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Kalte Herberge

Der Oestrich-Winkeler Berg Kalte Herberge ist die höchste Erhebung im Rheingauer Taunuskamm. 
Fotos von 2018.
 

Blick von der Bubenhäuser Höhe: mittig am Horizont leicht gewölbt die Kalte Herberge, der ausgeprägtere Gnubbel links davon ist die Hallgarter Zange, rechts am Bildrand die südlichen Hänge vom Erbacher Kopf
Anmerkung 2020: inzwischen mischt sich in den grünen Farbmix recht viel Braun, sehr viele Fichten sind abgestorben und gefällt.


Ich gebe zu, dass ich von diesem Motiv drei Variationen im Blog habe, aber da hat's mir gut gefallen: 
Rheinhöhenweg vom Erbacher Kopf kommend, und kurz vor'm ...


... Kasimirkreuz nordöstlich von der Kalten Herberge; 
der Baum links ist ein (namenloses) Naturdenkmal,
von diesem Wegkreuz gehen sieben Wege ab.


Hier der Panoramablick vom Kasimirkreuz nach Süden: links geht's zum Nordhang der Hallgarter Zange (bzw. Ringmauer), der Weg rechts verläuft zwischen Nordhang der Kalten Herberge und dem Äpfelbachhang (im Randgebiet vom Hinterlandswald). Und wenn es hier nicht die Hohe Straße ist, dann geht dieser Weg zumindest bald in selbige über. Der Weg mittig hat vier Bezeichnungen: Hans-Rothe-Weg, Rheinhöhenweg, sowie Renn- oder Fulderweg (taucht unter diesem Namen auch bei Hausen v.d.H. auf) - dort entlang im Post weiter:


Hans-Rothe-Weg im Osthang der Kalten Herberge (Blick zurück)


Die Kalte Herberge ist kein ausgeprägter "Aussichtsberg", aber hier und da gibt es Lücken im Baumbestand - hier mit Blick nach Osten zum Rhein (dem Knick im Fluß nach zu urteilen Ecke Walluf/Budenheim/Mombach)
weitere Anmerkung 2020: Fernsicht gegeben durch ausgedehnte Kahlflächen 


Hans-Rothe-Weg am Südosthang Kalte Herberge, schon nahe Hallgarter Zange (im Rücken)


Hier führt eine alte Rückegasse den Osthang zum Gipfelbereich hinauf.


Gipfelbereich Kalte Herberge


Schild dort


Dieses Ding ist beschriftet mit "Französischer Hauptdreieckspunkt Kadelsberg" - möglicherweise der trigonometrische Punkt der Kalten Herberge (habe sonst keinen gefunden)


kleiner Ortswechsel in den westlichen Bergfuß: Naturdenkmal Grauer Stein (weitere Felsen hier)


Von dort nach Osten zum Gipfelbereich bringt uns die Hohe Straße (wahrscheinlich eine Altstraße) ...


... mit dem Förster-Orlopp-Denkmal en passant.
(weitere Gedenksteine hier)


wieder zurück im Gipfelbereich Kalte Herberge (hier gibt es auch eine Wegbezeichnung... ich würde sagen "rote Schnepfe"); der Weg rechts führt weiter in den...


... Südhang


im Südhang mit Blick zurück zum Gipfelbereich


Rheinhöhenweg im Südhang Kalte Herberge


Bei einer Tour habe ich mich vom oberen Kisselbachtal der Kalten Herberge genähert
 - entsprechend hier eine sonnendurchflutete Herbstimpression im Osthang.


ebenfalls im Osthang - dieses Foto wurde vom Grenzweg zwischen Eltville und Oestrich-Winkel aus gemacht, und zeigt einen Hohlweg, der sich zum Kasimirkreuz hochzieht


Aussicht vom Berg Kalte Herberge Richtung Osten zum Hochtaunus - im Bild beschriftet u.a.: Altkönig, Atzelberg (der dortige Fernmeldeturm ist schwach zu erkennen), und Kellerskopf, Rossert. Das hier mit Langestück (bei Wildsachsen) beschriftete Fleckchen dürfte eher ein Feld bei Erbsenacker sein.

Radtour zur Kalten Herberge

Oestrich-Winkel - Rabenkopf - Kalte Herberge - Ringmauer Hallgarter Zange etc.

