zähle den Krottenweiher noch dazu, oberhalb fängt der Rabengrund an.

Ich tendiere sicher dazu, bei meinen Erkundungen (und in diesem Blog) meinen Fokus puristisch auf Wald und Kultur-Wildnis zu richten, aber das Nerotal als inszenierte Kulturlandschaft in menschengesteuerter Natur finde ich auch nach vielen Jahren noch vielschichtig und spannend - einfach gut gelungen.

Vom Nordfriedhof führt der Hellkundweg hinab in's Nerotal. Ich kann nicht verstehen, warum die Wegweiser vor Ort "Helkundweg" lauten - auf sämtlichen amtlichen (auch historischen) Karten wird's mit Doppel-L geschrieben. Sowas nervt mich, weil abzusehen ist, dass es bald falsch in alle open source-Karten übernommen wird, und dann nicht mehr aus der Welt zu bekommen ist.


parallel dazu im Tal: Bachweg (a.k.a. "gelber Balken") auf Höhe der Sportplätze


Ähnlich - der links angrenzende Walddistrikt heißt "Untere Hellkund".


im Nerotal oberhalb der Sportanlagen


Im Nerotal fließt der Schwarzbach (hier an einer Stelle etwa Höhe Koch-Denkmal)


Felsformation westlich am Speierskopf - hier befindet sich auch ein Grillplatz.


Die Felsformation ist sehr schön, der Grillplatz eher nicht. 


derweil auf der westlichen Talseite: Hellkundweg am Spielplatz


An der Leichtweißhöhle mit den auffälligen "Walfischfelsen" - das ist ein Wort, das mir hier immer einfällt, also nichts Amtliches! Und ich weiß, dass Wale keine Fische sind :o)


Leichtweißquelle


Schutzhütte an der Leichtweißhöhle


Ab dort führt ein Weg nördlich vom Speierskopf den Hang hinauf (bald Teilstück der Route "Via Mattiacorum").


Oberhalb der Leichtweißhöhle übernimmt der Rundfahrweg.


In der Nähe der Höhle befindet sich die Felsformation "Heemskercks Ruh".


Heemskercks Ruh


ähnlich


Von der Heemskercks Ruh zurück auf den Rundfahrweg - man landet direkt am Krottenweiher.


Manchmal wird er auch "Schwarzbachweiher" genannt.


Krottenweiher

kurze Tour zum Kessel (am Würzburg)

Vor ein paar Jahren hat mich eine taunusbegeisterte Wiesbadenerin über den Blog angeschrieben, und mich auf die Qualitäten des Kessels als Aussichtspunkt hingewiesen. In der Vergangenheit hier und da mal gestreift, habe ich im April '20 eine Tour speziell dorthin unternommen. Die Bäume hatten bestenfalls kleine Blattknospen, so dass der kahlen Landschaft noch ein bisschen der Winter in den Knochen steckte. Im Sommer oder Herbst sind die Aussichten vom Kessel sicher reizvoller.

Heemskercks Ruh von unten


Heemskercks Ruh von oben


Rundfahrweg im oberen Nerotal am Krottenweiher


Weg hinauf im Flurstück Kessel (= quasi der Westhang vom Würzburg)



Aussicht vom Kessel nach Westen; vor uns liegt das Tal mit Christophelsrod/Wilhelmseiche. Das ist jener Bereich, in dem die Kabelschneise von der Platte zum Rundfahrweg verläuft (der Via Mattiacorum eiert da auch irgenwo umeinander).


westlicher Teil der Rentmauer


östlicher Teil der Rentmauer


Bleidenstadter Kopf und Hohe Wurzel


Der Schläferskopf ist vom Kessel aus auch zu sehen.


Das hier ist wahrscheinlich ein sehr seltenes Bildmotiv: Joseph-Baum-Haus mit Hallgarter Zange im Hintergrund.


am Felsensporn Würzburg


Graf-Hülsen-Weg trifft Idsteiner Straße.

