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Tour Anfang September

Im Flurstück Geisheck bei Klarenthal sind diverse Mauerfragmente (mit Graffitis), Wälle, Gräben etc. zu finden, die zu einer ehemaligen militärischen Schießanlage gehören.


Schläferskopf von einer Wiese nahe der Fasanerie aus betrachtet


Schützenhausweg zwischen Fasanerie und Eiserne Hand


Sturmschäden im Unteren Pfaffenborn (zwischen Schützenhausweg und Futterhallweg)


Napoleonbrücke - Aartalbahn kreuzt Futterhallweg etwas südlich von der Eisernen Hand


Elzeweg (und Teilstück Taunushöhenweg) zwischen Eiserne Hand und Hohe Wurzel


Quellbereich des Gehrner Bachs (mehr dazu hier)


Am Ende vom Elzeweg, Höhe Böhm-Bank, geht's nach Norden durch eine Kahlfläche im Flurstück Tannenstück zum Rheinhöhenweg (östlich von der Hohen Wurzel). Der verwachsene Weg war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das Anfangsstück einer Rennrodelbahn.


Rheinhöhenweg; rechts liegt die besagte Kahlfläche im Tannenstück


Die Winterbuchschneise (ohne Abb.) verbindet den Elzeweg mit dem Forstmeister-Gerlach-Weg.



Mathildenquelle am Forstmeister-Gerlach-Weg


Hier geht links der Kornweg von der Lahnstraße ab.


Der Rhein - aus dieser Perspektive sieht man vier Brücken zwischen Mainz und Wiesbaden. Von vorn: Kaiserbrücke, Theodor-Heuss-Brücke, Eisenbahnbrücke und Weisenauer Brücke. Diesen speziellen Standort findet man wohl nur, wenn man größer als 1,95m ist (hehe). Ich habe im Laufe der Monate eine ganze Fotoserie dazu erstellt - hier zu finden.

(Hohl-)Weg zwischen Schützenhausweg und Eiserne Hand

Noch so'n oller Wiesbadener Hohlweg - hohl zumindest im oberen Abschnitt. Das Ding liegt im Pfaffenborn/Mausheck-Kessel südlich der Eisernen Hand, ist etwa 700 Meter lang und, abhängig von der gegebenen Detailtreue, durchaus auf einigen Stadtplänen der letzten sieben Jahrzehnte zu finden.


Bevor das obere Ende vom Schützenhausweg seinen Linksknick zur
Aartalbahn macht,
geht ein nunmehr verwilderter Weg rechts ab ...


... und verläuft recht gerade grob nach Norden, zunächst durch's Flurstück "In der Mausheck".


  ähnlich


Hier ist wohl die Grenze zwischen den Flurstücken "In der Mausheck" und Oberer Pfaffenborn, 
rechts geht's im Post weiter...


... zunächst vorbei an dieser Markierung - wahrscheinlich ein Jagenstein (Forstgrenzstein). Eine Karte von 1977 weist Teile des umliegenden Areals als "W.-Dotzheim" aus. Und mir schien auch, daß am Klingengrund (- zu Dotzheim) Jagensteine sehr ähnlicher Machart stehen - Forstgrenzsteine Dotzheimer style.


Im weiteren Verlauf nach Norden, durch den Oberen Pfaffenborn, bekommt der Weg 
mit zunehmender Hangneigung allmählich eine vertiefte Form.


 Hier liegt die Tiefe des Hohlwegs bei rund 2-3 Metern.




Der in seinem oberen Bereich recht mächtige Hohlweg führt zu einem Tunnel,
der den mehrere Meter hohen Bahndamm der Aartalbahn unterquert.


 Tunneleingang


Ich schätze die Länge des Tunnels auf etwa 35 Meter, ich kann 
aufrecht darin gehen, und sowohl Boden als auch Decke sind 
vergleichsweise sauber - also kaum Müll, keine Spinnweben. 
Ich fand's dort trotzdem etwas unheimlich.


Zu den Enden hin sieht das Gemäuer nochmal etwas anders aus.
Der Boden ist sehr uneben - also immer schön langsam.



Der Tunnel mündet in einen kleinen Talkessel zwischen Kaiser-Wilhelm-Weg und Aartalbahn, 
direkt unterhalb vom Gebirgspass Eiserne Hand. Von hier gelangt man leicht zu den Gleisen.

Bleidenstadter Kopf

Der Bleidenstadter Kopf wird in erster Linie forstwirtschaftlich genutzt - keine ausgewiesene Wanderroute, keine Schutzhütte, keine Bank. Einziger Hinweis auf Waldtourismus ist ein Schild, welches den Gipfelbereich des Berges als "Kernfläche Naturschutz" kennzeichnet.
(fast alle Fotos sind bei drei Touren im Juni 2018 entstanden) 


Links an der Fasanerie vorbei in den Wald marschiert, kommt man nach rund 15 Minuten hier vorbei:
Bleidenstadter Kopf, unterer Südhang am Schützenhausweg.


