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Spitzer Stein (Frauenstein)

Der Berg "Spitzer Stein" ist gewissermaßen Frauensteins Hausberg, und beherbergt mit dem Goethestein eine lokal sehr bekannte Sehenswürdigkeit. Es gibt eine Bushaltestelle namens "Goethestein", von der aus man bequem in rund 10 Minuten zum Gipfelbereich mit Gedenkstein laufen kann. 

Ich war sicher rund zehnmal auf dem Spitzen Stein, aber im Blog kommt er bisher eher en passant vor - obwohl ich zum Thema viele Fotos habe. Die folgenden sind bei zwei Touren in den Wintermonaten '25/'26 entstanden. 

Blick circa von der Georgenborner Straße auf den Spitzen Stein (Westhang)


Hier ist der Goethestein stark herangezoomt von der Frauensteiner Quellbornstraße zu sehen. 


Von der Quellbornstraße gelangt man hübsch in den Südwesthang des Spitzen Steins. Der abgebildete Weg führt als Teilstück vom Rheinsteig durch die Frauensteiner Weinlage Herrnberg. Dieser gilt als "rheingauer" Weinlage, der Rheingau beginnt allerdings westlich der Walluf. Go figure. 


Westlich unter'm Gipfel - in unmittelbarer Nähe verläuft der Gebück-Wanderweg


Der Felsgrat des Spitzen Steins gehört zum selben Frauensteiner Quarzgang wie Koppel, Grauer Stein, Nonnenstein etc. 


nördlich am Gipfelbereich


Direkt angrenzend gibt es diesen großen "nördlichen" Steinbruch - möglicherweise die Steinquelle für den Bau der Burg Frauenstein. 


Weiter südlich, direkt am Goethestein, gibt es diesen zweiten, kleineren Steinbruch - wahrscheinlich stammen die Steine für den Goethestein von hier. 


Dort lädt ein horizontales Sitzangebot zur Rast ein: Hey, du setzt dich jetzt hier hin! 


Ok, mach ich - Blick von dort auf den Weg


Schlechte Nachricht für alle, die es noch nicht wissen: Der Aussichtsturm wurde entfernt! Ok... - das Holzgerüst war wohl nicht mehr hundertprozentig sicher, und der Blick reichte eh kaum noch über die benachbarten Baumspitzen. 


Graben oberhalb des kleineren Steinbruchs - ich habe zuerst spekuliert, dass diese teils eigenartig geformten Bäume einst vielleicht Teil eines Gebücks waren, aber da der Boden des Spitzen Steins recht steinig bzw. "quarzig" ist, haben wir es hier wohl eher mit krüppeligem Baumwuchs auf nährstoffarmem Boden zu tun. 


Goethestein mit mächtigem Fundament


Mit einem nicht ganz konventionellen Kniff produziert
meine Kamera dieses - finde ich immer wieder lustig. 
(der Goethestein ist eigentlich kerzengerade :o)


Aussicht vom Goethestein in's Rheintal mit dem südlichen Bereich von Wiesbaden-Frauenstein; nach rechts geschwenkt ergibt sich auch ein schöner Blick über's Erlenbachtal auf den kleinen Gebirgsstock, der im Birkenkopf gipfelt. 


Östlich am Spitzen Stein hat's freie Flächen mit Streuobstwiesen. 


