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Tour mit Barbarastollen und Landgraben (Einrich)

Im Landgraben war ich erstmals bei jener Wanderung, und hatte nach dem nur kurzen Abstecher dorthin direkt den Eindruck: Das ist eine echt besondere Ecke im Taunus! 

Die Hauptstationen bei dieser Wanderung Anfang Oktober 2025 waren:

Rückershausen - Mudershausen - Barabarastollen
 - Landgraben - Maiblumenlai - Sandkopf

(also westlicher Hintertaunus, Katzenelnbogener Hochfläche, Einrich)

Ab Rückershausen bin ich zunächst die Aarstraße Richtung Norden gelaufen. Nach rund 400 Metern ging's links auf einen Wirtschaftsweg, in den drei Runsen münden: Wehrgraben, Dachsgraben und Doppelgraben.  

im Doppelgraben


Blick von der benachbarten Wiese über das Aartal hinweg zum Sauerbornswald


Kleines Tal südöstlich an Mudershausen angrenzend - soweit ich weiß, hat es keinen Namen, und es fließt kein Bach dort. 


Eingangsbereich Barbarastollen = größter und zentraler Stollen der Grube Zollhaus. Einen Ableger mit weiteren Fotos dazu hat's dort. Rechts im Hintergrund zieht sich eine große Runse den Hang hinauf. 


Der Walddistrikt heißt passend "Die tiefen Gräben" (südlich angrenzend gibt es noch ein erheblich größeres Runsensystem!). 


Am Feldrand in der Nähe des Friedhofs Mudershausen: Hier etwa müsste sich ein Hügelgrab befinden. 


Weiter ging's durch's Wickenstück nach Norden zum Landgraben = oberer Teil vom Schliembachtal. 


Obskures Bauwerk im mittleren Landgraben. Auf Mudershausen.de, Abteilung "wieso, weshalb, warum", sehe ich im Artikel über Kalksteinabbau im Landgraben ein Foto, welches dieses Bauwerk zeigt. Dort wird es als Sturzrampe beschrieben, über welche abgebauter Kalkstein zum Weitertransport verladen wurde. 
Um dieses Areal besser zu "verstehen", muss man offenbar in die Historie einsteigen. Hier gibt es eine eigentümliche Sehenswürdigkeit neben der nächsten... 


... so z.B. direkt gegenüber eine große Übertage-Grube, hier der Eingang. 


Die Karte auf "ich-geh-wandern.de" verzeichnet in dieser Grube eine "Schluchthöhle". Noch weiß ich nicht, wo genau diese Höhle sich hier befindet.


Rund 300 Meter den Landgraben hinauf, hat's eine zweite mächtige Übertage-Grube. Diese ist etwas kleiner, und hat, soweit ich sehe, keinen direkten Zugang. Ich finde das alles hier ziemlich spannend! :o)


Weiter bergan im Landgraben am Oberlauf des Schliembachs


Im Bereich Maiblumenlai fallen weitere Geländeverformungen auf - im Bild z.B. so etwas wie ein Hohlweg. Das Stollennetz der Grube Zollhaus zieht sich bis hier oben hin (und weiter noch bis unter Allendorf), es gibt um die Maiblumenlai herum einige ehemalige Stolleneingänge. 


Maiblumenlai


Vom Sportplatz Allendorf/Berghausen führt der Sprudelweg zum... 


... Sandkopf (Einrich), hier am Gipfelbereich.


Auf dem Weg zur K 55 (nach Allendorf zur Buslinie 275) ist mir dieser Hügel am Randbereich vom Sandkopf aufgefallen. Laut Lidar-Scan ist das eindeutig ein Hügelgrab, aber in keiner mir bekannten Karte als solches eingezeichnet. 

