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fette Herbstwanderung im "Überhöhischen"

Als "Überhöhische Dörfer" werden die meisten der zu Bad Schwalbach und Schlangenbad gehörenden Ortschaften zusammengefasst. Diese Gruppierung hatte ursprünglich mit der mittelalterlichen Gauaufteilung zu tun (-> Rheingau/Gebück), für weitere Infos check out the www. Bei der folgenden Tour war ich unterwegs etwa in der Linie

Wambach - Bärstadt - Fischbach - Hausen

(also im westlichen Aartaunus und im östlichen Randbereich des Wispertaunus).
(2025)

meine Premiere im Wambacher Alautertal (auf der Route "roter Balken" mit Blick zurück)


Hohe Wurzel von der Anhöhe Alauter herangezoomt - der mittig abgebildete Gipfelbereich heißt genaugenommen Katzenlohe, früher Katzenlohkopf. 


Auf dem Weg 30 des Kur- und Verkehrsvereins Bad Schwalbach geht's am Heßbacher Wäldchen weiter nach Westen; die Bäderstraße/B 260 verläuft nördlich etwa parallel. 


Aussicht vom Gaisberg zum Neunzehntberg - da will ich hin! 


Zwischendrin treffe ich auf die Kemeler Straße (Teilstück der Route "schwarzer Punkt"); diese von Eltville kommende Altstraße findet alsbald am Bienkopf ihre Fortsetzung in der... 


 ... Bäderstraße. Sie ist in ihrer historischen Form vielleicht am besten zu verstehen als eine über verschiedene Höhenkämme verlaufende Handelsroute, die sich über die Jahrhunderte zumeist in diversen parallel verlaufenden, unbefestigten Wegrinnen manifestiert hat. Heutzutage sind hier im Walddistrikt Eisernhand (links) noch einige der alten Original-Wegrinnen zu erkennen, im Bild haben wir einen angelegten Fuß-/Fahrradweg, rechts außerhalb der Bildes verläuft die als "Bäderstraße" bekannte B 260. Merke: Der historischen Form kommen die ollen Wegrinnen am nächsten! 


Hubertus-Brunnen und Hubertusweg, östlich am Langenseifener Stock - diesen Umweg mache ich, um mir mal wieder...


... eine Runse anzuschauen. Dieses Exemplar wird in Christian Stolz' "Historisches Grabenreißen..." als "Runse am Hubertus-Brunnen" detailliert beschrieben und eingeordnet. 


Weiter zum Neunzehntberg: Am Zugang von der Straßenkreuzung Langenseifener Stock kommend, sehe ich im Ebenter Unner alte Wegrinnen. Im Gelände-Scan auf www.windrosen.de ist zu erkennen, dass der Distrikt Ebenter Unner großflächig zerfurcht ist durch ein Altwegbündel - offenbar alles Reste der Hohen Straße Eltville-Kemel (in diesem Abschnitt a.k.a. Bäderstraße). 


Dieser Forstweg nördlich am Neunzehntberg ist auf www.windrosen.de als "Hohe Straße" bezeichnet - offenbar eine Referenz an die genannte historische Route auf dem Bergkamm. Also auch in diesem Abschnitt: Die B 260 "Bäderstraße" liegt etwas abseits der originalen Handelsroute, die authentischsten Überbleibsel davon befinden sich verborgen im Ebenter Unner-Gebüsch (im Bild links). 
Und das war mal wieder so ein erhabener Waldmoment: Ästhetische Schönheit, gesunde Bewegung an frischer Luft, ein hohes Maß an historischem Beziehungsreichtum = Stimulation für Seele, Körper und Geist, ganz gratis, ohne Nachteil oder Reue. Das ist alles einfach da, man muss nur dorthin gehen! :o)


Im Südhang vom Neunzehntberg hat's Aussicht zum höchsten Punkt im Rheingaugebirge: Kalte Herberge. Im rechten Bereich des Berges zieht sich der Äpfelbachhang hinab in's Äpfelbachtal - ahh, das war vor einigen Jahren mein erster Einstieg in den wunderbaren Hinterlandswald


ähnlich


Auf dem Weg nach Fischbach marschiere ich durch den Abtseifengrund


im Abtseifengrund


Im Abtseifengrund verläuft mindestens einer der Fischbacher Wanderwege - das hier könnte der "SWA - Fi" sein (für Schwalbach - Fischbach). 


