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Alte Rheingauer Straße #4 - Dotzheim

Dieser Post ist Teil #4 einer Ende 2025 entstandenen Fotoserie über die Alte Rheingauer Straße: 

#0: Einführung
#4: Dotzheim (ca. Schläferskopf)
Hinter diesem Link sind alle Artikel am Stück zu sehen. 

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Nachfolgend geht es um das rund 2,5 Kilometer lange Teilstück zwischen Joseph-Baum-Haus und Eiserne Hand, in Süd-Nord-Richtung westlich am Schläferskopf vorbeilaufend. Entsprechend sind auch die Bilder sortiert, bei Fotos entgegen dieser Laufrichtung füge ich ein "(<)" hinzu.
Das nachfolgend gezeigte Teilstück der Alten Rheingauer gehört komplett zu Wiesbaden-Dotzheim, und ist auch schon in jenem Blogartikel detailliert dargestellt - nachfolgend also ein Update (Oktober 2025): 



Nahe Joseph-Baum-Haus verläuft bergan rechts parallel zur heutigen Alten Rheingauer Straße ein mittelprächtig ausgebildetes Bündel historischer Wegrinnen. 


Ähnlich - wenn ich mich recht erinnere, erreicht keine Stelle in diesem Abschnitt eine Tiefe von mehr als 1,5 Metern. 

Die heutige Rheingauer Straße verläuft weiter nach Norden am Forstamt Chausseehaus/Waldladen entlang, kreuzt die Lahnstraße, und führt als befestigter Forstweg ab der Unverzagt-Eiche weiter zur Kneipp-Wassertretanlage mit Schutzhütte. 


An besagtem Abschnitt, nunmehr südwestlich am Schläferskopf, befindet sich im Gelände leicht abgesetzt wenigstens ein Parallelweg (links des heutigen Hauptweges). Ich denke, das kann aber auch eine jüngere Wegführung sein. Im Bild trifft so eine Parallelspur auf die Alte Rheingauer in ihrer heutigen Form (Höhe Gehrner Bach/Kneipp-Anlage)


Während der neuzeitliche Forstweg südlich am Schläferskopf weiterläuft, geht zwischendrin die Trasse der Alten Rheingauer Straße links ab (etwa 100 Meter oberhalb der Kneipp-Anlage). 


Zwischen dem Flurstück Weiden (links) und dem Schläferskopf verläuft die Alte Rheingauer Straße im Hang, so dass es hier wohl nicht praktikabel war, Parallelspuren zu eröffnen. Es gibt im Graben rechts rund 50 Meter entfernt eine teils vertiefte Parallelspur, aber ich denke das ist ein von der Rheingauer unabhängiger Weg. 


Im nördlichen Bereich des Distrikts Weiden gibt es neben dem heutigen Hauptweg zwei als Hohlen ausgebildete Wegrinnen - laut Eichhorn waren das früher die Hauptspuren. Im Lidar-Scan zu erkennen: Etwa ab hier gingen einst weitere Wege links ab Richtung Winterbuch (früher "Köhlerkopf"). 


derselbe Abschnitt andersrum (<)


Etwas weiter oben (<); links am Baum haben wir eine Hallimasch-Kolonie. 


Ähnlich (<) - auffällig erscheint mir, dass Egon Eichhorn in den Nassauische Annalen 1965 für diesen Abschnitt nur diese zwei Hohlwege erwähnt, nicht aber die Trasse, welche heutzutage als Hauptweg erscheint (und über eine "Rampe" mit der benachbarten Hohle verbunden ist). 
Nebenbei: Dieses ist für mich eine der faszinierendsten Stellen im Wiesbadener Taunus! 


Weiter geht's ab dort bergan zum Forstmeister-Gerlach-Weg. 


Blick in den kreuzenden Forstmeister-Gerlach-Weg
(rechts ist die Mündung der Winterbuchschneise zu sehen). 