In einer Karte von 1876 ist der Südhang des Bleidenstadter Kopfes als "Bengberg" bezeichnet. 
Auf späteren Karten ist mir das bislang nicht wieder begegnet, aber bis heute ist davon wenigstens 
der Flurstückname "Hengberg" übriggeblieben.


Bleidenstadter Kopf von der Wilfried-Ries-Straße aus (auch hier: Fasanerie ganz in der Nähe)


Nordosthang vom Kesselbachweg / Kesselbachtal aus


im Osthang vom Bleidenstadter Kopf


ähnlich


Der Rundweg um den Gipfelbereich geht rechts weiter, links geht's zu einer...


Wiese an der langgezogenen südöstlichen Bergnase.


Gipfelbereich


auffälliges Totholz dort


Zufahrt von der Aarstraße aus - hier fand im April '18 möglicherweise immer noch Sturmholzaufarbeitung (u.a. in Form von nicht ganz freiwilliger Holzernte?) nach dem Sturm im August 2017 statt.


Rundweg im oberen Südhang


unterer Westhang zwischen Schützenhausweg und Aarstraße


ähnlich


Westhang unterhalb der Aarstraße (siehe Leitplanke)

Im Südhang des Bleidenstadter Kopfes, direkt an der Aarstraße, gibt es einen prächtigen Hohlweg - den werde ich bei Gelegenheit auch mal im Blog zeigen.

Tag des offenen Denkmals: Schläferskopf

Am 10.09.23 war in Wiesbaden "Tag des offenen Denkmals". Dabei bot sich die seltene Gelegenheit, den ansonsten nicht zugänglichen Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Schläferskopf zu besteigen. Ich konnte eine recht eilige Wanderung dorthin vor eine Probe quetschen.

Vom Chausseehaus bin ich den Karl-Mollath-Weg Richtung Joseph-Baum-Haus gelaufen - hier mit kurzem Blick auf das obere Segment der Streitwiese.


Gerlach-Weg


In der Nähe der Schultheißenwiese gibt es einige alte Wegrinnen am Gerlach-Weg. Zunächst als Hohlwege interpretiert, denke ich nun, das abgebildete Stück (parallel zum Gerlach-Weg) könnte die Auslaufspur der ehemaligen Rennrodelbahn sein. Von der Breite und Tiefe her passt es, und wieso sollte die Rennrodelbahn grad auf einem Forstweg enden?


Wanderroute "roter Punkt" am Schläferskopf - ich glaube auf diesem speziellen Wegstück war ich vorher noch nie!


Aussicht vom Kaiser-Wilhelm-Turm nach Westen -> Norden: links haben wir die Hohe Wurzel, mittig den Biegel, und rechts den Altenstein


Der auf dem vorherigen Bild zwischen Biegel und Altenstein sichtbare Landstrich dürfte zwischen Wingsbach und Orlen liegen. Demnach wäre der Berg links der Hopfenstein, und die bewaldeten Anhöhen rechts davon ziehen sich Richtung Zugmantel.


Ringwall Altenstein hart herangezoomt; der Schläferskopf ist vom oberen Südwesthang des Eichelbergs aus zu sehen (siehe dort), demnach müsste es auch andersrum gehen.


Blick nach Westen - hier gibt es viel zu sehen. Wenn ich einen Berg nicht anhand eines charakteristischen Merkmals erkenne, nutze ich eine Technik, bei der ich den screenshot einer digitalen Landkarte erzeuge, und dort die Blickachse zwischen Standort und einem mir bekannten entfernten Punkt einzeichne. Oder ich halte ein transparentes Lineal entsprechend an die Karte. Mit etwas perspektivischer Logik bezüglich der Berghöhen ist dann meist zu erkennen, welche Gipfel nebeneinander liegen bzw. hintereinander gestaffelt sind. Als da diesmal wären:


Hoher Wald (Handymast!) - Hohe Kanzel - Rentmauer (Kahlfläche im westlichen Bereich) - Steinhaufen


östliche Rentmauer/Steinhaufen - Großer Feldberg - Kleiner Feldberg (und sehr wahrscheinlichst die Rassel)


Altkönig - Kellerskopf - Rossert - Würzburg
(bei hoher Auflösung ist auch schwach der Fernmeldeturm Atzelberg zu erkennen)



Blick nach Südosten - im linken Bildbereich ist das Schützenhaus und das Areal der Fasanerie zu sehen, rechts haben wir demnach Alt-Klarenthal.


kleiner Abstecher in die westliche Hälfte vom Schläferskopf-Rundweg mit Blick zum Heidekopf


Route "roter Punkt" im Südhang vom Schläferskopf


Schützenhausweg etwas oberhalb der Fasanerie


Ich beende meine Busfahrt an der Fasaneriestraße, um weiter zur Walkmühle zu laufen. Auf dem Weg dorthin erspähe ich in der Ferne den Turm auf dem Neroberg.

Ja, ganz spannend mit dieser erstmalig erlebten Aussicht, aber es ist nun offiziell: Der Schläferskopf ist nicht mein Ding. Oft wird er hier im Blog nicht mehr vorkommen.