Der nordöstliche Gnubbel am Spitzen Stein heißt wohl "Albertsberg" - Blick von dort zur Hohen Wurzel. Sowohl Rumpelskeller (hinten links) als auch Tannenstück (rechts) sehen höher aus als der Gipfelbereich, das ist allerdings eine perspektivische Verfälschung. 
Spitzer Stein Spitzer Stein Spitzer Stein Hohe Wurzel

der historische "Blettweg"

Der nachfolgend gezeigte Wegverlauf am Taunushauptkamm ist Teilstück des heutigen Rheinhöhenweges, also das, was man bisweilen gerne als "Wanderautobahn" bezeichnet. Es gibt kaum obskure Wegrinnen im angrenzenden Gebüsch. Dieser durchgehend befestigte, teils gar geteerte Weg verbindet die Eiserne Hand in Richtung Südwest mit der Hohen Wurzel. Historisch betrachtet stellt die "Blettweg"-Route eine Verbindung zwischen Eisenstraße (Aarstraße) und Bäderstraße (Lahnstraße, B 3037) dar. 
Und: Wie es sich für viele ordentliche Altstraßen gehört, bildet der Blettweg das Teilstück einer Gemarkungsgrenze - in diesem Fall durchgehend zwischen Wiesbaden (in den Fotos links) und Taunusstein (entsprechend rechts). 

Den Namen "Blettweg" habe ich erstmals auf einer historischen Karte im Wiesbadener Geoportal gelesen ("Teilung des Waldes auf dem Taunus 1808"). Egon Eichhorn beschreibt in seiner 1965 publizierten Schrift "Zur Topographie der mittelalterlichen Fern- und Landstraßen zum und im Limburger Becken" diese Route ebenfalls als "Blettweg". Ich in überzeugt. 
Aber: Der Name ist historisch, und nicht mehr gebräuchlich. 

Die Wanderung (Ende Dez. '25) begann ab Eiserne Hand, die Fotos sind entsprechend sortiert. 

Blettweg nahe Eiserne Hand 


Dieser Abschnitt am Wiesbadener Distrikt "Birken" scheint mir der einzige zu sein, an dem noch alte Parallelspuren zu erkennen sind. 


ähnlich, Altweg im Randbereich "Birken" (Blick entgegen der Laufrichtung)


Weiter geht's auf dem heutigen Verlauf des Blettwegs, hier an einer Abzweigung östlich am Biegel.


Blettweg im Südhang vom Biegel (rechts), links immer noch "Birken" 


Blick zurück, nach Nordnordost: oberhalb der Bildmitte ist der Idsteiner Berg Eschenhahner Heide zu sehen.


An dieser Kreuzung, nahe Biegel-Gipfel, stand früher die Winterbuche (das habe ich mal "Winterbuchkreuzung" genannt). Rechts geht ein Weg ab, an dem einst ausgiebig geköhlert wurde; er führt zum Tummelsberg (nördlich Hohe Wurzel). Links geht der Blettweg weiter...


... nach Südwest, hier etwa am Distrikt Winterbuch. 


Der Blettweg zwischen Winterbuch und Roßkopf (Tst.): der Abzweig links führt zur "Böhm-Bank" am Elzeweg. 


etwa 300 Meter weiter westlich


Blettweg zwischen dem Tannenstück (links) und Großer Suder (rechts)


Blick über das Flurstück Großer Suder nach Norden - in der Bildmitte ist Hohenstein-Born zu sehen, links davon identifiziere ich die Windanlagen auf dem Galgenkopf bei Kemel. Bei großer Auflösung ist noch weiter links durch die Bäume der Windpark Heidenrod zu erkennen (in der Kemeler Heide). 


Rechts haben wir den Fernmeldeturm Hohe Wurzel


ähnlich


Blettweg kreuzt Mainzer Weg.


Ich kann's mir nicht verkneifen :o)


Blettweg am Fernmeldeturm Hohe Wurzel, zwischen den Flurstücken Tannenstück und Rotekreuz


im benachbarten Tannenstück (= Südhang Hohe Wurzel) mit Blick Richtung Rhein


Die letzten circa 300 Meter des Blettwegs in seiner heutigen Form sind geteert, ich hatte keine Lust, da runterzulatschen. Der Weg trifft auf die heutige Lahnstraße/B 3037 (einst Teil der Route Wiesbaden-Kemel, bzw. Bäderstraße).