Die Route für diese Radtour ging vom Rhein (Bhf. Oestrich-Winkel) zur höchsten Erhebung im Rheingau, der Kalten Herberge, dann abends wieder nach Wiesbaden, insgesamt knapp 40km. Erst auf dem Weg habe ich realisiert, dass ich mir quasi das Maximum an zu erradelnden Höhenmetern ausgesucht habe. Ich bin nicht sportlich, aber mit etwas Zeit an einem freien Tag kann man sowas schon mal bewältigen.


Wanderroute "schwarzer Punkt" bei Oestrich-Winkel mit Blick auf den Taunuskamm; links der Rabenkopf, dann (links vom Strommast) die Anhöhe um den Grauen Stein (etwas zurückgesetzt), rechts vom Mast Frankensteiner Rech, und ganz rechts Hallgarter Zange + Nebengipfel mit Ringmauer


Wanderroute "schwarzer Punkt" etwa Höhe Kornsmühle


einer von zwei verpachteten Teichen bei der Freizeitanlage Pfingstbachwiesen
(über eine Absperrung hinweg etwas herangezoomt)


Pfingstbachwiese


Ruhepunkt auf dem Klostersteig mit Blick in den Graben vom Pfingstbach; 
auf diesem Abschnitt musste ich komplett schieben (also das Fahrrad)


ohne Fahrrad: auf der Suche nach dem trigonometrischen Punkt auf dem Rabenkopf;
es gibt auffallend viel Geröll hier, teils schienen mir die Steine bearbeitet (Gemäuer?)... 
- kommt im Wald nicht oft vor, aber hier fand ich es etwas unheimlich


Naturdenkmal Grauer Stein an einem Westausläufer des Berges Kalte Herberge, mit Blick auf den Gebück-Wanderweg bzw. die Hohe Straße; (leider leicht zu verwechseln mit anderen Grauen Steinen im Taunus)

Ein Foto vom ebenfalls in dieser Ecke befindlichen Förster-Orlopp-Denkmal 
habe ich zu den anderen Gedenksteinen gesellt.

Gipfelbereich Kalte Herberge


kleiner Teich an Forstweg zwischen Kalter Herberge und Ringmauer Hallgarter Zange;
hier in der Nähe gibt es ein Hohlwegbündel Richtung Kisselbachtal bzw. Kloster Eberbach


Blick von der Kahlfläche an der Ringmauer Hallgarter Zange nach Südosten Richtung Wiesbaden/Mainz


Wiese am Rheinsteig bzw. Schiemannweg im Möhrhölzchen mit Aussicht
(zwischen Unkenbaum und Kloster Eberbach)


etwa eine Stunde später, Blick zurück: Hallgarter Zange und Kalte Herberge 
am Horizont von der Saarstraße in Wiesbaden aus

Erbacher Kopf - Kalte Herberge - Hallgarter Zange

Die folgenden Fotos sind bei einer Tour Ende Juni 2018 entstanden. Inzwischen (Sommer 2020) sind große Areale aller drei Berge kahl, manche Stellen sind nicht wiederzuerkennen.


Parkplatz Bittereiche bei Hausen vor der Höhe, links die namensgebende Förster-Bitter-Eiche


Rheinhöhenweg am Erbacher Kopf


Rheinhöhenweg Richtung Kalte Herberge


kurz vor'm Kasimirkreuz


im Osthang des Berges Kalte Herberge, Blick nach Südosten zur Rheinebene


Gipfelbereich Kalte Herberge


Rheinhöhenweg im Osthang der Kalten Herberge Richtung Hallgarter Zange


im Nordhang des Berges Hallgarter Zange


Blick vom Aussichtsturm auf der Hallgarter Zange in die Rheinebene nach Ingelheim und Oestrich


zwischen Hallgarter Zange und dem östlichen Nebengipfel (Ringmauer) 


im Hang südlich der Ringmauer Hallgarter Zange


Unkenbaum (nahe der Oestrich-Winkeler Siedlung "Am Rebhang")


Wiese am Rheinsteig a.k.a. Schiemannweg im Flurstück Möhrhölzchen
(zwischen Unkenbaum und Kloster Eberbach)



Blick von einem benachbarten Wiesensegment zur Hallgarter Zange (links am Horizont)


Nahe einer Bernharduskapelle macht der Rheinsteig einen kleinen Schlenker zum Steinberg.


