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Oktober shorty 2: auf dem Bingert

Meist als halbwegs gesunder Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel im Taunus unterwegs, brachte ich es im Oktober '24 nur zum lädierten Auto-Beifahrer. Meine Freundin, ebenfalls nicht ganz auf der Höhe, ist mit mir an sonnigen Tagen gezielt an Orte gefahren, von denen aus wir kurze Spaziergänge machen konnten.
 

auf dem Rambacher Bingert mit Aussicht zur Hohen Wurzel


Kellerskopf herangezoomt, rechts davor schiebt sich der Kitzelberg in's Bild.


Rechts haben wir den Steinhaufen, Teil des Taunushauptkamms. Links davon ist in der Passsenke klein das ehemalige Jagdschloss Platte zu erkennen. 


Panoramablick mit Rentmauer, Platte, Steinhaufen, Trompeterberg, Rassel, Kellerskopf, Kitzelberg, Hahnberg.


Wasserturm auf dem Bingert


Von der angrenzenden Wiese hat's prima Aussicht nach Westen zum Rheingaugebirge (links am Horizont mit Hallgarter Zange & Kalter Herberge) plus Hohe Wurzel (rechts). 


Biegel, Rentmauer und Bahnholzer Kopf - die im Bildzentrum sichtbare südwestliche Bergnase der Rentmauer hieß früher Eichzäpfchen. 


Kleiner Abstecher zur Wilhelmshöhe (zu Bierstadt); man beachte den sonnenbestrahlten Großen Feldberg rechts im Hintergrund! 

Schüsselbachtal Wiesbaden (2020-23)


In den "Corona-Jahren" war ich häufiger als sonst mit meiner Freundin für kleine Touren im Wiesbadener Wald unterwegs. Dabei ging's gelegentlich in's Wiesbadener Schüsselbachtal (zu Sonnenberg).
Das Tal des ca. 1 km langen Goldsteinbach-Nebenarms ist unspektakulär, sollte man aber mal kurz gesehen haben. Die folgenden Fotos sind tendenziell talaufwärts sortiert. Dort gibt es einen älteren Post zum Schüsselbachtal.

Blick vom Dielgentriesch hinab in's untere Talende - der unten links abzweigende Weg führt direkt in's Goldsteintal.


Blick vom Dielgentriesch/Sichterhöhe über's Schüsselbachtal hinweg zum Bingert


Unteres Talende am Dielgentriesch (wie im ersten Bild) - für die Flurbezeichnung "Triesch", manchmal auch "Driesch", finde ich sinngemäß die Erklärung: Wildland, ungepflügtes Feld, als Weide genutzte Brache.


Mit einer Rechtskurve geht's weiter zu einer kleinen Gartenkolonie; dort fließt der Schüsselbach leider auf eingezäuntem Privatgelände. Das finden wir total doof.


im mittleren Schüsselbachtal mit Blick auf den kleinen Distrikt Bingelswald


Oberhalb der Kleingärten hat's ein eher wildes Eck im Tal.


Von dort führt dieser Weg zum Hirtenhof.


auf der gegenüberliegenden Talseite: Blick von der Sichterhöhe in's mittlere Tal


auf der Route "Eichhorn" im oberen Schüsselbachtal


Ähnlich - dieses Flurstück heißt "Haßlach". Hier verläuft auch die Route "gelber Balken" entlang, als Verbindung zwischen Nerotal und Goldsteintal.


Irgendwo hier in der Haßlach hat der Schüsselbach seinen Ursprung (seine "Lache") - und ich meine mich zu erinnnern, dass ich auf der oberen Haßlachwiese mal ziemlich nasse Füße bekommen habe. 


Blick von dort talabwärts


Das "Eichhorn" führt vom Schüsselbachtal zum Hirtenhof bzw. zur Hirtenstraße (im Bild Blick zurück).

unterwegs im Nauroder und Rambacher Wald

Die folgende Tour (Ende Februar '22 mit Freundin) war kurz, aber dennoch vergleichsweise ergiebig in Bezug auf selten im Blog gezeigte Stellen.

