Posts für Suchanfrage Großer Feldberg werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage Großer Feldberg werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen

unterwegs im östlichen Aartaunus

Görsroth - Ober- & Niederlibbach - Zugmantel
(April '26)

Westhang vom Breisterberg a.k.a. Breitenscheider Boden; rechts außerhalb des Bildes führt die Hühnerstraße über den Breisterberg. 


Durch das kleine Tal "Ober dem Ruppertsborn" gelange ich zum Hirschwinkel. Heute gehe ich erstmals rechts weiter, treffe nach rund 400 Metern auf den Hermannsweg, und biege ab zum Alte Haag. 


Der Weg über das Flurstück Alte Haag war wohl seit alters her in erster Linie eine lokale Route zwischen Oberlibbach und Strinz-Trinitatis - ein sogenannter Vizinalweg. Er verfügt am Alte Haag über eine etwa 50 cm tiefe Parallelspur. 


Spannender natürlich sind die Hügelgräber dort! 


Zurück im Hirschwinkel; diesen Baum - wahrscheinlich ein Sequoia oder sowas - habe ich zu meinem persönlichen Weihnachtsbaum erkoren. 


Großer Feldberg herangezoomt vom Geierskopf


am Geierskopf


Weiter geht's durch's Flurstück Matzleer nach Oberlibbach. 


Jenseits des Ortes lande ich auf dem kleinen Berg Hohelai - hier verläuft die Grenze Hünstetten/Taunusstein und der Wanderweg "Augenweide" (eine der Aar-Schleifen).


Blick von der Hohelei in's Aubachtal bei Niederlibbach; im Hintergrund ist der Jungewald zu sehen, im Baumbestand verläuft der Hermannsweg quer durch's Bild (verbindet Hennethal mit Oberauroff). 


im Faltersbachtal nahe Niederlibbach


weiter oben im Faltersbachtal


Im oberen Faltersbachtal geht die "Augenweide" links bergan durch's Flurstück Zugmantel hoch zur Hühnerstraße - im Bild der Blick auf die benachbarte Freifläche. 


Die Hühnerstraße ist eine uralte Handels- und Militärstraße, die Wiesbaden mit Limburg verbindet. Ihr Ursprung wird in die keltisch-römische Zeit datiert. Im Wald am Zugmantel sind einige alte Wegrinnen der Hühnerstraße zu sehen. 


ebenfalls in der Nähe: rekonstruierter Römerwachturm am Limes


Und direkt daneben: umgefallene Holzfiguren der Kategorie "Kunst im Wald"; für mich hat Kunst im Wald meist etwas arg Vergebliches - wie ein ästhetisches Downgrade gegenüber der Natur ringsum.
Aubachtal (Aar)

Tour zum Suterberg (Selters/Brechen)

Eisenbach - Herrnwald - Suterberg - Eisenbachtal - Alteburg
(April 2026)

Eigentlich wollte ich ab Niederselters per Bus nach Haintchen fahren, um von dort über den Kohberg zum Suterberg zu wandern, aber da fuhr nix. Also alles zu Fuß... 

An der K 511 entlang bin ich von Niederselters kommend das Eisenbachtal hinaufgelaufen zum Ort Eisenbach. Geht so. 


Im mittleren Eisenbachtal (Im Brühl) übernimmt ein Wanderweg mit einem schwarzen Ring auf weißem Grund als Symbol. Check out the deutliche Terrassierung am angrenzenden Hang! Möglicherweise wurde hier einst Landwirtschaft betrieben. 


Nach rund zwei Kilometern im Eisenbachtal biege ich rechts ein in's Hauserbachtal. Der Hauser Weg führt zum Hof zu Hausen. 


Jenseits des Hofes entdecke ich im Herrnwald eine alte Wegrinne parallel zum heutigen Hauptweg. 