WoE, 46. KW - #2

An besagtem Wochenende Mitte November war ich insgesamt etwa 16 Stunden im Wiesbadener Taunus unterwegs. Eine Fotoserie dazu ist frei über diese drei Posts verteilt.


im Katzbachtal bei Frauenstein


Flurstück mit dem etwas sperrigen Namen "Auf der Weilburger Bach" - da selbiger 
hier irgendwo entlangfliesst, gehört diese Wiese genaugenommen zum Weilburger Tal


Hirscheiche am Rheinhöhenweg + Gipfelbereich vom Berg Rassel


Dahlheimhütte am Kaiser-Wilhelm-Weg (zwischen Schläferskopf und Eiserne Hand)
- zahlreiche weitere Hütten sind hier zu finden - 




Ausblick von dort zum Rhein zwischen Wiesbaden und Mainz (stark herangezoomt)


auf'm Bingert mit Blick zum Kellerskopf


eines meiner Lieblings-Steinmännchen


Ecke Christophelsrod bzw. Wilhelmseiche


Wanderroute "schwarzer Balken" im Gipfelbereich der Anhöhe zwischen Steinhaufen und Trompeterberg; wir befinden uns hier auf dem Taunushauptkamm! 


Blick in den oberen Klingengrund; mittig im Bild, umsäumt von der Baumreihe, 
verläuft die Alte Rheingauer Straße


an der Felsformation Heemskercks Ruh (nahe Speierskopf/Nerotal)
- weitere Felsformationen gibt es hier zu sehen -


Blick vom Trompeterweg über die Kahlfläche im Fürstenrod Richtung Hoher Wald


im Flurstück Kessel mit Blick den südwestlichen Bergfuß vom Würzburg hinauf; 
eine ältere Bezeichnung für diese Bergnase lautet Langenberg
 (das benachbarte Flurstück "Langeberg" deutet noch heute darauf hin)


Quellbereich des Goldsteinbachs, oberhalb vom Goldsteintal; es gibt hier gelegentlich
ein Hinweisschild, dass dieses Areal nicht betreten werden darf - wobei ich mir erlaubt habe, 
am benachbarten Hochsitz stehend dieses Foto zu machen


Schützenhausweg am unteren Westhang vom Bleidenstadter Kopf
 (Richtung Fasanerie, noch oberhalb der Pagenstecherhütte)

Heemskercks Ruh

Felsen-Fan? - hier gibt es mehr davon :o)
 
Die Heemskercks Ruh ist eine Felsformation nahe Nerotal/Speierskopf/Rabengrund - auch die Leichtweißhöhle ist gar nicht weit entfernt. Mir liegen diverse Schreibweisen vor: Heemskerck's Ruh, Heemskerks Ruh, Heemskerck Ruh, auch Heemskerckruhe - ich liste das hier auf, damit dieser Post auch bei abgewandelter Schreibweise im www auffindbar ist.

links im Bild der Zugang vom Rundfahrweg zur Heemskercks Ruh; rechts ausserhalb des Bildes befindet sich der Krottenweiher zwischen Nerotal und unterem Rabengrund.


Kurz die Treppe hinaufgehüpft, kommt man direkt an der Heemskercks Ruh an.


Per Salzleckweg ist diese Stelle ebenfalls bestens zu erreichen.


selbe Stelle rückseitig


auch irgendwo dort, ein paar Schritte weiter


hier die Felsformation "von unten"


Man kann auf der Felsformation ein Stückchen Richtung Südwesten laufen, und landet schliesslich oberhalb der Felswand im Westhang vom Speierskopf. Ich nehme aber an, mit Heemskercks Ruh ist nur der oben abgebildete, östliche Zipfel der Felsformation bezeichnet.


zum Abschluss eines meiner ersten "Taunusfotos" vom März 2016 - mit seltsamer Farbgebung meiner ersten Kamera, aber hier sieht man ganz schön die fluffige Textur des Mooses