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an der Idsteiner Eiche

Vorneweg: Es gab bereits im Januar 2022 einen Zeitungsartikel "„Idsteiner Eiche“ im Wiesbadener Stadtwald steht nicht mehr". Der folgende Post ist also nicht mehr aktuell, taugt nur für den Rückblick.

* * *

Die Idsteiner Eiche steht an der Gemarkungsgrenze zwischen Wiesbaden-Nordost und Sonnenberg, südöstlich vom Berg Würzburg am recht zentralen Knotenpunkt Idsteiner Straße/Brücherweg. Als auffälliges  Baumdenkmal ist sie ein guter Orientierungspunkt.
Der Post wurde im April 2017 hochgeladen, die Fotos stammen also überwiegend von 2016.


Hütte an der Idsteiner Eiche, links Graf-Hülsen-Weg, rechts Idsteiner Straße (zur Eiche)


Idsteiner Eiche (die Bank wurde leider inzwischen entfernt)

  
Blick von der Bank nach oben


Wegkreuzung von der Bank aus: 
- scharf links Brücherweg zum oberen Goldsteintal/Försterwendelsrod
- links Verbindung ins mittlere Goldsteintal 
- halblinks Idsteiner Straße zum Bahnholz (auch Wanderroute "schwarzer Punkt")
- halbrechts Brücherweg als kurzes Verbindungsstück zum Graf-Hülsen-Weg
- scharf rechts Verlängerung von der Idsteiner Straße am Berg Würzburg vorbei Richtung Platte


rechts der Brücherweg Richtung oberes Goldsteintal


Idsteiner Eiche (fast) komplett
Idsteiner Eiche Idsteiner Eiche

Kohlhaas-Eiche

An anderer Stelle im Blog habe ich bereits etwas dazu geschrieben: In diversen Karten ist eine Kohlhaas-Eiche verzeichnet, allerdings konnte ich sie lange um's Verrecken nicht finden. Eines Tages habe ich in der Nähe vom Berg Würzburg ein Försterauto gesehen. Ich wartete ein wenig, der Förster kam, und er konnte mir recht präzise den Standort der Kohlhaas-Eiche beschreiben - an etwas anderer Stelle als kartografisch gemeinhin dokumentiert. Damit ist eines meiner kleinen "Wald-Mysterien" aufgedeckt.


Links an der Idsteiner Eiche führt ein Forstweg östlich am Würzburg vorbei zum mittleren Graf-Hülsen-Weg; der untere Abschnitt dieses Weges ist Teilstück der alten Idsteiner Straße und der Wanderroute "schwarzer Punkt". Am Osthang vom Würzburg macht der Weg eine prägnante Linkskurve, und wir kommen dem Standort der Kohlhaas-Eiche näher. Im Bild ist eben diese Kurve zu sehen, allerdings Blick zurück Richtung Idsteiner Eiche. Rechts im Hang ist der Namensstein der Kohlhaas-Eiche markiert (roter Pfeil).


Es gab wohl mal einen Zugang, aber derzeit geht's krumpelig querfeldein hinauf zu...


 ... einem vom Weg nicht sichtbaren kleinen Plateau mit Namensstein, zwei verrotteten Bänken und der Kohlhaas-Eiche (links ihr "Fuß"). Diese Stelle befindet sich im Osthang vom Würzburg, ganz in der Nähe einer frisch bepflanzten Kahlfläche (- und die ist kaum zu übersehen).


Nach rund eineinhalb Jahren des Suchens habe ich den erstmaligen 
Anblick dieses Schildes geradezu als Triumph empfunden! :o)
Später am selben Tag habe ich auch die ähnlich falsch 
kartografierte Marx-Eiche entdeckt.


 die Kohlhaas-Eiche komplett - erst 1955 gepflanzt, 
daher noch nicht sonderlich groß


 Ich habe die Eiche erstmals im Frühjahr gesehen. Zu dieser Zeit hatte sie noch keine Blätter, und aufgrund der starken Bemoosung am Stamm dachte ich zunächst, die Kohlhaas-Eiche sei möglicherweise bereits abgestorben. 
Aber sie lebt!


