Posts mit dem Label Roßbach werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Roßbach werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Roßbach-Quellgebiet im Flurstück Großer Suder

Der Roßbach entspringt nahe der Hohen Wurzel, und mündet nach etwa 3 bis 4 Kilometern nordwärts bei Taunusstein-Bleidenstadt in die Aar. Die Fotos stammen von drei Touren (Januar und August 2020).

Auf der Katasterebene von windrosen.hessen.de ist dieses Flurstück "Große Suder" betitelt. Allerdings ist "Suder" meines Wissens maskulin, also der Suder, entsprechend Großer Suder. Bei Flurnamen halte ich es für denkbar, dass solch eine Variante entsteht etwa aus "der Große Suder", verknappt zu "Große Suder". Jedenfalls...


Östlich der Hohen Wurzel verläuft die Wasserscheide auf dem Taunushauptkamm südlich des Rheinhöhenwegs im Tannenstück. Im Bild ein Durchlass, welcher wohl das Regenwasser gebündelt von dort unter dem Rheinhöhenweg hindurch in den Großen Suder leitet - also hier sammeln sich quasi die ersten "Roßbacher Feuchtigkeiten".


Blick vom Rheinhöhenweg in's Flurstück Großer Suder




Zumindest im Januar sah ich hier viele nasse Stellen im Moos, der ganze Hang hat geradezu getrieft.


Das erklärt wohl auch den relativ guten Zustand der Fichten: Da sie auf durchfeuchtetem Quellgebiet stehen, macht ihnen die Trockenheit der letzten Jahre offenbar nicht viel aus, sie behalten ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen wie dem Borkenkäfer. 

Bla bla bla... ungefähr alle bisher gezeigten Fichten sind inzwischen - update März 2022 - abgeholzt!


im Großen Suder mit Blick zum Fernmeldeturm Hohe Wurzel


Eine Bedeutung des Wortes "Suder" ist wohl sinngemäß "durchnässtes Gebiet", 
assoziierte Begriffe scheinen zu sein "Sud" und "sudeln". Passt.


Nach einigen Hundert Metern verläuft ein Weg quer zum durchnässten Hang des Großen Suders. 
Hier sammelt sich das Wasser und wird gezielt geleitet in ... 


... diesen kleinen Teich (direkt am Mainzer Weg gelegen).


Die Wasserumleitung erspart den jungen Bäumen in der angrenzenden Plantage "nasse Füße".


In diesem Areal hat der eigentliche Bachlauf seinen Beginn, rechts nochmals der Fernmeldeturm.


selbe Stelle, Schwenk nach links


Anfang des Roßbachs


ein zweiter Querweg durch den Hang - jener Post knüpft (ab Bild 8) etwas unterhalb dieses Weges an


Eine als Reiterweg markierte Schneise führt zurück zum Rheinhöhenweg (im Rücken der Roßkopf)
Großer Suder Großer Suder Großer Suder

Rotekreuzkopf - Rumpelskeller - Quellgebiet Rossbach

Nach all den quasi ganztägigen Hinterlandswald-Trips der letzten Monate gab's heute (Mitte August 2020) eine organisatorisch wenig aufwändige Nachmittagstour in heimischen Gefilden! Es war prima Wetter, ich habe, obschon in bekanntem Terrain unterwegs, viele neue Eindrücke gesammelt, ergo viel fotografiert, und es wird wohl drei "Ableger" mit weiteren Bildern dieser Tour geben. 


Kornweg (nahe Knusperhäuschen, dem Startpunkt der Tour)


Hinter dem Hartig-Hain führt rechts ein etwas krumpeliger, 
aber schnurgerader Waldweg den unteren Hang vom Rumpelskeller hinauf.


Wiese bzw. Bejagungsschneise im Rumpelskeller mit Aussicht nach Süden: 
In der Bildmitte ist klein der Frauensteiner Berg Spitzer Stein zu sehen.


Gipfelbereich vom Rotekreuzkopf - mittig am Horizont sind zu sehen Hallgarter Zange und Kalte Herberge.


Von der Kunst, Gebückbäume zu sehen, wo es eigentlich keine gibt - stünde dieses Exemplar nicht am westlichen Ende vom Rumpelskellerweg, sondern im Bereich der ehemaligen Landwehr, würde ich behaupten, es sei ein alter Gebückbaum! Er hat die typische Wuchsform mit den verwachsenen, bodennahen Seitentriebstümpfen (auf der Rückseite ist ein weiterer)... allerdings ist mir nicht bekannt, dass es am Rotekreuzkopf ein Gebück gab. Diese Buche erscheint mir auch deutlich jünger als die echten Gebückbäume.


