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Wiesen und "Rodungen" im oberen Bereich Sichtertal-Goldsteintal

Südlich am Taunushauptkamm, in den Gemarkungen Sonnenberg und Rambach, haben Goldsteinbach und Schimbach ihre Quellgebiete, bilden dort gewissermaßen ein aufgefächertes "Quelldelta". Der Goldsteinbach fließt durch's Goldsteintal, der Schimbach durch's Sichtertal. Es folgen Fotos von fast allen Wiesen der beiden oberen Talregionen.

Einige Namen der abgebildeten Flurstücke enden auf -rod. Unter einer Rodung stelle ich mir eher eine noch nicht zweckmäßig ausdifferenzierte Fläche vor. Hier geht's allerdings um längst kultivierte Wiesen - daher Rodung im Titel in Anführungsstrichen.

Im Wellborn (oberhalb Sichtertal) - im Waldstück links befindet sich ein Quellbereich des Schimbachs.


Sowohl Rittersrod als auch ...


... Zerbesrod grenzen direkt an den Schimbach.


Blick vom Zerbesrod hinab in's Sichtertal auf die Dörrwiese;
genau hier sind auch die Schafe in diesem Post entlanggelaufen



Hessenrod


nördlichster Quellbereich des Goldsteinbachs: Försterwendelsrod


- sich südlich daran anschließende obere Wiese im Wolfsschrecken


unteres Segment der Wiese im Wolfsschrecken (oberes Goldsteintal)


Rödchen - liegt ebenso wie das Flurstück Hessenrod im leicht erhöhten
Waldrücken zwischen Sichtertal und oberem Goldsteintal



Blick vom Kellersrod in den Wiesenbereich "In der Schimbach"


Der Schimbach fließt am sichtbaren Waldstück Hassel entlang nach Süden in den Goldsteinbach, aber auch die Wiesen hier im oberen Sichtertal sind teils stark von Quellwasser durchnäßt, was "In der Schimbach" zur Bildung einer großen Eisfläche geführt hat.


Die bisherigen Fotos sind Mitte Februar 2021 entstanden, dieses rund vier Jahre früher. Es fügt sich aber so schön hier ein: Wiesensegment "Schimbach", kurz bevor das Sichtertal auf das Goldsteintal trifft.

Das Flurstück Heppenrod hätte auch gut hierher gepaßt, ich habe allerdings kein geeignetes Foto.

Försterwendelsrod & oberes Goldsteintal

- nachfolgend zwei Posts aus der Frühphase des Blogs (mit Fotos von 2016/17) nun kombiniert:


Zugang zum Försterwendelsrod vom Brücherweg aus


Försterwendelsrod


Hier gibt es eine "Lyrabirke" - die heißt nicht wirklich so,
erinnert mich aber an die Lyrakiefer.


Baumgrüppchen auf dem Wiesenstück


Die abgebildete Birkenkultur im unteren Försterwendelsrod ist vom oberen Goldsteintal nur durch einen Querweg getrennt. Benachbarte Stellen sind durchnässt, und Teil des Goldsteinbach-Quellgebietes. Dieses Areal ist Wasserschutzgebiet, und verfügt über einige Quellschächte (nennt man das so?). So richtig in die Details geht es hier: https://weltschaukasten.de/portfolio/goldsteinbach-wi-sonnenberg/


Als Wasserschutzgebiet ist dieser Bereich nicht für touristische Erkundungen gedacht - ich bin hier bis zu einem wegnahen Hochsitz vorgedrungen.


Weg vom oberen Goldsteintal Richtung Südosten, links der Lauf des Goldsteinbachs


Wiesenstück "Wolfsschrecken" im oberen Goldsteintal


weiter nach Südost Richtung Sonnenberg; links der Goldsteinbach


In einem Buch des Nassauischen Vereins für Naturkunde ist diese
Quellfassung als "Wolfschresten-Stollen" bezeichnet.


Wiesenstück "Wolfsschrecken" von unten


einer von drei (fragmentarisch eingezäunten) Teichen im oberen Goldsteintal

an der Idsteiner Eiche

Vorneweg: Es gab bereits im Januar 2022 einen Zeitungsartikel "„Idsteiner Eiche“ im Wiesbadener Stadtwald steht nicht mehr". Der folgende Post ist also nicht mehr aktuell, taugt nur für den Rückblick.

* * *

Die Idsteiner Eiche steht an der Gemarkungsgrenze zwischen Wiesbaden-Nordost und Sonnenberg, südöstlich vom Berg Würzburg am recht zentralen Knotenpunkt Idsteiner Straße/Brücherweg. Als auffälliges  Baumdenkmal ist sie ein guter Orientierungspunkt.
Der Post wurde im April 2017 hochgeladen, die Fotos stammen also überwiegend von 2016.