An der Bushaltestelle Wilhelm-Kempf-Haus mit Blick in's Aubachtal (Wie); die Wiese im Vordergrund heißt "In der Schlicht", links hat's das Waldstück Hongwer.


Chaisenweg Richtung Kellerskopf


Kellershohl nach Norden zum Theißtal


Wir biegen aber in den Trockenbornweg ab, um vom Trockenborn zum Bingert zu schauen (im Foto herangezoomt)


Blick von der Trockenborn-Wiese zum Kellerskopf


Im Trockenborn


unterer Teil vom Trockenborn, angrenzend an's Kellersbachtal


Teil des Kellersbachtals: Untere Kellersbach


Die Ferngasleitungsschneise hinterläßt auch in der Sausuhl ihre Spur.


im Kellersbachtal: gerölliger Hang der Sausuhl


Kellersbach (am Rödelrod)


Blick vom Kellerskopfweg auf einen Teich (Saure Backhauswiese, hier übernimmt das Rambachtal)


Blick vom Kellerskopfweg in's Flurstück "Im langen Garten"

Taunus von der HSK aus

Nach meiner ersten Corona-Impfung fühlte ich mich nicht beeinträchtigt, die Sommerferien hatten grad begonnen (Anfang August 2021), und das Wetter war super. Aus einer beruflich stressigen Phase kommend war ich also froh, am Tag zwei, drei und fünf nach dem Pieks ausgedehnte Touren hinterm Großen Feldberg zu machen. Dass man sich nach der Impfung einige Tage lang körperlich schonen soll, habe ich irgendwie verpennt - eigene Bräsigkeit, aber mir ging's ja zunächst (zumindest körperlich) gut. Die letzte der drei Wanderungen habe ich mit Schwindelgefühl beendet. Ähnliches hatte ich bereits hier erlebt (ging damals schnell von alleine wieder weg), aber diesmal hat sich meine Situation in den folgenden zwei Tagen derart verschlechtert, dass ich's nur noch bewegungslos mit geschlossenen Augen auf dem Bett liegend ausgehalten habe, schliesslich hat mein Magen nicht mal mehr Wasser aufnehmen können. Notarzt, vier Tage Horst-Schmidt-Kliniken, Neuritis vestibularis (= Entzündung des Gleichgewichtsnervs), Station HNO. Als es mir langsam besser ging, habe ich nicht ferngesehen, sondern gerne aus dem Fenster geguckt - und meine "Taunus-Studien" quasi nahtlos fortgesetzt:

Taunus-Panorama aus dem Krankenhauszimmer

herangezoomt:

Neroberg (vorne) und Kellerskopf (hinten)


eher in der Ferne (Glashütten/Schmitten): hinten links = Weilsberg, in der Bildmitte = Glaskopf; im Vordergrund das Nauroder Flurstück Stiehlhecke (südl. vom Kellerskopf)


Großer und Kleiner Feldberg mit Burgberg und Kitzelberg (beide zu Wiesbaden-Rambach)



Langestück (bei Hofheim-Wildsachsen) mit dem Staufen im Hintergrund


Hinten links haben wir den Altkönig, hinter'm Bingert (-> gelber Wasserturm) lugt ein Eichkopf hervor.


Bei trüber Luft erscheinen die hintereianderliegenden Ebenen sehr schön plastisch: Ganz hinten mittig ist der Staufen zu sehen, rechts davon der Judenkopf (beide bei Eppstein).


Gesamtpanorama am Morgen


Blick vom anderen Ende des Flurs nach Westen zum Rheingau - huuuiiii! Das Ensemble Hallgarter Zange/Kalte Herberge ist links am Horizont (etwa unter der Sonne) recht charakteristisch profiliert.

Trompeterberg ?

