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Hohlweg in der östlichen Rentmauer

Das Schöne an diesem Blog ist, dass ich beim Erstellen neuer Inhalte selber ständig dazulerne. Und so kann ich im März '26 ein update zum folgenden Post hinzufügen: Der gezeigte Hohlweg ist Teil einer alten Route "Wiesbaden-Wehener-Weg", eine Verbindung von der Platter Straße (über den Bergsattel in der Rentmauer) zur Alten Rheingauer Straße (Bettelmannsbaum in Wehen). Der heutzutage noch so genannte Wiesbadener Weg ist ein Überbleibsel davon. 


Originaltext 2020: 
Der Distrikt Rentmauer (= der Südhang des Taunushauptkamms westlich der Wiesbadener Platte) ist in diesem Blog gut vertreten - siehe hier. Den Hohlweg im östlichen Bereich der Rentmauer (nahe Platter Straße) habe ich erst im Dezember 2020 auf einer Karte entdeckt, und kurz danach vor Ort begutachtet und fotografiert. 
Die Reihenfolge der Fotos verläuft in südwestlicher Richtung hangabwärts, Fotos mit entgegengesetzter Blickrichtung sind mit einem (<) markiert.

Soweit ich überblicke, vertieft sich der flache Altweg zur Hohle im Waldstück zwischen Rentmauerweg, Platter Straße und dem heutigen Wiesbadener Weg (bzw. seiner östlichen Verlängerung) - also Südwestwest von der Platte aus, etwa 700 Meter entfernt; im Bild ein Stückchen der Hohle oberhalb des Wiesbadener Wegs. (<)


direkt unterhalb des Wiesbadener Wegs hangabwärts (Richtung Flurstück Obere Gewachsenestein)


Der Abstand zur Platter Straße beträgt nur etwa 100-150 Meter, auch verläuft ein wilder biker trail in direkter Nachbarschaft, von der Platte mit Schlenker über den Gewachsenesteiner Kopf. (<)


Hier geht mir das Herz auf :o)


Google Maps find ich ja eher doof, aber mir scheint, dieser Hohlweg ist
tatsächlich - mit etwas abweichendem Verlauf - dort eingezeichnet!



Die größte Tiefe des Hohlwegs beträgt etwa drei Meter. (<)


Im unteren Bereich der Hohle gibt es am Hang (im Bild rechts) starke Geländeverformungen. Hier war möglicherweise einst ein Steinbruch? Im Lidar-Scan dieses Areals sind weiterhin einige runde Vertiefungen zu erkennen, die man als Pingen deuten kann - das wäre ein Hinweis auf Bergbau. Letztere muss ich mir bei Gelegenheit gezielt anschauen.
Und ja: In besagtem Areal gab es einst eine römische Siedlung. Ich bekomme nicht zusammen, wie jene in die heute noch sichtbaren Geländeformen passt.


zurück zum Hohlweg - unterer Abschnitt, deutlich flacher


Das flache Endstück der Hohle trifft auf den (nur in diesem Blog so genannten) Unteren Rentmauerweg. Links geht's direkt zur Platter Straße, jenseits des Weges, im Flurstück Oberer Gewachsenestein,  schließt ein flaches Altwegbündel an = der aufgefächerte Übergang zur Platter Straße.

Die Platter Straße war einst der Wiesbadener Abschnitt der Hühnerstraße (Richtung Limburger Becken). Ab Platte bis zu Nordfriedhof gibt es zahlreiche alte Wegrinnen in den angrenzenden Waldbereichen, meist östlich zum heutigen Verlauf verschoben - ein spannendes Thema für sich! 

Weitere Posts zum Thema Hohlwege gibt es hier.
Alte Rheingauer Straße

Tagestour Mitte Juni '19 (Wiesbaden)

An diesem Tag spielten King Crimson - in Jugendjahren lange meine absolute Lieblingsband - in der Frankfurter Jahrhunderthalle. Die Idee war, davor morgens eine lockere Wanderung zum Biegel zu machen, und dann mal spontan weiterzusehen, wohin es mich treibt. Ich war letzlich acht Stunden unterwegs, und die Reise zum Konzert wurde etwas hektisch (mit der Aussicht, nach Veranstaltungsbeginn nicht mehr eingelassen zu werden!). Hand auf's Herz: Das Highlight des Tages war nicht das Konzert der aktuellen, langweiligen KC-Version, sondern die Rentmauer.


Osthang vom Biegel mit Blick auf die Wanderroute "roter Kreis" bzw. "rotes Dreieck"


Aussicht vom Biegel zum Altenstein und zur Wehener Wand/Rentmauer; 
mehr zu dieser neu erweiterten Kahlfläche gibt es hier


vom Ringwall Altenstein aus die Hohe Wurzel und den Biegel im Fokus


Hohe Wurzel und Biegel herangezoomt - rechts die oben gezeigte Kahlfläche auf dem Biegel


Irgendein Quatschkopp hat das Naturdenkmal Altenstein mit Privatismen beschmiert.


