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Tour über Rotes Meer & Mensfelder Kopf

Dieses ist wandermäßig meine Limburg-Premiere! (April 2026)

Kirberg - Wachtküppel - Rotes Meer - Mensfelder Kopf - Limburg

Obacht: rund 96% der Wanderung fanden auf unbewaldeter Freifläche statt. Eine Tour dieser Art ist für einen sonnigen Sommertag völlig ungeeignet! Auch war ich überwiegend auf asphaltierter Strecke unterwegs (ich fand's trotzdem überwiegend hübsch). 

Obacht: rund 100% der Wanderung fanden außerhalb des Taunus statt! Startpunkt war Kirberg, von dort ging's weiter in nordwestlicher Richtung nach Limburg = 100% Limburger Becken. Das gehört nicht zum Taunus! Bis zum Verfassen dieses Artikels habe ich geglaubt, die Lahn sei durchgehend die Nordgrenze des Taunus - nein.
Jedenfalls: Mit dem Roten Meer und dem Mensfelder Kopf habe ich zwei kleine Perlen des nördlichen "Fast-Taunus" begutachtet. 

Auf den überwiegend landwirtschaftlich genutzten Freiflächen nordwestlich von Hünfelden-Kirberg wurden vier Windkraftanlagen in Reihe platziert (Windpark Hünfelden II). Der erste Teil meiner heutigen Wanderung verlief an diesen Geräten entlang. 
Das erste Windrad ist nahe einer Runse platziert ("In den Gräben"). Der Graben kann nicht landwirtschaftlich genutzt werden, und bildet so inmitten der Äcker einen kleinen, mit Büschen und Bäumen bewachsenen Bereich. 


Blick in den oberen Teil der Runse - weiter unten hat ein Seitenarm des Neesbachs seine Quelle (fließt bei Dauborn in den Wörsbach).


Die heutigen Karten nennen diesen Wirtschaftsweg "Hessenstraße". Das ist eine historische Route und sah früher natürlich völlig anders aus, verlief wahrscheinlich vielmehr als vertieftes Wegbündel hier entlang. Aber ich denke, wir können ihren historischen Verlauf sicher auf dem abgebildeten flachen Höhenscheitel verorten. Im Hintergrund ist der Ort Neesbach zu sehen - mit Hessenstraße und Hühnerstraße kreuzen dort zwei ganz zentrale historische Taunus-Handelsrouten. 


am Wachtküppel


Der Wachtküppel ist eine recht flache Erhebung, aber so gelegen, dass er in alle Richtungen Aussicht bietet. In einem Bergzug, westlich hinter dem Aartal gelegen, habe ich die Burg Hohlenfels erspäht (und für's Foto extrem herangezoomt). 


Blick nach Osten über den Goldenen Grund zum (herangezoomten) Kuhbett


Wachtküppel


Rotes Meer


Rotes Meer


Wenn ich recht überblicke, handelt es sich beim Roten Meer um einen künstlich angelegten kleinen See, der direkt am Quellbereich des Mühlbachs liegt. Von hier aus fließt der Mühlbach nach Westen und mündet bei Oberneisen in die Aar. 


Vom Mühlbachtal ging's weiter Richtung Mensfelder Kopf. 


Der südliche Bereich des Mensfelder Kopfes war bei dieser Wanderung das einzige durchgehend bewaldete Areal. Passend heißt dieses Flurstück "Wäldchen". 


An dieser Wegkreuzung (mit den Routen "weißer Balken" und "weißer Pfahl mit schwarzer Spitze") hört das Wäldchen auch schon wieder auf. 


Gipfelbereich Mensfelder Kopf


Der Mensfelder Kopf ist Naturschutzgebiet, und bietet eine ganz ordentliche Aussicht in's Limburger Becken und auf den Westerwald (zeige ich bei späterer Gelegenheit).


Weg im Westhang vom Mensfelder Kopf - nächste Station (ohne Bild) war für mich der Hof Talwiese. 


Beim letzten Abschnitt der Wanderung ging es eigentlich nur darum, die letzten fünf Kilometer bis zum Bahnhof Limburg zu "fressen". Ich fand es ganz schick, einen Teil der Route auf dem Grenzweg zwischen Rheinland-Pfalz (links) und Hessen (rechts) zurückzulegen. Auf dieser Freifläche südlich von Limburg-Blumenrod ist mir ansonsten so gar nichts Interessantes aufgefallen. 
Nur weil der Boden hier so fruchtbar ist, musste ich die ganze Zeit in der prallen Sonne laufen! 


L 319 am Ortsrand von Limburg

Ich komme immer noch nicht darüber hinweg, dass ich bei dieser Wanderung den Taunus verfehlt habe! 

von Kirberg nach Niederselters (September '24)

- oder in Zwischenstationen gesprochen:

Dauborner Anlagen - Wörsbachtal - Kieselgraben - Lieblicher Berg
(überwiegend zu Hünfelden)

nördlich bei Kirberg am Sintersbachtal


in den Dauborner Anlagen am Leidenberg


Menhir von Dauborn in den Dauborner Anlagen


Menhir von Dauborn, Frontalansicht


am Sintersbach, nahe Dauborn, mit Blick in einen Weg nach Neesbach


in den Dauborner Anlagen


eine von mindestens vier Schutzhütten in den Dauborner Anlagen (hier kurz vor der Ortschaft Dauborn)


In Dauborn bin ich auf die Wanderroute "weißer Pfahl mit schwarzer Spitze" (oder so ähnlich) gestoßen. Diese führt, nun mit Namen "Alter Klosterweg", östlich aus dem Ort heraus in's Wörsbachtal. 


