Heute gibt es mal wieder einen Bericht über eine Runse (= fette Erosionsrinne). Sie zieht sich westlich am Hammersberg nahe Oberjosbacher Forsthaus hinab durch den Distrikt Saalbach nach Niederjosbach.
Als "Zeugnisse" eines kraftvoll-rohen Naturereignisses - Grabenreißen durch fließende Wassermassen - finde ich Runsen recht beeindruckend. Entsprechende Starkregenereignisse gab es wiederholt im Mittelalter, z.B. das Magdalenenhochwasser 1342, und so ist das Ding sehr wahrscheinlich mehrere Jahrhunderte alt.
Im unteren Bereich wird die Runse von einem Pfad gequert - Blick vom Pfad in's obere (und mächtigere) Stück des Grabens.
Diese Bastelei ist möglicherweise eine Steinbarriere gegen weiteres Erosionsgeschehen.
Durchlass unter besagtem Pfad - wie am Laub zu erkennen, ist hier seit einer Weile keine größere Menge Wasser durchgeflossen. Ich schließe aus, dass es sich um ein Bachbett handelt, aber bei starkem Regen kann durch das Rohr das Wasser abfließen - sonst entstünde ein Teich.
Unterhalb des Pfads geht die Runse weiter, allerdings viel flacher.
Etwas weiter oben im Graben zeigen sich zwei "Runsenarme".
Ich habe mir leider keine Notiz gemacht, aber der größere dürfte rund fünf Meter tief sein.
Blick auf das Mittelstück der Runse
Viele alte Erosionsgräben strahlen immer noch etwas von der Dynamik ihrer gewaltsamen Entstehung aus.






