Tour mit Rentmauer & Gewachsenestein

unterwegs Anfang November 2022 in Wiesbaden-Nordost:

Von der Platte kommend nach etwa einem Kilometer Laufen Richtung Südwest per Route "gelber Balken": Blick über den nördlichen Bereich der Wehener Wand mit Eichelberg (rechts im Hintergrund)


Rentmauerweg/"gelber Balken" ganz in der Nähe (Blick entgegen der Laufrichtung)


Im nordöstlichen Bereich der Rentmauer gibt es einige auffällige Vertiefungen. Ich wurde neulich von einem Kenner des Gebiets angeschrieben, der überzeugt ist, dass es sich hierbei um Spuren archäologischer Grabungen handelt (hier oben befand sich einst eine römische Siedlung). Ich habe diese Vertiefungen an anderer Stelle als Pingen gedeutet, habe dazu allerdings keinerlei Belege.


Dafür habe ich den trigonometrischen Punkt der Rentmauer gefunden!


Aussicht vom westlichen Bereich der Rentmauer nach Südost


im oberen Westhang der Rentmauer mit Blick zur Hohen Wurzel


Jakob-Schwender-Buche am Rentmauerweg


im Flurstück Oberer Gewachsenestein


im nordwestlichen Bereich Oberer Gewachsenestein


Auf dem Grenzweg zwischen Oberer und Unterer Gewachsenestein - ein Hinweisschild an dieser fünfstrahligen Kreuzung deklariert dieses Areal als "Naturschutz- und Wildnisgebiet". Was'n das? Bei einem Telefonat mit dem zuständigen Forstamt habe ich gelernt: Es handelt sich dabei nicht um ein Naturschutzgebiet im juristischen Sinne, aber dieser Distrikt wird sich selbst überlassen, soll sich "natürlich in eine Wildnis verwandeln" - naturbelassene Wildnis direkt an der Platter Straße. Naja, einige Nebenwege (wie die zwei abgebildeten) sind inzwischen tatsächlich verwildert, von Sturmholz versperrt, teils kaum mehr passierbar.
Nachtrag: Wenig später wurde dieses Areal sehr wohl zu einem amtlichen Naturschutzgebiet erklärt - "Wehener Wand und Rentmauer Wiesbaden". 


Flurgrenzweg im Gewachsenestein nahe Platter Straße, Blick zurück


Einmal über die Platter Straße gehüpft im Bereich Gewachsenesteiner Kopf: Auf dieser Höhe gibt es beidseitig parallel zur Platter Straße leicht vertiefte Altwege (kaum mehr als 50cm tief). Das sind alte Wegrinnen der originalen Platter Straße. Ihr Verlauf führt zunächst von Wiesbaden nach Neuhof, dann weiter als Hühnerstraße über Zugmantel, Görsroth etc. bis Limburg. Laut Wikipedia besteht diese Route seit "keltisch-römischer Zeit". Ich behaupte nicht, dass der abgebildete Graben aus vorchristlicher Zeit stammt, interpretiere ihn aber dennoch als historisches Artefakt. 


mächtige kaputte Eiche am Gewachsenesteiner Kopf


Die Wanderroute "gelber Balken" unterhalb des Hupfeldwegs im Distrikt Himmelswiese führt zur...


Hellkund.


Von der Wilhelm-von-Opel-Schutzhütte im Teufelsgraben ist es nicht mehr weit zum oberen Nerotal.

von Kaub per Rheinsteig nach Lorch

Bei dieser Tour (Anfang November 2022) bin ich von Kaub nach Lorch per Rheinsteig gelaufen, hier und da mal mit kleinen Abstechern vom Weg weg. Sehr schöne Sache. Eine weitere Besonderheit: Dieses war meine erste Wanderung, bei der ich ausgiebig in der Rheinlandpfalz unterwegs war (Teilstück Kaub bis Niedertal).
Naturräumlich betrachtet war ich hier strenggenommen nicht im Taunus unterwegs, sondern überwiegend im Oberen Mittelrheintal. Mittelrheintaunus und Wispertaunus grenzen landeinwärts direkt an.

herangezoomter Blick auf den Rhein von Kaub aus


ähnlich, vom Rheinsteig aus


Rheinsteig zwischen Kaub und Volkenbachtal


Rheinsteig zwischen Kaub und Volkenbachtal - bei diesem Abschnitt gab es etwa alle 5 Meter neue schöne Eindrücke. 