Schuhmacherwiese (zumindest hieß die vor 150 Jahren so) südöstlich von der Herzogshütte


westliche Rentmauer


dito - hier gibt es einen Ableger mit weiteren Fotos


Blick von der Kahlfläche auf der Rentmauer nach Süden ins Rheintal und darüberhinaus


Unterer Rentmauerweg


auf dem Gewachsenesteiner Kopf: Chaos durch Windwurf (im Winter war es hier noch übersichtlicher)


riesiger Baumtorso auf dem Gewachsenesteiner Kopf; der Stammdurchmesser dürfte so bei 1,80 bis 2,00 Metern liegen - mächtiger als einige der einschlägigen Wiesbadener "Baumpersönlichkeiten"!


Gräfenrodwiese zwischen Gewachsenesteiner Kopf und dem oberen Rabengrund; bei dieser Tour habe ich registriert, dass diese Wiese ein abgelegener Teil des Naturschutzgebietes Rabengrund ist!


im Rabengrund (etwa Höhe Schmidtswiese/Nörr)


Stauweiher a.k.a. Krottenweiher im oberen Nerotal


 Felsformation am Speierskopf (am Grillplatz im Nerotal)


Einige Stunden später: Nach dem oben erwähnten King Crimson-Konzert hatte ich Gelegenheit, Robert Fripp zu fotografieren, während er Menschen fotografiert, die ihn fotografieren.

Rentmauer IV (Juni 2019)

- Ableger von einer Tagestour Mitte Juni -
(und ein Post "Rentmauer lll" steht noch aus ...)

Auf open source-Karten wird dieser Distrikt falsch als "Wehener Wand" bezeichnet.


Der westliche Gipfelbereich der Rentmauer (Ecke Jakob-Schwender-Buche)
ist nach Sturmschäden und Ernte deutlich ausgelichtet.


 

Neu ist der direkte Blick zum Berg Hohe Wurzel; 
der dortige Fernmeldeturm ist ganz klein in der Bildmitte zu sehen.


am westlichen Gipfelbereich der Rentmauer


selber Standort, kleiner Schwenk nach rechts


dito - eine der besten Aussichtsstellen im Wiesbadener Taunus, hier mit Blick nach Südosten


stark herangezoomt: Vortaunus im Osten...
Boah, die Beschriftung im Bild ist ja schwer verpeilt (bemerke ich nach über einem Jahr): Langenhain (statt Bremthal), Pfarrhag (statt Altefeld), nur Kartaus ist korrekt.


Hier habe ich über einen Waldbrand berichtet - die Spuren sind ein Jahr später immer noch zu sehen.


 Blick Richtung Südwest zum Donnersberg - kaum zu erkennen, aber der ist dahinten am Horizont...




 nochmal ein herangezoomter Blick von der westlichen Rentmauer zur Hohen Wurzel


Aussicht über Wiesbaden; das Adamstal ist als Rasenfläche im rechten Bildteil zu sehen


nochmals ein Blick über die Stadt, hier vom unteren Rentmauerweg; 
die ausgeprägte Beule rechts am Horizont = Melibokus


Im Südhang der Rentmauer befindet sich ein ziemlich großer ehemaliger Steinbruch
(über den unteren Rentmauerweg zu erreichen)


Unterer Rentmauerweg am Südhang der Rentmauer


Blick zurück - südlich von diesem Weg liegt das Flurstück Oberer Gewachsenestein (links im Bild)


kurz vor der Platter Straße; rechts hinten, am Ende des Weges, führt ein
schön dunkler Hohlweg links hinauf zum Wiesbadener Weg (Richtung Platte)


Blick zurück

Tour über die Rentmauer (Anfang August)


Schon wieder Rentmauer? Yes - meine erste Tour (August 2018) am unteren Rand der Rentmauer entlang... und ein paar Blicke auf die jüngst abgebrannte Kahlfläche im westlichen Bereich - die lokalen Zeitungen berichteten über ein Feuer auf der "Platte". 


Alte Platter Straße, rechts geht ein verwilderter Weg ab, der jenseits der heutigen Platter Straße ziemlich direkt an den Wiesbadener Weg anschließt.


Marx-Eiche im Knick vom Kisselbornweg


grad nach Überqueren der Platter Straße: Unterer Rentmauerweg Richtung Westen;
rechts hinter dem Hochsitz geht's zu einem ganz hübschen Hohlweg (Fotos davon hier)


Blick den östlichen Hang der Rentmauer hinauf


immer noch Unterer Rentmauerweg


 ähnlich


Wir nähern uns der Kreuzung mit der Schwender-Buche.


Abstecher zur Kahlfläche im westlichen Teil der Rentmauer
(oft auch "Wehener Wand" genannt, das ist jedoch der Nordhang zu diesem Bergkamm)


 Hier hat's vor Kurzem gebrannt.


Hier gibt es einen Post mit weiteren Fotos nach dem Brand.


Wiese im Kesselbachtal, am Flurstück Wiesbadener Haag


ehemaliger Steinbruch mit gemauertem Portal, am oberen Kesselbachweg


obere Müllers Wiese (zwischen Fischzucht und Waldhaus)