Jenseits des Ortes Fischbach geht's weiter in's obere Fischbachtal Richtung Hausen vor der Höhe.


Eine Besonderheit des Fischbachtals: Hier gibt es wenige überlebende Lystrosaurier, im Bild ein Jungtier. 


im oberen Fischbachtal


Der Hauptweg links am Fischbachtal entlang ist Teilstück des Wisper Trails "Der Überhöhische". Der Fischbach entwässert in die Wisper, das Fischbachtal gehört also zum Wispertaunus. 


Zwischendrin zweigt rechts der "KuLaPfad" ab - kurz für Kulturlandschaftspfad. Schön gedacht, aber hier etwas heikel in der Nutzung: An den Kopfenden der Brücke ist die Neigung der Holzplanken recht stark. Bei Feuchtigkeit sind die natürlich rutschig, so dass das Betreten der Brücke schnell mit Ausrutschen und Sturz einher geht. 


Blick vom Kulturlandschaftspfad zurück in's Fischbachtal


Nahe Ortsrand Hausen mit Blick zurück in's obere Fischbachtal - hübsch, ich komme wieder. 

Schlenker zur Burgruine Falkenstein

Nachdem ich mir, wie dort gezeigt, das Süße Gründchen angeschaut habe, ging's mit I. und A. ab Königsteiner Kreisel hinauf zur Burgruine Falkenstein. 
Die Burg wurde Mitte des 14. Jahrhunderts auf dem kleinen Berg zwischen Königstein und Falkenstein errichtet. Dieser Berg wird sowohl Falkensteiner Hain als auch Burghain Falkenstein genannt. 

Felsen im Südhang vom Burghain Falkenstein


Drei-Burgen-Weg und Wanderroute "liegendes X" im südlichen Bereich des Burghains


Im Westhang hat's auf einem Felssporn die kleine Aussichtsplattform namens Hildablick (= früherer Standort des Hildatempels). Das Panorama erstreckt sich vom Hofheimer Kapellenberg (links am Horizont) über Lorsbacher Kopf, Staufen, Rossert, Atzelberg, Eichkopf, Steinkopf, Romberg bis ganz rechts zum Speckkopf (weiter unten folgt eine ähnliche Ansicht mit Beschriftung). Im Vordergrund erstreckt sich der Stadtbereich von Königstein mit dem dortigen Burghain.
Bei Klick auf's Bild gibt es eine größere Ansicht. 


kleiner Abstecher zum Dettweiler-Tempel mit Aussicht nach Frankfurt


Innenbereich der Burg Falkenstein - der Burgturm ist unter normalen Umständen wohl nicht begehbar, wir hatten allerdings das Glück, einen Menschen zu treffen, der uns den Turm kurz aufschloss. 


Blick nach Norden mit Speckkopf, Kleiner Feldberg, Franzkopf, Großer Feldberg, Döngesberg, Altkönig


Hier haben wir im Vordergrund mittig den Speckkopf; der im Hintergrund dominierende Bergzug ist der südlichen Nebengipfel des Kleinen Feldbergs (Herrnwald). 


Kleiner Schwenk nach rechts: Über der Szenerie thront der Kleine Feldberg, bei der Senke darunter handelt es sich um das Reichenbachtal, rechts ragt der Franzkopf in's Bild. 


Großer Feldberg herangezoomt


noch stärker herangezoomt: Lips-Tempel am Döngesberg
(und heute mal ohne Foto: freier Blick auf den Altkönig)


Im Osten angrenzend: die Waldareale Kocherfels/Bürgel...  


