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Trompeterberg ?

Ich war ziemlich aus dem Häuschen, als ich auf einer Karte von 1819 (https://www.lagis-hessen.de/img/hkw/s3/3_41.jpg) die nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung "Trompeterberg" gefunden habe. Laut dortiger Beschriftung ist der "Trompeterberg" die (zu Sonnenberg gehörende) Anhöhe zwischen Steinhaufen und Rassel. Allerdings habe ich das zunächst falsch interpretiert, und dachte, der Trompeterberg sei der Bergrücken, über den die Wanderroute "schwarzer Balken" parallel zum Trompeterweg verläuft (zwischen Idsteiner Pfad und Rennpfad, siehe unten) - von dort stammt die Bilderserie mit den ersten zehn Fotos.

Klarer wurde mir die Sache auf der geologischen Karte "Platte 1879" und den dazugehörigen Erläuterungen. Dort wird ein Höhenzug von Rentmauer bis Judenhaag (Hahnberg) beschrieben - u.a.:
"Seine höchsten Punkte liegen zwischen dem Jagdschloss Platte und Dorf Niedernhausen, in welchem Theile der Trompeter im District Bauernkrug [heute Bauernhag] 1735 Fuss und östlich davon die Rassel 1719 Fuss erreicht". Die entsprechende Karte zeigt die Höhenangabe 1735 für eine Anhöhe ~700 Meter westlich der Rassel an. Sie befindet sich etwa in der Mitte des Rennpfads zwischen Trompeterweg und heutiger Achteckhütte. Im folgenden Foto also zeigt die Beschriftung den südwestlichen Nebengipfel, der eigentliche Trompeterberg ist die hinter dem Wellborn sichtbare Anhöhe.



Teil des Wiesbadener Taunuskamms vom Bingert aus:
Platte, Steinhaufen, Trompeterberg, Wellborn, Rassel



Zunächst Bilder vom südwestlichen Nebengipfel, aufgenommen zwischen Mai 2018 und November 2020:

Zugang zum südwestlichen Teil vom Trompeterberg: Idsteiner Straße trifft auf den Trompeterweg.


Von dort führt ein Weg als "schwarzer Balken" markiert über den flachen Bergrücken.


ähnlich etwa zwei Jahre früher


ähnlich


Zugang von Nordosten (auch "schwarzer Balken"), nahe Kreuzung Trompeterweg/Rennpfad; in der Bildmitte geht's nach rechts über den Bergkamm, geradeaus gelangt man krumpelig zum Kohlenmeilerweg wie drei Bilder weiter unten gezeigt.


bisschen Nadelbaumbestand im östlichen Teil der Anhöhe


Fichten und W. im Südhang


Der Nadelbaumbestand zieht sich bis zum Kohlenmeilerweg hinab - hier kurz vor seiner "dunklen Ecke".


Blick den Südhang hinauf


im Bild eine Stelle, die man als Teil des Westhangs vom Trompeterberg betrachten könnte - Weg westlich parallel zum Trompeterweg nahe Trinkwasserwald im Fürstenrod


Hier sehen wir die oben erwähnte Kreuzung mit Loipe HK (unten links), Rennpfad/Rheinhöhenweg zum Achteck (der bilddominierende Weg), Wanderroute "schwarzer Balken" (rechts) und Trompeterweg (nicht sichtbar, da Standort beim Fotografieren). Der "schwarze Balken" führt zum oben gezeigten Nebengipfel, der Rennpfad führt zum eigentlichen Trompeterberg. Im Bild sieht man also grad den Sattel zwischen beiden Anhöhen, und das Beste: diese Stelle ist Teil des Taunushauptkamms!