Blick vom Herrnwald über das obere Hauserbachtal hinweg zum Kuhbett


Am Herrnwald, Blick zurück - ich finde die rote Färbung des Weges sehr auffällig (und ziemlich fotogen). Eine erste Recherche dazu sagt mir, dass es sich um Hämatit a.k.a. Roteisenstein handelt. Mein geologisches Wissen ist immer noch minimal (aber hey - dafür kann ich in weniger als zwei Sekunden Evan Parker von Peter Brötzmann unterscheiden!) 
In der Ferne ist der Niedernhausener und Wiesbadener Hochtaunus "von hinten" zu sehen. 


Vor'm Erklimmen des Suterbergs habe ich mir zunächst seine südwestliche kleine Bergnase angeschaut. 


Gipfel vom Suterberg; vor Ort gibt es ein Holzschild mit der Aufschrift "Suderberg" - das erscheint mir eigentlich logischer, unverfälschter. Ein Suder ist eine feuchte Stelle, bzw. ein Quellgebiet. 


nördlich am Suterberg


westlicher Nebengipfel vom Suterberg


Auf dem Weg zurück ins Eisenbachtal mit Blick auf die Wachhecke - bei höherer Auflösung ist die dort als Allee ausgebaute Hessenstraße zu erkennen (siehe unten). 


unterwegs im Mühlschlag


Am Hubertushof durchquere ich das mittlere Eisenbachtal.


Im Flurstück Struth (am Tannenhof) bewundere ich eine recht große Gruppe von Hügelgräbern. Besonderheit: Einige dieser Grabbauten haben einen Durchmesser von rund 20 Metern - das scheint mir ein Stück umfangreicher als üblich im Taunus. Sie werden auf die Hallstattzeit datiert – stammen also aus der Epoche der Frühkelten und sind damit deutlich älter als die bekannteren spätkeltischen Anlagen im Taunus (Latène-Zeit).


Die Hessenstraße in ihrer heutigen Form als Allee (a.k.a. L 3449) verbindet mit diesem Teilstück Haintchen mit Niederselters. 


Wie es sich aus handfesten Sicherheitsgründen für eine uralte Militär- und Handelsroute wie die Hessenstraße ziemt, ist die Aussicht von hier exzellent. Beim Blick nach Süden ist links das Kuhbett zu sehen, und das rechts am Horizont sind wahrscheinlich auch Berge.
Scherz... ich weiß sogar welche: Großer Feldberg, Kleiner Feldberg, Glaskopf (im Hochtaunus). 


Das Entlanglaufen an der Hessenstraße war etwas nervig. Ich war froh, im "Großen Wald", Distrikt Eisenbacher Eck, wieder fluffigen Waldboden unter den Füßen zu haben. Bei der abgebildeten Lausbuche handelt es sich um eine Neupflanzung von 1984.
Das Schild informiert darüber, dass der Name etymologisch nichts mit den lästigen Krabbeltieren zu tun hat. Das Wort "Laus" wird vielmehr mit "Lauer" oder "Versteck" in Zusammenhang gebracht. Klar, es heißt ja auch "Auf der Mauer, auf der Lauer, sitzt 'ne kleine Wanze" - nicht Laus. 


Blick in's Areal der alten Ziegelei - bei einem Gespräch mit einem Mann aus Brechen habe ich erfahren, dass der Lehmboden der Region (Lössboden des Goldenen Grunds!) eine ungewöhnlich hohe Qualität hatte. Diese Ziegelei konnte ihre hervorragende Ware weit über die Region hinaus verkaufen und war in früheren Zeiten für die lokale Wirtschaft sehr wichtig. 


Beim weiteren Durchqueren des Areals "Großer Wald" gen Westen passiere ich die Alteburg. Im Bild ist ein Rest des ehemaligen Schutzwalls der Anlage zu sehen. Dieses Römerlager wird auf die frührömische Zeit datiert - also noch bevor die Römer in der Varusschlacht auf die Mütze bekommen und sich südwärts Richtung Rhein zurückgezogen haben.