... und die Helbigshainer Wiesen. Die Häuser oben links im Bild gehören zu Kronberg, im rechten Bildteil sind hinter der Wiesenfläche einige Gebäude des Opelzoos zu sehen. 


Panorama im Westen - im Bild beschriftet sind Rossert, Helleberg, Atzelberg, Eichkopf, Steinkopf, Romberg. 


Harter Zoom Richtung Helleberg: nun sind im Hintergrund auch zu erkennen Hallgarter Zange, Kalte Herberge, Kellerskopf und Hohe Wurzel. Der mit "Berg" beschriftete Bereich rechts dürfte ein Teil des Wiesbadener Taunushauptkamms sein (circa Steinhaufen).


Blick in den Innenbereich der Burganlage


Auf dem Weg zurück in's Königsteiner Zentrum sind wir am westlichen Rand vom Burghain entlang marschiert, mit diesem Felsen am Klärchenweg en passant - das ist ein fettes Teil, wie man im direkten Größenvergleich mit I. und A. sehen kann. 

(August 2024)

Aussicht vom Atzelbergturm

Ich hab's geschafft! :o)

Der auf dem Atzelberg (Kelkheim) errichtete Aussichtsturm ist inzwischen der vierte seiner Art. Ich kenne aus vergangenen Jahren noch den gesperrten und teils abgebrannten Vorgänger aus Holz. Der wurde später abgetragen, und nun durch eine Stahlkontruktion ersetzt, die seit Dezember 2023 begehbar ist.
Ich habe Höhenangst, und es war mir jahrelang nicht möglich, so ein Ding zu besteigen. Bei der heutigen Tour (August '24) ist es mir, Augen zu und durch, gelungen, wenn auch mit mulmigem Gefühl.

Es folgen einige Aussichtsfotos, beginnend mit dem Fernmeldeturm im Uhrzeigersinn (nach rechts) gedreht:


Fernmeldeturm mit Helleberg, Rossert und Eppenhain - rechts in der Ferne ist zu sehen...


... das Neuefeld bei Lorsbach. Davor schiebt sich von links der Staufen in's Bild (der Kaisertempel ist klein unter der Wiesenfläche zu erkennen).




Hainkopf mit Häusern von Eppenhain


Freifläche Ebert zwischen Eppstein und Hammersberg. Im Hintergrund ist der Eppsteiner Ortsteil Bremthal zu sehen.


Hammersberg/Kippel - hier sind im Hintergrund zu erkennen:


Kellerskopf, Hallgarter Zange + Kalte Herberge (ganz hinten) sowie die Hohe Wurzel (noch so'n Fernmeldeturm).


Ehlhalten mit den Landstrichen Hollerbusch (oben links) und Bosenstein (unten rechts); am oberen Bildrand ist der südliche Bergfuß vom Lindenkopf zu sehen.


Hier zieht sich der kahle Osthang vom Lindenkopf quer durch's Bild, rechts dahinter haben wir, ähnlich dezimiert im Baumbestand, den Nickel.


Herangezoomter Blick in's Idsteiner Land - die Freifläche dürfte östlich am Heidekopf liegen.


Im Vordergrund: Spitzeberg, dahinter: Dattenberg/Butznickel, rechts: Schloßborner Platte


Platte & Schloßborn


herangezoomter Blick nach Glashütten mit Windhain (Waldems) im Hintergrund


Die untere Bildhälfte wird fast komplett vom leicht gewölbten Distrikt Dickehaag gefüllt, dahinter rechts ragt der Glaskopf hervor.


hinten: Glaskopf, Großer Feldberg, Altkönig / vorne: Eichkopf; Kleiner Feldberg und Steinkopf (Königstein) sind mit im Bild, aber heben sich aus dieser Perspektive betrachtet nicht ab.


herangezoomter Blick nach Königstein mit Burghain Falkenstein und Burgberg
Atzelberg Atzelberg Atzelberg Atzelberg