Oberhalb vom Gerlach-Weg sind einige alte parallele Wegrinnen der Rheingauer Straße zu erkennen, allerdings führen die in einen schwer durchdringlichen Nadelbaumbestand. 


Im Abschnitt direkt oberhalb vom Gerlach-Weg ist selbst der heutige Hauptverlauf der Alten Rheingauer Straße recht rustikal und unwegsam. (<)


Alte Rheingauer Straße rund 150 Meter oberhalb des Gerlach-Wegs



Blick entgegen der Laufrichtung: Auf Höhe der Dahlheimhütte verläuft die Rheingauer etwa synchron mit dem heutigen Kaiser-Wilhelm-Weg (links außerhalb des Bildes). Ich glaube, hier unter'm Bildzentrum einen ehemaligen Weg zu erkennen. (<)


Etwas oberhalb der Hütte wird der parallele Wegverlauf deutlich erkennbar... 


... und vertieft sich rund 200 Meter oberhalb der Dahlheimhütte in eine markante Hohle, parallel zum Kaiser-Wilhelm-Weg. 


Dabei handelt es sich offenbar um ein weiteres historisches Originalstück der Alten Rheingauer Straße. 


Über eine kurze Strecke gibt es neben dem Kaiser-Wilhelm-Weg und dem Hohlweg eine dritte Wegspur. (<)


ähnlicher Standort mit Blick in die wunderschöne Hohle :o) (<)


Nahe Eiserne Hand, unterhalb vom Elzeweg, befindet sich ein kleines Feld mit bis zu fünf parallelen Wegrinnen.


Blick in die tiefste Rinne (etwa 1,5 Meter) mit dem Kaiser-Wilhelm-Weg im Hintergrund (<)


Nochmals eine ehemalige Spur der Alten Rheingauer Straße, kurz unterhalb vom Elzeweg/Blettweg. Weiter geht's in den Taunussteiner Walddistrikt "Ochsenstück"... 

kurze Abendrunde um's Fasaneriefeld

Abendspaziergang (Juli '25)

Auch mit nur acht Bildern enthält dieser knappe Artikel einige Blog-Premieren. 

Blick von der Wilfried-Ries-Straße zum Schläferskopf


herangezoomtes Detail Schläferskopf


Auf dem Campus Klarenthal gibt es diesen Mammutbaum. Da W. etwas weiter hinten steht, wirkt der Stamm übertrieben mächtig. 


... ist aber trotzdem ein schönes Exemplar! 


Weg am Fasaneriefeld


Blick über's Fasaneriefeld zum Bleidenstadter Kopf


Im Waldstreifen an der Stockwiese gibt es auffällige Geländeverformungen. Einen Steinbruch sehe ich hier nicht. Auf dem Gelände-Scan sieht es nach einem abgerutschten Hang aus, mit Schwemmfächer zum Gehrner Bach hin - also quasi eine "Kurzstrecken-Runse". Ok, man kann wohl auch einfach Erdrutsch dazu sagen. 


Großer Stellschlag im Oberen Gehrn hinauf zum Schläferskopf - für mich einer der am wenigsten attraktiven Waldwege im Wiesbadener Taunus

Kesselbachtal Wiesbaden (2024)

Das Wiesbadener Kesselbachtal ist bereits über ein Dutzend mal im Blog vertreten, aber dieses ist der erste komplette Post dazu. Auch ist hier berücksichtigt, dass sowohl Adamstal als auch Dürerpark Teil des Kesselbachtals sind.
In diesem Zusammenhang finde ich es interessant, wie man im Stadtgebiet Nordost den ursprünglichen Verlauf von Taunusbächen nachvollziehen kann: Der untere Kesselbach floß etwa dort, wo heute Albrecht-Dürer-Straße und Emserstraße verlaufen. Den Originalverlauf des unteren Wellritzbachs (im Taunuskontext als Gehrner Bach geläufig) vermute ich um die heutige Blücher- und Bleichstraße. Diese ehemaligen Talverläufe sind den tiefer liegenden Straßenzügen noch anzusehen.