Wie es ab da auf historischem Wege weiter nach Westen geht, weiß ich nicht, die Eichhorn-Altstraßenkarte hat um Schlangenbad herum ein großes Loch. Die Route würde in gerader Linie vorbei an Georgenborn durch's Walluftal zum Hansenkopf führen (teils sicher so, wie der heutige Rheinhöhenweg). Ab der Wegkreuzung "Grüne Bank" stehen dann mit Rauenthaler Straße, Kemeler Straße und Rennstraße (auf dem Hauptkamm) drei historische Routen in alle Himmelsrichtungen zur Auswahl. 

Ich laufe stattdessen zurück zu Eisernen Hand: 


Die Verbindung durch's Tannenstück zum Elzeweg - Beginn der ehemaligen Rennrodelbahn - ist inzwischen ziemlich zugewachsen. 


Elzeweg (und Teilstück Taunushöhenweg) im Winterbuch


Alte Meilerplatte im Flurstück "Birken" - die benachbarte Bergnase hieß früher "Köhlerkopf".


Diese Schneise im Birken ist als Reitweg ausgeschildert (fotografiert entgegen der Laufrichtung).


Nahe Eiserne Hand habe ich mir die alten Wegrinnen der Alten Rheingauer Straße angeschaut. Das muss auch immer wieder mal erledigt werden. 

Tour zur Hohen Wurzel

... mal wieder unterwegs im Wiesbadener (Dotzheimer) Wald:
 

Eiserne Hand - Taunushöhenweg - Hohe Wurzel - Georgenborner Stück

(Anfang September '23)

Alte Rheingauer Straße nahe Eiserne Hand; rechts ist eine alte Parallelspur zu erkennen, welche sich Richtung Schläferskopf teils zum Hohlweg vertieft.


Elzeweg und Teilstück vom Taunushöhenweg; von der Eisernen Hand zur Hohen Wurzel laufen Rheinhöhenweg und Taunushöhenweg grob parallel, aber ich gebe letzterem den Vorzug.


Zwischen Tannenstück und Heidekopf trifft der Elzeweg (bzw. seine südliche Verlängerung) auf den Mainzer Weg a.k.a. Wanderroute "blauer Punkt" (Blick entgegen der Laufrichtung).


Im Tannenstück gibt es hier und da vom Mainzer Weg Aussicht zum Hochtaunus (hier herangezoomt mit Großem Feldberg, Kleinem Feldberg und Altkönig).


Blick zum Fernmeldeturm Hohe Wurzel gesehen vom Blettweg - heute eher bekannt als Rheinhöhenweg bzw. Taunushöhenweg (laufen hier ein Stückchen parallel). 


Heute war ich erstmals ausgiebiger im südwestlichen Bereich vom Tannenstück unterwegs = Teil des Südhangs der Hohen Wurzel. 


Dieser Bereich ist lediglich durch Rückegassen erschlossen.


Aussicht nach Süden in's Rheintal


Kleiner Schwenk nach rechts/Westen Richtung Rheingaugebirge: In der Bildmitte ist am Horizont die Hallgarter Zange, rechts daneben (hinter'm Geäst) die Kalte Herberge zu sehen.


im Südhang Hohe Wurzel


Im Bereich Heidekopf läuft der Mainzer Weg gleich mit der Wanderroute "blauer Punkt".


Blick vom "blauen Punkt" die ehemalige Rennrodelbahn hinauf


Zwischen unterem Heidekopfweg und Forstmeister-Gerlach-Weg haben sich die Brennnesseln exakt die Trasse der ehemaligen Rennrodelbahn als Standort gewählt.


Forstmeister-Gerlach-Weg bzw. Gerlach-Weg


Um den Gehrner Bach herum, zwischen Kneipp-Wassertretanlage und Hagwiese, hat's im Georgenborner Stück einen schön wilden Bereich.
Hohe Wurzel Hohe Wurzel Hohe Wurzel