Auf dem Foto wirkt es gar nicht so, aber dieses Steinmännchen im Rumpelskeller ist, 
seit ich es zuletzt gesehen habe, auf stolze 1,80m Höhe angewachsen!


Windwurf im oberen Rumpelskeller


östlicher Abschnitt vom Rumpelskellerweg (Blick zurück)


Der Heidekopfweg bildet die Verlängerung vom Rumpelskellerweg über die Lahnstraße (wieder Blick zurück).


am Mainzer Weg im Tannenstück, quasi im Südhang der Hohen Wurzel, 
mit Ausblick nach Osten zum Großen Feldberg und Kleinen Feldberg (beide mittig in der Ferne zu sehen)


Der Mainzer Weg trifft auf den ehemaligen "Blettweg" - hier auch Rheinhöhenweg; im abgebildeten Waldstück Großer Suder befindet sich das Quellgebiet des Roßbachs.


Im Flurstück Großer Suder mit Blick zum Fernmeldeturm Hohe Wurzel


im Flurstück Großer Suder, am Oberlauf vom Roßbach
Zum Fotografieren steige ich gerne mal auf einen Baumstumpf. Kurz vor diesem Foto bin ich beim schwungvollen Hinabsteigen blöd umgeknickt und gestürzt, hatte also im Moment des Fotografierens noch einen ziemlichen Schrecken in den Knochen. Ich habe mir schließlich vor einigen Jahren mitten im Wald einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen, und das war echt  k a c k e.


Herzogsweg Höhe Roßkopf


Herzogsweg mit Anstieg zum Biegel


jenseits vom Biegel: Ochsenstück nahe Eiserne Hand und mutmaßliche Alte Rheingauer Straße
Och, ist der Hochsitz umgefallen? Also hier stand er noch.

Wiesbaden-Mix (April/Mai)

Frühling 2020 - vieles, womit man sonst so seine Freizeit verbringt, war in diesen Monaten Corona-bedingt nicht möglich. Das hatte den positiven Effekt, dass meine Freundin (bei Boulder-Entzug) häufiger Lust hatte, mit mir in den Wald zu gehen. So ergaben sich zwischen meinen aufwändigeren Solo-Touren in den Rheingau bzw. Hinterlandswald einige kürzere Ausflüge in das Wiesbadener Umland, die sich zeitlich auch mal flexibel vor meinen beruflichen Kram legen ließen. 


Grauer Stein, westliche Seite; die Perspektive täuscht - verglichen mit W. links unten scheint 
der Felsen im Vordergrund monströse 20-30 m hoch zu sein (sind aber nur 12).


Hügelgrab in Flurstück Fasanerie


der Nebenhohlweg im Bossenwändchen (führt in's Weilburger Tal) - "Portrait" dieses Hohlwegs hier


Steuobstwiesen östlich am Kastanienberg (mit einem der Hesslocher "Haselnuss"-Rundwege)


am Flurstück "Im Schweiker" (östlich von Hessloch)


Aussichtseiche (Rambach); weitere "Baumprominenz" der Region hier


Auf der Rentmauer sind immer noch die Spuren des Waldbrands Ende August 2018 zu sehen.


Bergfeld stark herangezoomt von der Rentmauer aus


Hauptweg über den kleinen Berg bzw. das Flurstück Beilstein


ok - das hier gehört nicht zu Wiesbaden, sondern zu Taunusstein: 
kleiner Teich im Quellgebiet vom Roßbach (direkt am Mainzer Weg)

verschwindende Wege im Sonnenschein

- eine kleine Tour Mitte Januar '20 entlang der Schlagworte Winterbuche - Köhlerei - Tummelsberg


Route "schwarzer Punkt" nahe Chausseehaus zum Schläferskopf


Im "Georgenborner Stück", etwa ab der Hagwiese, verläuft ein verwilderter Weg parallel zum "schwarzen Punkt" Richtung Wassertretstelle. Auffallend sind die Steinmarkierungen (eine unten rechts). Im Zusammenhang mit diesem Post hat mir ein Herr Schlotter den Hinweis gegeben, dass es sich dabei um Forstgrenzsteine (Jagensteine) handelt.


Oberhalb der Wassertretstelle/Vinzenz-Preissnitz-Hütte verläuft
ein verwilderter Abschnitt der Alten Rheingauer Straße westlich 
am Schläferskopf vorbei nach Norden zur Eisernen Hand. 
Auffallend sind auch hier diverse Forstgrenzsteine.


große Eiche an der verwilderten Alten Rheingauer Straße


Heute ist mir erstmals aufgefallen, dass in diesem Abschnitt zwei bis drei Wege parallel zur Alten Rheingauer verlaufen. Bei unbefestigten Hohlwegen gab es wohl häufig alternative Wegführungen zum Ausweichen - so offenbar auch hier.