Blick etwa vom Kloster Eberbach zum Honigberg

Tour zum Äpfelbachhang & Rheingauer Gebück

Unterwegs im Rheingaugebirge Ende Oktober '23 - je mehr man von einer Waldregion kennt, desto interessantere Touren kann man planen. Im Großen und Ganzen war ich an den folgenden Stellen bereits, konnte bei dieser Wanderung dennoch einige neue Facetten kennenlernen.

Im Distrikt Siebenborn, westlich von der Hallgarter Siedlung "Am Rebhang", bin ich diese teils unwegsam-verwilderte Schneise bergan gelaufen - mit dem Gefühl, jeden Moment einem nervösen Wildschwein zu begegnen. Ich sehe keinen Grund, hier nochmal langzugehen.


Klostersteig oberhalb der Siedlung Am Rebhang


An der Route "roter Punkt" gibt es beidseitig alte Hohlwegrinnen.

Bis hier war die Wanderung konditionsmäßig ziemlich finster, für diese ersten zwei Kilometer brauchte ich eine ganze Stunde. Zum Glück wurde es im Folgenden besser...



Im Osthang der Hallgarter Zange, ziemlich direkt neben dem Gasthof mit Turm und Kletterwand, gab es einst einen Steinbruch. Das Gelände dort ist stark verformt, und es liegen hier und da kleine Steinwände offen (die Routen "roter Punkt" bzw. "roter Balken" führen direkt daran vorbei).


Quizfrage: Was ist das? (Fundstück auf der Hallgarter Zange, im Bild etwa 5-fach vergrößert)


Aussicht vom Osthang der Kalten Herberge (Hans-Rothe-Weg/Taunushöhenweg/Rheinhöhenweg): Das vollständige Panorama geht bis in den Vordertaunus, hier sind lediglich Erbacher Kopf (vorne dominant links), Hohe Wurzel (mittig) sowie Großer und Kleiner Feldberg (ganz hinten rechts) abgebildet.


Rheinhöhenweg im Südhang der Kalten Herberge


markantes Plätzchen im Südhang Kalte Herberge


Forstweg im Westhang Kalte Herberge, Bereich Hermannsborn; große Teile der Kalten Herberge sind kahl, aber dazwischen gibt es durchaus noch zusammenhängende Flächen mit Fichtenbestand. Schön.


Gebück-Wanderweg im Äpfelbachhang; wenn wir annehmen, dass etwa hier das Rheingauer Gebück verlief, dann gehört das Areal links (mit dem Quellgebiet des Äpfelbachs) zum östlichen Randbereich des Hinterlandswaldes!


Gebück-Wanderweg im Äpfelbachhang (~ Westhang der Kalten Herberge) mit auffälliger Geländeverformung


Im Äpfelbachhang hat's zur Kalten Herberge hinauf einen schönen Fichtenbestand mit eingestreuten Felsen (dieser ist etwa drei Meter hoch).


im oberen Äpfelbachhang


Mapper Schanze, fotografiert von der nördlichen "Außenseite"; wenn man seinerzeit hier vom Hinterlandswald in den Rheingau eindringen wollte, musste man entweder dieses Bollwerk oder das benachbarte Gebück überwinden.


Quellbereich des Ernstbachs


Hier hat das Hohlwegbündel vom Bossenhain Richtung Kloster Eberbach seinen Beginn (und dort gibt es einen kompletten Post dazu).


Hinterlandswaldstraße Richtung Hausen/Bittereiche


umgestürzter Gebückbaum an der Hinterlandswaldstraße (vor etwa drei Jahren konnte ich ihn noch lebend fotografieren - klick)


Im Wolfsrück an der Phillips Ruh geht ein Stichweg ab vom Gebück-Wanderweg zu einem kleinen (abgesperrten) Feld mit historischen Gebückbäumen, im Bild sind einige Exemplare herangezoomt. Ich finde diese Szenerie fremdartig-beeindruckend, stelle aber frustriert fest, dass die alten Dinger allmählich auseinanderfallen. Verdammt - auch diese mindestens 250 Jahre alten Bäume kenne ich noch mit intakten Stämmen! Wir erleben den Verfall der letzten Gebückbäume, und bin nicht amüsiert.


Dieser Gebückbaum hat ebenfalls innerhalb der letzten drei Jahre einen großen Ast verloren.
Ernstbach