Blick vom Rheinsteig in's Volkenbachtal; hier befindet sich ein beeindruckendes Schuttfeld aus losem Plattenschiefer.


Hütte auf einer Bergnase im südlichen Talhang


Aussicht von dort auf den Rhein


Rheinsteig am Schenkelbachtal


Felsen im Hang zum Schenkelbachtal


Rheinsteig südlich am Schenkelbachtal


Hier bin ich vom Weg ab zu einer kleinen Bergnase nördlich vom Niedertal mit Blick nach Bacharach.


Im Niedertal verläuft die Grenze zwischen der Rheinlandpfalz und Hessen. Etwas überraschend: Auch gibt es hier in the middle of nowhere einen Stand, an dem man sich mit Speis und Trank verpflegen kann (wird im www sehr empfohlen, ich bin jedoch weitergelaufen).


Bachlauf im Niedertal


Weiter ging's per Rheinsteig westlich an der Bergnase Scheibigkopf vorbei zum kleinen Obertal - hier der dortige Rastplatz mit dem Brunnen Obertal.


Blick vom Rheinsteig westlich am Engweger Kopf auf den Rhein; die Häuser unten rechts gehören zu Lorchhausen.


In Lorchhausen mündet der Retzbach in den Rhein. Links ist klein die Clemenskapelle zu sehen.


Blick von der anderen Talseite zum Engweger Kopf


Rheinsteig kurz hinter Lorchhausen


Aussicht vom Nollig über Rhein und Oberdiebach hinweg zum Kandrich (östlicher Hunsrück)


An der südlichen Bergnase vom Nollig gibt es eine Hütte "Rhein- und Wisperblick" - Aussicht von dort über Lorch auf den Rhein. Links haben wir hintereinander Lehrener Kopf, Mandelberg und Geisberg, links am Horizont gar das Jägerhorn.


Schwenk von besagter Hütte nach links/Norden in's untere Wispertal mit Mückenkopf, Ranselberg, Daumenwald, Presberger Tal, Grohlochtal, Gebrannter Wald, Lehrener Kopf


Burg Nollig; in dieser Ecke gibt es dann auch schon die ein oder andere Flüsterspur (Wisper Trail).


Ein Teilstück des Rheinsteigs vom Nollig hinab führt über diesen sehr hübschen Lorcher Hohlweg in den Ort.

X72-Tour mit Klingelbachtal & Beuerbacher See

Los ging's bei dieser Tour (Ende Oktober 2022) ab Hünstetten-Wallbach über Ochtel und Klingelbachtal zum Beuerbacher See und (über etwa die selben Stationen) zurück.
Die Anfahrt mit der X72 ab Wiesbaden ist recht unkompliziert, die reizvolle Wanderstrecke in rund drei Stunden geschafft - eine schöne kleine Tour für'n Vormittag.

Alte Poststraße östlich am Hühnerberg


im oberen Klingelbachtal etwa Höhe Beuerbacher Kopf (Blick entgegen der Laufrichtung)


kleiner Teich im mittleren Klingelbachtal


noch'n kleiner Teich, nun im Übergangsbereich Wald>Wiese im unteren Klingelbachtal


Ankunft über den Hünstetter Kulturpfad am Beuerbacher See


Beuerbacher See


... und im Klingelbachtal wieder zurück - hier der Wiesentalabschnitt noch nahe Beuerbacher See (Flurstück Dusenbach)


im mittleren Klingelbachtal am Birkenhaag


kleiner Abstecher zum Gipfel vom Beuerbacher Kopf


Hier geht's aus dem Waldareal östlich am Beuerbacher Kopf heraus auf die Freifläche am Ochtel; das Waldstück im Bildzentrum heißt Michers (und beherbergt ein Teilstück der Alten Poststraße).




Blick vom Ochtel über die Idsteiner Senke hinweg zum östlichen Hintertaunus/Pferdskopftaunus - beim mittig sichtbaren Ort handelt es sich um Steinfischbach, links dahinter hat's den Pfaffenkopf, mittig den Pferdskopf (erkennbar am kleinen Nubsie = Aussichtsturm). Die Anhöhe rechts schließlich dürfte der Bremer Berg sein.