Hütte an der Idsteiner Eiche, links Graf-Hülsen-Weg, rechts Idsteiner Straße (zur Eiche)


Idsteiner Eiche (die Bank wurde leider inzwischen entfernt)

  
Blick von der Bank nach oben


Wegkreuzung von der Bank aus: 
- scharf links Brücherweg zum oberen Goldsteintal/Försterwendelsrod
- links Verbindung ins mittlere Goldsteintal 
- halblinks Idsteiner Straße zum Bahnholz (auch Wanderroute "schwarzer Punkt")
- halbrechts Brücherweg als kurzes Verbindungsstück zum Graf-Hülsen-Weg
- scharf rechts Verlängerung von der Idsteiner Straße am Berg Würzburg vorbei Richtung Platte


rechts der Brücherweg Richtung oberes Goldsteintal


Idsteiner Eiche (fast) komplett
Idsteiner Eiche Idsteiner Eiche

Pilze an Orten

Dieser Post, Teil der Serie über Pilze, wird im Herbst erfahrungsgemäß häufig angeklickt. Dabei habe ich das Ding mit einem Augenzwinkern verfasst - ich verrate hier keine Pilzstellen! Vielmehr sind die abgebildeten Exemplare wahrlich keine kulinarischen Besonderheiten, und an beliebigen anderen Stellen im Taunus zu finden. Für Parasolpilze z.B. muss man wirklich nicht speziell Wenzenrod oder Trockenborn aufsuchen...


Maronenröhrling (nehme ich an) am Schimbach


Parasolpilz im Trockenborn


 Parasolpilz im Rambachtal (nahe Kellerskopfstollen)


Nebelgrauer Trichterling (Nebelkappe) am Barnayweg


unbestimmter Trichterling am Goldsteinbach im unteren Goldsteintal
(Obacht - das Geißenbörnchen ist grad rechts neben der Treppe)


Hasenbovist im Sichtertal


anderer Hasenbovist im Hessenrod (oberes Goldsteintal); den hier habe ich geerntet, in handgroße Scheiben geschnitten und paniert - die Panade war fein, der Pilz eher glibberig und unangenehm.


Safranschirmling am Speckkopf (nahe Königstein)


Parasolis im Wenzenrod (Quellgebiet vom Rambach)


ähnlich; links das Waldstück Rainchen, rechts Flachsland


nicht näher bestimmte Röhrlinge (Goldröhrlinge?) auf dem Fulder Weg (nahe Dreibornsköpfe)

Johannesgraben

Der Johannesgraben (früher auch Johannisgraben) schmiegt sich nördlich an den Berg Goldstein
Das Bächlein im Graben mündet im Goldsteintal in den Goldsteinbach.


Der Oberlauf des Bächleins verläuft mit Verrohrung unter dem Rambacher Waldsportpfad entlang, in der Nähe geht's auf krumpligem Forstweg in's Tal. Dabei kommt man an dieser kleinen Wiese vorbei.


ähnlich, nur von unten


Ankunft im nunmehr vertieften Graben


Holzbrücke am Sensenwies'chen


Obschon ein östlicher Zufluss zum Goldsteinbach, ist die Fließaktivität im Johannesgraben so gering, 
dass das Ganze eher wie ein flächiges Stehgewässer wirkt.


völlig marode Holzbrücke, Foto von 2016;
ein Jahr später war diese Brücke abgerissen


alternativer Zugang vom Waldsportpfad hinab in den Graben


abgerissene Brücke


Die Brücke führte über den Graben in's Flurstück Johannesgraben nach Norden,
grob Richtung oberes Distelbachtal.


Mit etwas Geschick kommt man an dieser Stelle auch ohne Brücke über das Gewässer.

nun eine kleine Serie zum Sensenwies'chen:



... huuii ...


Sensenwies'chen von unten gesehen


An diese Stelle im unteren Johannesgraben kann ich mich gut erinnern: Ich wollte möglichst nah am Graben Richtung Goldsteintal gehen. Beim vergeblichen Balancieren über Äste bin ich mit beiden Beinen etwa 25 cm im zähen Matsch eingesunken, und es sah zunächst so aus, als würde ich ohne Hilfe nicht wieder herauskommen - kurzer Anflug von Panik!


Bei späterer Gelegenheit habe ich diesen Weg vorgezogen, links den Johannesgraben hinab zum mittleren Goldsteintal (und Teilstück des Rundwegs "Erlenblatt").


derselbe Weg von unten


An diesem etwas obskuren Gebäude trifft der Johannesgraben auf das Goldsteintal. Ich entnehme Nils Oelkers Masterarbeit, dass es sich hierbei um ein ehemaliges Eishaus handelt. Nebendran gibt es noch zwei Teiche - passt also.
Hans-Jürgen Christ erwähnt in "Wandern in Wiesbaden und im Taunus" ein Ruth'sches Eishaus. Ich halte mich jedoch an die Variante von Frau Gabriele Glessmann, der Leiterin des Rambach-Archivs: Der letzte Betreiber/Besitzer hieß Adolf Roth