Alter Klosterweg im Wörsbachtal


Route "liegendes Y" im Südhang vom Lieblichen Berg (Blick entgegen der Laufrichtung)


Das "liegende Y" kreuzt im Distrikt Kieselgraben eine Runse. Bergab, Richtung Forsthaus Dauborn, wird das Ding immer tiefer - an der abgebildeten Stelle treffen drei Gräben aufeinander, geschätzt 10 Meter tief. 


Hier im Blog benutze ich den Begriff Kieselgraben analog für den Walddistrikt und diese Runse - ich meine... was, wenn nicht die abgebildete Erosionsrinne, soll in diesem Areal der "Kieselgraben" sein? 


Dieser Teil der Runse liegt oberhalb der Wanderroute "liegendes Y", also schon recht nahe am Gipfel vom Lieblichen Berg. 


"Hauptknotenpunkt" am Gipfel des Lieblichen Bergs - von hier nach links geht's...


... über diese Schneise durch's Flurstück Büsch nach Nordwest...


... zum Waldrand am Acker namens "Oben auf der Widdersbach". Der Blick geht nach Nordwest in das Limburger Becken mit Dauborn in der Bildmitte. 


liebliche A3 am Lieblichen Berg


Durch eine kleine Unterführung gelangt man auf die Seite jenseits der A3, hier mit Blick in die Idsteiner Senke (Untereinheit "Goldener Grund") nördlich von Bad Camberg. Der Bergzug am Horizont setzt sich zusammen aus dem Gebirgsstock um Koberg/Suterkopf, Kuhbett (schwach erkennt man die dortigen Windkraftanlagen) und Stückelberg. 


Im Nordhang des Lieblichen Bergs führt der Klosterweg (auch Teilstück "liegendes Y") nach...


... Niederselters im Goldenen Grund. Ab hier fährt eine Regionalbahn nach Niedernhausen, mit direktem Anschluss an die Ländchesbahn nach Wiesbaden. Das ist eine recht gute Zugverbindung, ich werde wiederkommen. 
Lieblicher Berg Lieblicher Berg Lieblicher Berg Lieblicher Berg Lieblicher Berg Lieblicher Berg

Köhlerweg, Köhler-Eiche & Hinterwald

Auf einer Karte ist mir neulich im Bereich Lindenkopf/Wolfskopf erstmals der Köhlerweg aufgefallen (überwiegend zu Niedernhausen). Da ich mir eine Stelle im dortigen Hinterwald eh schon länger genauer anschauen wollte, bin ich an einem bewölkten Nachmittag (August '24) spontan in den Bus nach Oberjosbach gestiegen. 

Diese Aussicht etwa ab Schindtriescher Hütte hat mich daran erinnert, dass der Atzelbergturm erneuert wurde. Nichts wie hin. Einen Post dazu habe ich bereits dort bzw. untenstehend veröffentlicht. 


Der Köhlerweg beginnt einige Hundert Meter nordöstlich von Oberjosbach im Flurstück Hinterwald, als Abzweig und nördliche Parallele der Route "schwarzer Pfahl". 


unterer Südhang vom Lindenkopf


Köhlerweg nahe Lindenkopf


holzwirtschaftliche Aktivitäten am Köhlerweg


kleiner Graben am Köhlerweg im Hinterwald


Hier geht der Köhlerweg rechts ab...


... und führt durch ein kleines Blütenmeer zur...


Köhlereiche (a.k.a. Köhler-Eiche)


Hinter der Köhlereiche verläuft der Köhlerweg weiter durch den Nonnenwald grob nach Norden Richtung Wolfskopf (am oberen Ende mit Anschluss an den Pfaffenpfad). Dieser gesamte Abschnitt ist allerdings verwildert und ein bisschen langweilig. Weder kann ich diesen Weg empfehlen, noch werde ich ihn wohl ein zweites Mal gehen. 


alte Meilerplatte am Köhlerweg im Nonnenwald


Der spannendste Stückchen am oberen Köhlerweg ist vielleicht der kleine Steinbruch, knapp unterhalb der Gemarkungsgrenze Niedernhausen/Eppstein. 


Oberes Endstück vom Köhlerweg, Blick zurück - der hier entlang fließende Seitenarm des Dattenbachs bildet die Grenze zwischen Eppstein und Idstein.
Kleine Nebenbemerkung: Auf windrosen.hessen.de heißt es statt Dattenbach "Schwarzbach" - wahrscheinlich ein Hinweis auf Verfärbung durch die Köhlerei in diesem Areal. 


Blick in den Pfaffenpfad (Richtung Westen zum Nickel)


Neulich bin ich am Wolfskopf vorbeigeschlendert, und dachte, die Aussicht über die kahle Stelle könnte toll sein. Ist sie aber nicht. Der Blick geht hier nach Osten zum Hochtaunus, rechts außerhalb des Bildes ist der Atzelberg zu sehen, aber mehr erkenne ich in diesem verstellten Panorama nicht. 


Nonnenwaldweg am Nonnenwald, zurück zur Köhlereiche


... und wieder auf dem Köhlerweg ab durch die hübschen Blüten in den Hinterwald


Im Hinterwald südlich der Köhlereiche ist das Gelände durchzogen mit auffälligen Gräben - wahrscheinlich Hohlwege, die im Zusammenhang mit der Köhlerei entstanden sind. 


Ein weiterer Alt- bzw. Hohlweg - die Basis des Baumes links sieht...


... so aus. 


Um den Köhlerweg herum gibt es weitere abnorm gewachsene Bäume. Diese Wuchsform erinnert mich an die Gebückbäume, bei diesen Exemplaren im Hinterwald kann ich mir den bizarren Wuchs allerdings nicht erklären.   


per Köhlerweg zurück nach Oberjosbach