Rechts im Bild, grad am Baum vorbei, führte wohl einst eine Abzweigung von der Alten Rheingauer auf den parallel verlaufenden Weg.


 Alte Rheingauer Straße oberhalb vom Gerlach-Weg


An der Kreuzung Alte Rheingauer Straße/Route "roter Punkt" (also zwischen Schläferskopf und Dahlheim-Hütte) geht ein Reitweg nach Norden zum Biegel ab, exakt parallel zur Winterbuchschneise. Markierung "RV" = Verbindungsweg zum Rheinhöhenweg


Im Bild von rechts kommend trifft der mit "RV" markierte Weg südlich am Biegel auf den Rheinhöhenweg bzw. auf die "Winterbuchkreuzung". Eine Karte von 1925 verzeichnet an der mit Fichten bepflanzten Ecke rechts eine "Winterbuche" - damit erschließt sich mir endlich der Name "Winterbuchschneise" (mir war stets unklar, was ein "Winterbuch" sein könnte :o). Da an dieser Kreuzung also einst die Winterbuche stand, verwende ich in diesem Blog nunmehr den Namen "Winterbuchkreuzung" - auch wenn es keine offizielle Bezeichnung ist! 


Selbe Kreuzung mit Blick nach Südwesten; das benachbarte Flurstück Winterbuch beherbergte einst etliche Kohlemeilerplätze und wohl auch Wohnhütten für Köhler. Im Bild rechts zu sehen ist ein Weg, der direkt zu den Meilerplätzen am Tummelsberg bzw. Katzenlohkopf führt (der links abgebildete Rheinhöhenweg und der Herzogsweg wären Umwege dorthin).


 mutmaßlicher "Köhlerweg" zwischen Biegel und Roßkopf


 Kurz vor dem Roßkopf kreuzt unser "Köhlerweg" den Bleidenstadter Rundweg "rote Kirche".


Zwischen Roßkopf und Roßbach biegt ein Reitweg nach Südosten Richtung Rheinhöhenweg.


Querverbindung zum Mainzer Weg mit Quellgebiet des Roßbachs, Flurstück Großer Suder: Ich war heute das erste Mal hier - selbst im eher tristen Januar ein sehr schönes Fleckchen! Von dieser Stelle aus ist zwischen den Fichtenstämmen hindurch der etwa 500 Meter entfernte Fernmeldeturm Hohe Wurzel zu sehen.


 oberes Roßbachtal; in der Bildmitte ist eine entfernte Fichtenkultur zu sehen, dahinter verläuft der Rheinhöhenweg.


zurück zum "Köhlerweg" - hier weiter nach Westen den Roßbach kreuzend


Westlich vom Roßbach bildet der "Köhlerweg" die Grenze zwischen Seitzenhahn und Bleidenstadt; 
im Bild ein Grenzstein mit der Inschrift "SH" - offenbar für Seitzenhahn.


Im weiteren Verlauf nach Westen kreuzt der Grenzweg die Wanderroute "blauer Punkt", danach löst er sich gewissermaßen auf, und ich bin querfeldein weitergelaufen. Dabei habe ich zwei Stellen passiert, die wie einstige Meilerplätze aussehen (entsprechende Geländeverformung im Foto leider kaum zu erkennen).


Hier traf laut Karte einst der Grenz- bzw. "Köhlerweg" auf das westliche Ende vom Herzogsweg.
 Rechts eine Infotafel zur Köhlerei und den Meilerplätzen am Tummelsberg
(der Tummelsberg ist eine kleine Bergnase vom Katzenlohkopf bzw. der Hohen Wurzel?)


in der Nähe: ehemaliger Steinbruch Tummelsberg, direkt an der L 3037


Die günstigste Gelegenheit, zur gegebenen Uhrzeit einen Bus zurück nach Wiesbaden zu erwischen, schien mir die Haltestelle "Wambacher Mühle" zu sein - auf dem Weg dorthin via Grenzweg Hangenstein


Dieser Grenzweg trennt die Gemarkungen Taunustein und Schlangenbad und verläuft - quasi am oberen Rand vom Hangenstein entlang - schnurgerade nach Westen hangabwärts Richtung Kuckuckslei. Im Hintergrund der Bärstadter Kopf. 
Alte Rheingauer Straße Alte Rheingauer Straße