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Senderschneise / Mittelschneise / Grenzschneise

Bei einigen Wanderungen 2021 bin ich gezielt bestimmte sehr lange Wege und Schneisen im Hochtaunus abgelaufen, um eine bessere Orientierung in den Nordhängen des östlichen Feldbergtaunuskamms zu bekommen: Elisabethenschneise, Viermärkerschneise, Ferdinandweg, und nun eine über 5km lange Schneise, die zwischendrin nicht nur ihren Namen wechselt, sondern teils für den selben Abschnitt verschiedene Namen hat: Senderschneise bzw. Mittelschneise bzw. Grenzschneise. Die Reihenfolge der Bilder verläuft vom Taunushauptkamm am Kolbenberg gerade nach Nordostost, dann weiter nach Südostost. Bilder entgegen der Laufrichtung sind mit einem "(<)" gekennzeichnet.

Besagte Schneise hat ihren Beginn am Sendemast auf dem Kolbenberg - vor Ort ausgeschildert als Senderschneise


Senderschneise kreuzt Viermärkerschneise am Gipfelbereich vom Kolbenberg.


Auf ich-geh-wandern.de ist der östlich anschließende Abschnitt als Mittelschneise bezeichnet.


Fichtenbestand an der Mittelschneise/Senderschneise, kurz bevor sie die Elisabethenschneise kreuzt (<)


Ein Stückchen östlich vom Ferdinandweg markiert die Schneise die alte Grenze zwischen Bad Homburg und Dornholzhausen - heutzutage hinfällig, da Dornholzhausen inzwischen zu Bad Homburg eingemeindet wurde. 


weiter nach Osten zum Metzgerpfad


Blick vom Metzgerpfad zurück in die Grenzschneise (<)


grad jenseits vom Metzgerpfad: Grenzschneise auf dem Kellerberg


im Osthang vom Kellerberg (<)


Nahe Habigsborn a.k.a. Eschbachquelle macht die Schneise einen Knick, und ändert ihre Richtung nach Südostost, wodurch sie quasi die Form eines Bumerangs erhält. Im Bild die Grenzschneise nördlich am Bleibeskopf (<).


Östlich am Bleibeskopf markiert die abgebildete Schneise weiterhin die ehemalige Grenze zwischen Dornholzhausen und Bad Homburg (hier als "blauer Punkt" gekennzeichnet). Südlich parallel dazu verläuft ein wiederum als "Mittelschneise" bezeichneter Weg, allerdings hat jene Mittelschneise keinen direkten Anschluss an die in diesem Post behandelte Sender-/Mittel-/Grenzschneise.


Endstück der Grenzschneise Richtung Gestüt Erlenhof (zu Dornholzhausen)

vom Großen Feldberg nach Oberursel

unterwegs im Hochtaunus Anfang November 2021:

Großer Feldberg - Kolbenberg - Viermärkerschneise - Lindenberg - Goldgrube - Oberursel

Startpunkt der Tour war die Bushaltestelle Windeck, von dort ging's weiter durch den Westhang des Großen Feldbergs über den Fuchstanzweg zum ...


... Feldbergborn (vorne rechts).


Ehrenmahl des Taunusklubs im Nordhang vom Feldberg


Ehrenhain nahe am Parkplatz Stockborn - so wie ich verstehe, bildeten diese Steine mit dem vorher gezeigten Holzkreuz plus Bronzetafel einst ein Ensemble. Diese drei Quarzitfelsen wurden wohl nach dem Weltkrieg an ihren heutigen Platz versetzt.


Limeswanderweg zwischen Stockborn und Sandplacken


ehemaliger Standort des Limes-Wachpostens am Mittelberg (WP 3/52) mit rekonstruiertem Turmfundament


in unmittelbarer Nähe: der heute noch erkennbare Limes


Taunushöhenweg nahe Sandplacken


Oberurseler Hütte am Sandplacken


Limes östlich am Kolbenberg und nördlicher Beginn der Viermärkerschneise;
da letztere im Mittelpunkt dieser Wanderung stand, habe ich viele Fotos davon gemacht - Ableger dazu hier.



im Südosthang vom Kolbenberg mit Blick nach Süden zu den Altenhöfen


Die Weiße Mauer kennt jede und jeder. Aber die (hier stark herangezoomte) "Weiße Mauer 2", ein östlich benachbartes kleines Geröllfeld ohne Weganschluss - im NSG! -, wird sehr leicht übersehen. 