Hügelgrab im angrenzenden Distrikt Fuchsbau


Der Forstweg führt weiter aus dem Waldstück nach Oberbrechen. Er wird flankiert von weiteren Auffälligkeiten im Gelände (weitere Hügelgräber? alte Übertagegrube?) Zur Orientierung: Hinter den Bäumen in der Bildmitte liegt die Nikolaushütte. 


Auf der Freifläche östlich von Oberbrechen konnte ich in der Ferne den Mensfelder Kopf erkennen
(im Foto stark herangezoom). 


Die auch heute noch deutlich vertiefte Oberbrechener Ausfallstraße "Roter Weg" hatte ihren Beginn offenbar als Hohlweg

Görsroth - Niederlibbach - Wehen (hübsch)

Den Winter finde ich wandermäßig wenig attraktiv, empfand diese Tour landschaftlich aber trotz fehlenden Grüns recht reizvoll. Los ging's ab Görsroth...

... in den Hühnergrund - im Bild ein kleines Seitental "In der Seelbach". Im Hühnergrund angekommen, halte ich mich eher südlich, Richtung Oberlibbach/Niederlibbach: 


Ober dem Ruppertsborn


Lichtung im Hirschwinkel - die Ecke mag ich ganz gerne.
Etwa hier verläuft die Grenze zwischen Hünstetten und Taunusstein


Weiter geht's auf dem Hermannsweg nach Westen...


... bis zum Jungewald - dort links abgebogen nach Niederlibbach auf die Freifläche mit Aussicht auf das Gerömser Feld und...


... das Waldstück Matzleer (mittig) mit Scheid im Hintergrund (dahinter liegt Idstein-Ehrenbach).


jenseits von Niederlibbach: Blick in's Faltersbachtal


Ich gehe allerdings im Hambachtal weiter. 


Im Hambachtal nahe der Ortschaft Hambach - irgendwo habe ich es bereits geschrieben. Da der Hambach dem Ort den Namen gegeben hat, nutze ich nicht die verbreitete Namenskonstruktion "Hambacher Bach", sondern einfach Hambach. Die doppelt gemoppelte Variante finde ich unsinnig. 


Hambacher Weiher


Weiter geht's im Waldstück westlich von Hambach auf einer recht langen Wegschleife, Teilstück der Taunussteiner Runde. Dieser Weg führt um den südlichen Quellarm des Hambachs herum zum Bergrücken mit Eisentraße und Limes


Zwischendrin hat's im Hang den Gedenkstein für die Opfer
eines Hubschrauberabsturzes Ostern 1986. 


Ich hatte keine Karte dabei, und habe an dieser Stelle nicht so einen (relativ) langen Aufstieg erwartet. 


An der Eisenstraße "Auf der Moll" nordöstlich von Orlen angekommen, ergibt sich diese Aussicht mit u.a. Großer Feldberg, Hoher Wald, Rentmauer und Eichelberg. Nebendran steht ein Holzkreuz, dort findet (wohl seit dem 18. Jahrhundert) die Orlener Waldandacht statt. Mit dem Limes nebendran ist das also ein sehr geschichtsträchtiger Ort. 


Blick in ein unbefestigtes Stück der Eisenstraße (nach Osten). In der Nähe befindet sich auch der Standort eines ehemaligen Limes-Wachturms. 


Ich biege allerdings nach Süden ab in's Flurstück Fladenheiligenstock. So wie ich verstehe, bezieht sicher der Namensteil "Heiligenstock" auf den eben erwähnten Platz zur Waldandacht. 


Ritterweg (auch Rittelweg)


im oberen Karbachtal (östlich am Hopfenstein bei Wingsbach) mit Blick zum Altenstein


Birkensee im Karbachtal


Am Halberg fließt der Karbach in den Orlenbach.


im Aartal mit Blick vom Ortsrand Taunusstein-Wehen zur Hohen Wurzel

(Dezember 2025)