Weiter geht's zum eigentlichen Gipfel des Trompeterbergs (Fotos vom Juli 2021):

Rennpfad/Rheinhöhenweg am Gipfelbereich des Trompeterbergs


Gipfel des Trompeterbergs


alter Forstweg am Gipfel (sonst ist hier nicht viel los)


Standort Achteck am Rennpfad mit Blick aus der anderen Richtung zum Trompeterberg

Idsteiner Straße

Im Taunus verlaufen diverse Altstraßen. Einige davon werden auch heute noch als Straßen genutzt, andere sind inzwischen zumindest abschnittsweise verschwunden, oder fristen ein Dasein als Forst- oder Wanderwege. Eine sicherlich jüngere dieser Altstraßen ist die Idsteiner Straße, welche weitgehend mit der Gemarkungsgrenze zwischen Wiesbaden-Nordost und Sonnenberg gleichläuft. Sie beginnt im Stadtbereich Wiesbadens, führt an BKA, Eigenheim und Bahnholz vorbei, ab Höhe Bahnholzer Kopf geht sie gleich mit der Wanderroute "schwarzer Punkt". Und bebildert weiter:


Bahnholzeiche links im Bild; rechts ausserhalb des Bildes trifft
der Heuweg aus Sonnenberg kommend auf die Idsteiner Straße


etwas oberhalb des Waldparkplatzes Idsteiner Straße


An dieser Hütte geht links der Graf-Hülsen-Weg ab Richtung Platte/Steinhaufen.
Rechts führt die Idsteiner Straße weiter zur ...




Von dort aus geht eine befestigte Forststraße am Würzburg vorbei - quasi die gefühlte Verlängerung der Idsteiner Straße. Ihr tatsächlicher Verlauf allerdings zweigt an der abgebildeten Stelle rechts ab, entsprechend der Wanderroute "schwarzer Punkt".


einer von diversen Grenzsteinen am Rand der Idsteiner Straße - wobei dieser Abschnitt wohlgemerkt diesen Namen nicht mehr trägt... hier ist einfach Wanderroute "schwarzer Punkt"


Wanderroute "schwarzer Punkt"; links sind vage die hell schimmernden Wuchshüllen
einer jungen Baumkultur im Osthang vom Würzburg zu erkennen


Im Flurstück Brücher verläuft quasi parallel zur Idsteiner (links) ein Biker Trail (rechts).


Idsteiner Straße im Flurstück Brücher - ziemlich unbefestigte Matschpampe


Anmerkung März 2020: Hierzu hatte ich zuerst ziemlichen Unfug geschrieben. Im Zusammenhang mit diesem Post gab mir der Leser Stefan Schlotter den Hinweis, dass es sich hierbei um einen Jagenstein handelt, also einen Forstgrenzstein. E steht für Erbenheim, die Zahl benennt keine Entfernung, sondern wohl eine Flurabteilung bzw. einen Waldabschnitt.


Hier trifft die Wegführung der alten Idsteiner den Graf-Hülsen-Weg (links),
und verläuft im Bild mittig als Idsteiner Pfad weiter nach Norden.


Idsteiner Pfad


Kochhüttenweg geht rechts Richtung Osten ab.


Kreuzung Idsteiner Pfad/Herzogsweg: links der weitere Verlauf der Idsteiner Straße (immer noch Wanderroute "schwarzer Punkt"), mittig der Kohlenmeilerweg zum Achteck, rechts der Herzogsweg nach Osten


hohlwegartig im Flurstück Bauernhag, östlich vom Berg Steinhaufen


alter Straßenbelag


Die Wanderroute "schwarzer Punkt" trifft auf den Trompeterweg.


selbe Stelle andersrum: das Schild "Landschaftsschutzgebiet" steht scheinbar mitten auf der ehemaligen Idsteiner Straße, rechts Trompeterweg Richtung Platte/Steinhaufen

Achteck


schematische Darstellung vom Achteck; eigentlich ist es ein Neuneck - der alte Verlauf des 
oberen Rasselwegs ist jedoch sehr verwildert, und kann leicht übersehen werden


vom Trompeterweg kommend über den Rheinhöhenweg zum Achteck, mit Blick Richtung Rassel


Achteckhütte und rechts Oberer Theißtalweg bzw. Loipe "K" (das K steht für Kellerskopf)