Ich bin bisweilen ein ziemlicher "Waldpurist", der am liebsten Natur ohne offensichtlich erkennbare menschliche Eingriffe erlebt. Aber oft ist es doch gerade die Kombination aus Kulturgeschichte und Naturlandschaft, von der eine starke Faszination ausgeht. Im Waldbereich zwischen Katzenelnbogen, Hahnstätten und Rückershausen gibt es für mich noch vieles zu entdecken - schade, dass es so weit von meiner "homebase" Wiesbaden entfernt ist. 

von Rückershausen zum Sandkopf (Einrich)

unterwegs Anfang April '25 im westlichen Hintertaunus bzw. Aartaunus
bei Aarbergen und der Verbandsgemeinde Aar-Einrich: 

Rückershausen - Stollenberg - Wickenstück - Sandkopf

- also meine zweite substantielle Tour im Einrich!
 

Dieser Forstweg führt von der Rathenaustraße (Rückershausen) zum Rotenberg/Auf der Platt, hier Blick entgegen der Laufrichtung. 


Aussicht circa vom Wingertsberg über's und in's Aartal: Links haben wir den Berg Wehrholz, mittig Struth/Platte (= der Berg nördlich von Kettenbach), rechts die Senke des Aartals (Blick flußaufwärts). 

Weitere Aussichtsfotos von dieser Tour habe ich dort versammelt. 


Blick in den benachbarten Griffelgraben (= eine in's Aartal herablaufende Runse)


auf der Freifläche südlich bei Mudershausen


kurz vor'm Stollenberg


Rast am Stollenberg mit Aussicht von der "Zöller's Ruh" - das ist für mich alles Neuland, aber nach etwas Recherche kann ich manches bereits konkret benennen: Im Hintergrund mittig z.B. ist ein kleiner Berg, und in der Bildmitte eine Wiese. Das Blaue ist der Himmel. Bei der Ortschaft handelt es sich um Mudershausen - ab hier bin ich in Rheinland-Pfalz unterwegs. 


Hügelgrab nahe Bonscheuer - nach Überqueren der K 55...


... habe ich an einer Panorama-Hütte nahe "Oben in den Rödern" rumgeguckt, und in der Ferne den Großen Feldberg, Kleinen Feldberg & Co. erspäht. An besagter Hütte verlaufen die Routen Europäischer Fernweg E1 und "schwarzer Keil". 


Weiter ging's nördlich an der Siedlung Bonscheuer...


... mit Abstecher durch's Wickenstück (mit weiteren Hügelgräbern). 


Am Landgraben, am Rand vom Wickenstück, gibt es zwei mächtige Übertage-Gruben, im Bild die kleinere. Drumrum wimmelt es von einstigen Eisenerzstollen - vielleicht wurde in diesem riesigen "Loch" das Eisenerz oberirdisch abgebaut? 


Zwischen Wickenstück und der B 278 verläuft diese Rinne = eine weitere kleine Runse im Hang des Distrikts Eisenkaute. 


Im Flurstück Maiblumenlai - wahrscheinlich ist diese kleine Felsformation die Maiblumenlai höchstselbst.  

In diesem Areal verlaufen weitläufig die Stollen der Grube Zollhaus. Da der Eisenerzabbau vor einigen Jahrzehnten eingestellt wurde, sind heutzutage viele Reste davon im Gelände nicht ohne Weiteres zu identifizieren. Ich denke, man muss im Vorfeld recherchieren und wissen, was man wo sucht. Das werde ich demnächst tun! Super Eisenerzbergbau - ich bin angefixt! :o)


kurzer Abstecher zum Steinbruch Katzenelnbogen (am Berg Steinkopf)


auf dem Themenrundweg "Sprudelweg" Richtung Sandkopf (bei Berghausen)


Auf dem Sandkopf - die Verformungen im Gelände legen nahe, dass auch hier einst nach irgendetwas gebuddelt wurde - dem Namen gemäß vielleicht nach Sand? 


Tümpel am Gipfelbereich vom Sandkopf


Der Sandkopf ist als Berg sehr klein, aber ich stromere hier ganz gerne umher. Weiter nach Allendorf zum Bus (275 direkt nach Wiesbaden!)
Sandkopf (Einrich)