ähnlich


in der Abendsonne durchaus ein lauschiges Plätzchen


hier ein nüchterner Blick auf die doch etwas jämmerliche Szenerie

Dr. Anne Wielands "Civitas Mattiacorum" verzeichnet in unmittelbarer
 Nähe der Eiche Fundstücke einer römerzeitlichen Siedlung.

Tour Ende März '18 (v. Platte z. Fasanerie)

Trompeterweg Höhe Steinhaufen (Platte im Rücken)


direkt am Trompeterweg: Kahlfläche im Fürstenrod - der direkte Blick von hier zum Funkmast Hoher Wald (schwach am Horizont halbrechts zu erkennen) ist neu.
Auch in diesem Areal gab es im Sommer 2017 starke Sturmschäden, was beim Aufräumen und wohl weiterer Holzernte zu diesem Kahlschlag führte. Vergleichbares Elend ist z.B. auf dem Bleidenstadter Kopf oder am Heidekopf (bei Hausen) zu finden: weitgehend baumfreie Waldfläche. :o(


Gipfelregion vom Steinhaufen


Hier trifft die alte Idsteiner Straße auf den Trompeterweg. Der originale Verlauf der Idsteiner Straße ging wohl hinter dem Baum links entlang, ohne den abgebildeten Schlenker. Die Wanderroute "schwarzer Punkt" - vom Bahnholz hierher dem Verlauf der alten Idsteiner folgend - berücksichtigt dieses Detail in der Wegführung sehr penibel.


Teilstück der alten Idsteiner Straße (hier auch Wanderroute "schwarzer Punkt") vom Trompeterweg hangabwärts zum Idsteiner Pfad; etwa auf dieser Höhe befindet sich rechts im Hang ein ehemaliger Steinbruch mit...


... diesen parallel gesetzten Mauern. Vergleichbares habe ich im Steinbruch am Steinhaufen gefunden. Also nehme ich an, diese Dinger hatten irgendeinen Zweck für die Arbeit im Steinbruch, wobei die Gemäuer in beiden Fällen nicht so ganz alt aussahen (erste Hälfte 20. Jahrhundert?).


Holzpolter am Idsteiner Pfad, kurz vor'm Graf-Hülsen-Weg


Seit zwei Jahren rätsele ich über den genauen Standort der Kohlhaas-Eiche. Sie ist in diversen Karten eingezeichnet, ich konnte sie aber bislang nicht finden. Schließlich habe ich bei dieser Tour das Auto des hiesigen Försters am Wegrand gesehen, und auf ihn gewartet. Er konnte mir den Standort der Kohlhaas-Eiche recht genau beschreiben. Im Jahre 1955 gepflanzt, fällt sie nicht als "große Baumpersönlichkeit" auf, und steht vergleichsweise kümmerlich abseits vom Weg im Osthang vom Würzburg. Wenn man ihren Standort im Hang kennt, ist der Stein mit dem Namensschild tatsächlich geradezu auffällig. Im Bild ist links nur der untere Teil der Kohlhaas-Eiche zu sehen - ich werde ein etwas kompletteres Bild bald anderweitig hinzufügen.


Ähnlich rätselhaft war für mich die Förster-Marx-Eiche. Sie ist in einigen Karten in der Mitte vom oberen, nach Osten "abgeknickten" Teil vom Kisselbornweg falsch eingezeichnet. Und so hielt ich zunächst die abgebildete Eiche im Flurstück Kisselborn für die Marx-Eiche.


- bis ich die Marx-Eiche schliesslich genau im Knick vom Kisselbornweg fand - umgestürzt, und an anderer Stelle, als kartografisch verbreitet.


Förster-Marx-Eiche von unten


Zufahrt von der Platter Straße in's Flurstück Oberer Gewachsenestein (unterhalb der Rentmauer, rechts) - auch hier Kahlschlag nach Sturmschäden


oberhalb der Fischzucht im Flurstück Gickelsberg: das Anna-Brünnchen

Idsteiner Straße

Im Taunus verlaufen diverse Altstraßen. Einige davon werden auch heute noch als Straßen genutzt, andere sind inzwischen zumindest abschnittsweise verschwunden, oder fristen ein Dasein als Forst- oder Wanderwege. Eine sicherlich jüngere dieser Altstraßen ist die Idsteiner Straße, welche weitgehend mit der Gemarkungsgrenze zwischen Wiesbaden-Nordost und Sonnenberg gleichläuft. Sie beginnt im Stadtbereich Wiesbadens, führt an BKA, Eigenheim und Bahnholz vorbei, ab Höhe Bahnholzer Kopf geht sie gleich mit der Wanderroute "schwarzer Punkt". Und bebildert weiter:


Bahnholzeiche links im Bild; rechts ausserhalb des Bildes trifft
der Heuweg aus Sonnenberg kommend auf die Idsteiner Straße


etwas oberhalb des Waldparkplatzes Idsteiner Straße


An dieser Hütte geht links der Graf-Hülsen-Weg ab Richtung Platte/Steinhaufen.
Rechts führt die Idsteiner Straße weiter zur ...




Von dort aus geht eine befestigte Forststraße am Würzburg vorbei - quasi die gefühlte Verlängerung der Idsteiner Straße. Ihr tatsächlicher Verlauf allerdings zweigt an der abgebildeten Stelle rechts ab, entsprechend der Wanderroute "schwarzer Punkt".


einer von diversen Grenzsteinen am Rand der Idsteiner Straße - wobei dieser Abschnitt wohlgemerkt diesen Namen nicht mehr trägt... hier ist einfach Wanderroute "schwarzer Punkt"


Wanderroute "schwarzer Punkt"; links sind vage die hell schimmernden Wuchshüllen
einer jungen Baumkultur im Osthang vom Würzburg zu erkennen


Im Flurstück Brücher verläuft quasi parallel zur Idsteiner (links) ein Biker Trail (rechts).


Idsteiner Straße im Flurstück Brücher - ziemlich unbefestigte Matschpampe


Anmerkung März 2020: Hierzu hatte ich zuerst ziemlichen Unfug geschrieben. Im Zusammenhang mit diesem Post gab mir der Leser Stefan Schlotter den Hinweis, dass es sich hierbei um einen Jagenstein handelt, also einen Forstgrenzstein. E steht für Erbenheim, die Zahl benennt keine Entfernung, sondern wohl eine Flurabteilung bzw. einen Waldabschnitt.


Hier trifft die Wegführung der alten Idsteiner den Graf-Hülsen-Weg (links),
und verläuft im Bild mittig als Idsteiner Pfad weiter nach Norden.


Idsteiner Pfad


Kochhüttenweg geht rechts Richtung Osten ab.


Kreuzung Idsteiner Pfad/Herzogsweg: links der weitere Verlauf der Idsteiner Straße (immer noch Wanderroute "schwarzer Punkt"), mittig der Kohlenmeilerweg zum Achteck, rechts der Herzogsweg nach Osten


hohlwegartig im Flurstück Bauernhag, östlich vom Berg Steinhaufen


alter Straßenbelag


Die Wanderroute "schwarzer Punkt" trifft auf den Trompeterweg.


selbe Stelle andersrum: das Schild "Landschaftsschutzgebiet" steht scheinbar mitten auf der ehemaligen Idsteiner Straße, rechts Trompeterweg Richtung Platte/Steinhaufen

Baumdenkmäler und Baumpersönlichkeiten III


- Teil dieser Serie über Baumdenkmäler -

Maiblumeneiche im Nonneneichwald am Birkenkopf


Pfarreiche am Planweg auf dem Birkenkopf


Alfred-Schüchen-Eiche am Rechternweg bei Georgenborn


Lyrakiefer zwischen Fichtenkopf und Weisser Berg


Unverzagt-Eiche an der Revierförsterei Chausseehaus (nahe Schläferskopf)




Jakob-Schwender-Buche am Rentmauerweg


Wilhelmseiche? Der Rabengrund hat quasi einen nördlichen Ausläufer (siehe z.B. Christophelsrod) - ein Flurstück unterhalb vom Christophelsrod trägt den Namen "Wilhelmseiche". Allerdings habe ich weder eine solche vor Ort identifizieren, noch anderweitig Information dazu finden können. Der abgebildete Baum im Wiesenstück "Wilhelmseiche" ist jedoch imposant genug, um eine "Baumpersönlichkeit" abzugeben.
Links ist eine Kabelschneise zu sehen, die durch Christophelsrod und Kisselborn hoch zur Platte führt.


Kaiser-Friedrich-Eiche nahe Rabenkopf




Kohlhaas-Eiche im Osthang vom Würzburg