Ich war ziemlich aus dem Häuschen, als ich auf einer Karte von 1819 (https://www.lagis-hessen.de/img/hkw/s3/3_41.jpg) die nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung "Trompeterberg" gefunden habe. Laut dortiger Beschriftung ist der "Trompeterberg" die (zu Sonnenberg gehörende) Anhöhe zwischen Steinhaufen und Rassel. Allerdings habe ich das zunächst falsch interpretiert, und dachte, der Trompeterberg sei der Bergrücken, über den die Wanderroute "schwarzer Balken" parallel zum Trompeterweg verläuft (zwischen Idsteiner Pfad und Rennpfad, siehe unten) - von dort stammt die Bilderserie mit den ersten zehn Fotos.

Klarer wurde mir die Sache auf der geologischen Karte "Platte 1879" und den dazugehörigen Erläuterungen. Dort wird ein Höhenzug von Rentmauer bis Judenhaag (Hahnberg) beschrieben - u.a.:
"Seine höchsten Punkte liegen zwischen dem Jagdschloss Platte und Dorf Niedernhausen, in welchem Theile der Trompeter im District Bauernkrug [heute Bauernhag] 1735 Fuss und östlich davon die Rassel 1719 Fuss erreicht". Die entsprechende Karte zeigt die Höhenangabe 1735 für eine Anhöhe ~700 Meter westlich der Rassel an. Sie befindet sich etwa in der Mitte des Rennpfads zwischen Trompeterweg und heutiger Achteckhütte. Im folgenden Foto also zeigt die Beschriftung den südwestlichen Nebengipfel, der eigentliche Trompeterberg ist die hinter dem Wellborn sichtbare Anhöhe.



Teil des Wiesbadener Taunuskamms vom Bingert aus:
Platte, Steinhaufen, Trompeterberg, Wellborn, Rassel



Zunächst Bilder vom südwestlichen Nebengipfel, aufgenommen zwischen Mai 2018 und November 2020:

Zugang zum südwestlichen Teil vom Trompeterberg: Idsteiner Straße trifft auf den Trompeterweg.


Von dort führt ein Weg als "schwarzer Balken" markiert über den flachen Bergrücken.


ähnlich etwa zwei Jahre früher


ähnlich


Zugang von Nordosten (auch "schwarzer Balken"), nahe Kreuzung Trompeterweg/Rennpfad; in der Bildmitte geht's nach rechts über den Bergkamm, geradeaus gelangt man krumpelig zum Kohlenmeilerweg wie drei Bilder weiter unten gezeigt.


bisschen Nadelbaumbestand im östlichen Teil der Anhöhe


Fichten und W. im Südhang


Der Nadelbaumbestand zieht sich bis zum Kohlenmeilerweg hinab - hier kurz vor seiner "dunklen Ecke".


Blick den Südhang hinauf


im Bild eine Stelle, die man als Teil des Westhangs vom Trompeterberg betrachten könnte - Weg westlich parallel zum Trompeterweg nahe Trinkwasserwald im Fürstenrod


Hier sehen wir die oben erwähnte Kreuzung mit Loipe HK (unten links), Rennpfad/Rheinhöhenweg zum Achteck (der bilddominierende Weg), Wanderroute "schwarzer Balken" (rechts) und Trompeterweg (nicht sichtbar, da Standort beim Fotografieren). Der "schwarze Balken" führt zum oben gezeigten Nebengipfel, der Rennpfad führt zum eigentlichen Trompeterberg. Im Bild sieht man also grad den Sattel zwischen beiden Anhöhen, und das Beste: diese Stelle ist Teil des Taunushauptkamms!


Weiter geht's zum eigentlichen Gipfel des Trompeterbergs (Fotos vom Juli 2021):

Rennpfad/Rheinhöhenweg am Gipfelbereich des Trompeterbergs


Gipfel des Trompeterbergs


alter Forstweg am Gipfel (sonst ist hier nicht viel los)


Standort Achteck am Rennpfad mit Blick aus der anderen Richtung zum Trompeterberg