Die Fotos sind Mitte April 2024 entstanden und talabwärts sortiert. Bei entgegengerichteter Blickrichtung gibt's ein "(<)".

Der Hauptquellarm des Kesselbachs hat seinen Beginn im Taunussteiner Flurstück Weiden, rund 700 m westlich von der Platte, grad jenseits des Herzogswegs a.k.a. Rheinhöhenweg. Parallel dazu läuft der abgebildete Kesselbachweg (hier auch Teilstück der Route "Ahorn").


erste Kesselbacher Safteleien


Unterhalb der Kreuzung mit dem Taunushöhenweg, Höhe Wehener Wand - mir ist vorher nie aufgefallen, dass man von diesem Weg aus die Hohe Wurzel sehen kann (überbelichtet im Hintergrund).


Wiese am Wiesbadener Haag - auf jener Karte von 1806 (externer Link) wird diese Wiese als "Görlippen-" oder "Jörlippen-"Wiese bezeichnet. Ich kann den ersten Buchstaben dort nicht identifizieren.


Kesselbachweg in der Nähe


Kesselbachweg, immer noch Höhe Wehener Wand (links)


Wiese "Im Kessel", westlich Wehener Wand/Rentmauer (<); bis hier sind wir auf Taunussteiner Boden unterwegs, alles Folgende gehört zu Wiesbaden.


Kesselbach



Der Kesselbach hat einen westlichen Quellarm nahe Herzogshütte, im Bild der Abzweig dorthin, ebenfalls Kesselbachweg genannt. Ja, es gibt gewissermaßen mehrere Kesselbachwege, dort ist eine Beschreibung dazu.


Kesselbach mit gemauertem Durchlass


Kesselbachweg am früher so genannten Eichzäpfchen (<)


Ankunft am oberen Kesselbachweiher


der Kesselbachweg als einseitige Kastanienallee
(grad unterhalb der Weiher, nördlich am Bleidenstadter Kopf)



Weiter talabwärts teilt sich der Kesselbachweg in Oberer und Unterer Kesselbachweg. Am oberen gibt es diesen markanten Durchgang durch einen Erdwall zu einem...


... ehemaligen Steinbruch.


Wiese im Kessel am Oberen Kesselbachweg (<)


Ich habe mir das kleine Abenteuer gegönnt, vom östlichen zum westlichen Wiesensegment im Kessel über den Kesselbach zu steigen. Da der Graben zwischen den Wiesen chaotisch und wild, und die steile Südböschung teils unpassierbar ist, war das ziemlich kniffelig.


auf dem Unteren Kesselbachweg an der größeren "Kessel-Wiese" (<)


am nördlichsten Teil vom Adamstal (zwischen Fischzucht und Villa im Tal) mit Blick zur Rentmauer (<)


nahe Villa im Tal mit Blick auf die Müllers Wiese (<)


Carl-von-Ibell-Weg am Kesselbach (im Adamstal)


im Adamstal am Übergang vom Ibell-Weg Richtung Aarstraße


An der Wanderroute "roter Balken" hat's ein Stückchen Wildnis im sonst sehr kultivierten Adamstal.


Auf Höhe der Höfe und Kleingärten ist der Kesselbach kanalisiert.


Im Steckersloch sind Vereinsdomizile und private Kleingärten versammelt.


Unterhalb vom Dürerpark verschwindet der Kesselbach in der Kanalisation und wird im Stadtgebiet unterirdisch dem Salzbach zugeführt.
Kesselbachtal Kesselbachtal Kesselbachtal Kesselbachtal Kesselbachtal Kesselbachtal Kesselbachtal Kesselbachtal Kesselbachtal Kesselbachtal Kesselbachtal Kesselbachtal Kesselbachtal Kesselbachtal