Achteckhütte mit der abgeknickten Loipe "HK" (HK für Hohe Kanzel)


vom Achteck nach Osten: links Rheinhöhenweg bzw. Rennpfad den Westhang der Rassel hinauf,
rechts Alter Kellerskopfweg Richtung Trockenborn/Kellersbachtal/Kellerskopf


selber Standpunkt, nur ~180° gedreht (und sieht trotzdem komplett anders aus):  links Rasselweg nach Süden, rechts Kohlenmeilerweg zur Platte


ähnliche Perspektive, hier rechts noch mit dem Rennpfad a.k.a. Rheinhöhenweg nach Westen (über den "Trompeterberg" zum Trompeterweg)


Achteck etwa von der Loipe "K" aus - zu sehen sind:
- scharf links Rheinhöhenweg zur Rassel und
- Alter Kellerskopfweg (zum Trockenbornweg)
- "Weg Nr. 9" = alter Verlauf des oberen Rasselwegs
- mittig-links Rasselweg (sonnig-braun schimmernd)
- rechts direkt daneben Kohlenmeilerweg
- halbrechts (mit Holzpolter) Rheinhöhenweg/Rennpfad nach Westen
- rechts überbelichtete Loipe "HK" zum Kalteborn und als ... 
- Weg in's obere Theißtal

Wo ein Weg ist - Fotos Frühling 2016

Beim Sichten meiner frühesten Waldfotos von vor knapp zwei Jahren (März/April 2016) bin ich auf diverse jpgs gestoßen, die dem Blog noch ein paar Dinge hinzufügen können.


Verbindungsweg vom Kellersbachtal zum Rasselweg im Flurstück Rainchen, Dörrrod-Wiese im Rücken


an der Wegkreuzung Kochhüttenweg/Rasselweg, etwa 500 m südlich von der Rassel,
hier Blick in den östlichsten Abschnitt des Kochhüttenweges



Ich habe innerhalb weniger Tage ungeplant zweimal fast dasselbe Foto gemacht,
konnte mich aber nicht entscheiden, welches mir besser gefällt. 



Links ist der selbe Wegabschnitt zu sehen wie auf den beiden vorherigen Bildern, nur vom anderen Ende betrachtet. Es handelt sich hierbei um die östliche Verlängerung des Kochhüttenwegs, ist aber beschildert mit "Rasselweg". Nicht sehr logisch. Der Rasselweg verläuft über rund einen km von Süden nach Norden Richtung Rassel, und es gibt dazu eine geradlinige Fortführung für das letzte Stück den Hang der Rassel hinauf bis zum Achteck. Wieso sollte der Rasselweg plötzlich kurz vor der Rassel mit einem scharfen Knick den Kochhüttenweg nach Osten verlängern?
Logisch wäre also: Der Kochhüttenweg führt von Westen nach Osten bis zum Herzogsweg (= die Stelle im Bild), der Rasselweg verläuft vom Brücherweg nahe Heppenrod nach Norden Richtung Rassel und endet am Achteck.


selber Standort, selber Tag, entgegengesetzte Blickrichtung:
Herzogsweg Richtung Osten zum Trockenbornweg


Kohlenmeilerweg vom Achteck Richtung Herzogsweg bzw. Platte


Herzogsweg ab Platte Richtung Osten 
(nach rund 4 km gelangt man an die Stelle im vorvorherigen Bild)


Graf-Hülsen-Weg unweit der Idsteiner Eiche; rechts ausserhalb des Bildes steht ein Schild "Brücherweg". Ab hier nach links führt der Brücherweg (bzw. seine Verlängerung) zur Habelsquelle.


ganz andere Ecke: Winterbuchschneise vom Elzeweg Richtung Schläferskopf


von der "Böhm-Bank" hoch zur Kahlfläche im Tannenstück (quasi Osthang Hohe Wurzel);
ist dieses der Startbereich der ehemaligen Rennrodelbahn?


Bärenherz Lebenswäldchen am Fuß vom Kellerskopf im Flurstück Stiehlhecke