Viermärkerschneise zwischen Viermärker und Schellbachtal


ähnlich


Schellbachweg im Schellbachtal


auf der Viermärkerschneise im unteren Hang vom Lindenberg mit Blick zurück in's Schellbachtal


Reste des Ringwalls vom Heidetränk-Oppidum auf der Goldgrube


kleines Plateau im Ostbereich der Goldgrube mit Aussicht nach Bad Homburg


Von dort zieht sich im Osthang der Goldgrube der Goldgrubenfelsen hinab.


östliches Endstück der Viermärkerschneise


Blick in den Metzgerpfad


jenseits des Taunusinformationszentrums: eine der Custine-Schanzen


vor der langen Busfahrt Villa Gans -> Wiesbaden kurz noch in's Gebüsch mit Blick auf den Geroldspfad

Viermärkerschneise

Auch wenn die Viermärkerschneise ihren nördlichen Beginn direkt am ehemaligen Limes nahe Sandplacken hat, hat sie mit den Römern nichts zu tun (der namensgebende Grenzstein stammt vielmehr aus dem frühen 19. Jhd.). Sie verläuft über etwa 5-6 km nach Süd-Südost-Ost und endet bei Oberursel nahe Frankfurter Forsthaus. Praktisch die gesamte Schneise ist Teil der Grenze zwischen den Gemarkungen Bad Homburg (in vielen Bildern links der Schneise) und Oberursel (entsprechend rechts).
Bei einer Wanderung Anfang November 2021 bin ich die Viermärkerschneise komplett abgelaufen:

Beginn der Viermärkerschneise auf dem Taunushauptkamm, östlich vom Sandplacken am Kolbenberg. Quer im Vordergrund zieht sich der Siegfried-Rumbler-Weg (= Grenzstein-Rundwanderweg) durch's Bild, rechts hat's den auf dem Limes platzierten Dreimärker.


im Osthang vom Kolbenberg


Viermärkerschneise weiter nach Süden, südöstlich vom Kolbenberg;
im Hintergrund mittig sind die Altenhöfe zu sehen



ähnlich


der namensgebende Viermärker höchstpersönlich


vom Viermärkerstein nach Südostost Richtung Schellbach/Lindenberg


ähnlich


Ankunft im Schellbachtal


die Südschulter des Lindenbergs hinauf - hier kreuzt die Viermärkerschneise erstmals den Mathkreuzweg


auf dem Lindenberg mit weiterem Markstein


weiter zum ...


... Mathkreuz am Bergsattel zwischen Lindenberg und Goldgube
(und zweite Kreuzung von Viermärkerschneise und Mathkreuzweg)



Viermärkerschneise am Berg Goldgrube


einer der "Adelheidsteine" an der Schneise, gelegen zwischen Goldgrubenfelsen
und östlichem Rand des einstigen Heidetränk-Oppidums



Weiter verläuft die Viermärkerschneise steil den Osthang der Goldgrube hinab - parallel zum langgezogenen Goldsteinfelsen, und ziemlich verwildert. 


nahe Goldgrubenstollen und Ahornschneise mit Blick zurück die Viermärkerschneise hinauf


vom Stollen weiter nach Osten zur ...


... Kreuzung mit dem Metzgerpfad (Blick zurück) - links ein Tümpel, welcher auf ich-geh-wandern.de mit "Kaulquappen" beschriftet ist.


Die gerade Fortführung der Schneise östlich vom Metzgerpfad wird in Karten eher weggelassen, weil weitgehend verwildert. Sie endet nördlich vom ...


... Frankfurter Forsthaus (wobei es sich beim hier abgebildeten Weg um den Metzgerpfad handelt).